Am kommenden Sonntag spielt die mA Jugend die vierte Qualifikationsrunde in Waiblingen bei Stuttgart. Hier wird in jeweils zwei Dreiergruppen der letzte direkt Startplatz für die JHBL Süd ausgespielt, der 2. und 3. Platz erspielt sich hier noch einen Startplatz in Ahlen/ Westfalen für die zwei Restplätze, die unter den letzten 8 in Deutschland ausgespielt werden.
Die gespielte 3. Runde in Konstanz verlief für unsere Spieler trotz guter Vorbereitung nicht optimal und wir hoffen, dass es in Waiblingen besser läuft.
Am Freitag Nachmittag machten sich Eltern und Spieler - manche gleich nach den Abiturprüfungen und Schulklausuren auf den Weg nach Konstanz, wo alle erschöpft gegen 20.30 eintrudelten.
Da wir die Quali in Günzburg mit den bayerischen Gegner als Turnierzweiter abgeschlossen haben, gingen wir mit hohen Erwartungen und dem notwendigen Selbstvertrauen in die Halle.
Unser erster Gegner in Konstanz hieß TSB Heilbronn/Horkheim, war letztjähriger Württembergischer Meister der männlichen B-Jgd und eine Handballhochburg noch dazu. Die Nervosität beider war deutlich merkbar, nachdem viele unnötige Torwürfe nicht das Ziel fanden. Durchgang eins war somit ein Kampf auf Augenhöhe, bis sich die Horkheimer Jungs kurz vor dem Halbzeitpfiff auf drei Tore absetzen konnten. Halbzeit zwei starteten die Gegner durchaus wacher und erarbeiteten sich bis zuletzt ein akzeptables, aber verdientes 24:18.
Im zweiten Spiel trafen wir auf den Gastgeber aus Konstanz, die im Gegensatz zu uns ihr erstes Spiel gewonnen und noch den direkten Einzug in die Bundesliga vor Augen hatten. Die ersten Minuten des Spiels wurden gleich von Beginn an verschlafen und ehe wir uns versahen lag man durch zu schnelle Abschlüsse und schnellen Gegenstößen mit 2:8 hinten. Bis zur Halbzeit kämpften wir uns auf ein 5:10 heran, wobei die Fehlerquote im Angriff unterirdisch und hauptausschlaggebend dafür war. Durch eine frühe unglückliche Unterzahl in HZ 2 und eine ausbauende Führung des Gegners, war allen die Situation klar. Die zweiten beiden Punkte in diesem Turnier waren weg und das letzte Spiel sollte über den gesamtenTurnierverlauf und das Weiterkommen entscheiden. So wurde das Spiel heruntergespielt und deutlich mit 9:21 gegen die Gastgeber verloren.
Die Anspannung des letzten entscheidenen Spiels machte sich in den Köpfen der Junioren breit. Die Ausgangssituation nach zwei Niederlagen kannte jeder, alles oder nichts! Wir gewinnen jetzt gegen Günzburg oder der Traum ist geplatzt, hieß die Devise! Auch war noch eine Rechnung der letzten Qualirunde gegen die Mitbewerber aus Bayern nicht beglichen. Wir legten los wie die Feuerwehr und führten schnell durch einfache Tore mit 5:1. Der Sack wurde einfach nicht zugemacht und wir vergaben wieder leichtsinnig unsere Chancen durch zu überhastete Torwürfe und eine zu brave Deckung, sodass Günzburg bis zur HZ auf 9:7 herankommen konnte. In Durchgang 2 reanimierten wir die letzten verfügbaren Kräfte und nahmen uns vor, mit dem Kopf voll auf der Platte zu sein. Durch eine harte konsequente Abwehr heraus erspielten wir uns eine 13:9 Führung gleich nach der Halbzeit. Obwohl Günzburg immer wieder auf 2 Tore herankam, konnten wir mit Hilfe unserer stetig anfeuernden Eltern das Spiel clever herunterspielen und gewannen das Alles-oder-nichts Spiel mit 19:15 Endstand.
Jetzt heißt es an unserer Geduld im Angriff zu arbeiten, unsere Fehler in der Deckung sowie auch im Angriff zu minimieren, wenn wir unserem Ziel in der sehr anstrengenden Bundesligaqualifikation näher kommen wollen!
Wir spielen am Sonntag, den 17.5.15 um 10 Uhr in Waiblingen gegen den bayerischen Mitkonkurrenten Haspo Bayreuth und gleich im Anschluss um 11.30 gegen TVG Bittenfeld. Hier entscheidet sich das Weiterkommen und ein eventuelles Qualifizierungsspiel um 15:00 bzw. um 17:00.
Jetzt heißt es für alle Daumen drücken, Akkus wiederaufladen, Visier runter und ab in das Getöne.
Es spielten:
Jakob Kiebler, Markus Winkler (beide Tor), Nico Wöhrl, Marcell Jörges, Dominik Röttger, Lukas Behm, Yannick Teschner , Manuel Riemschneider,Leo Udovicic, Benedikt Simon, Benedikt Kellner, Maxi Arnold, Marc Simon, Christian Heinekamp
Trainer: Christoph Kellner und Jarek Rolka