
Im Heimspiel gegen Lokalrivalen Haunstetten wollte Drittliga-Aufsteiger TSV Ismaning den ersten Punktgewinn landen, statt dessen aber landete man unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Die geplante Geburtstagsfeier von Kreisläuferin Jenny Oertel, die gleichzeitig vorerst ihr letztes Spiel für Ismaning bestritt, hatte man sich ein wenig anders vorgestellt.
Eine Hälfte lang erlebten die Zuschauer in der Ismaninger Realschulturnhalle eine moderne, sportliche Aufführung des Märchens vom Hase und Igel, Haunstetten war in der Abwehr und im Angriff immer ein Schritt schneller, zeigte den Isis die Grenzen auf. 1:4 nach sieben Minuten, auch die frühe Auszeit von TSV-Trainer Claus Lohmann verfehlte ihre Wirkung, sein Team weiter hochgradig verunsichert, die nächsten drei Treffer gingen alle auf das Konto der Gäste, 1:7. Und Haunstetten, angetrieben von Ex-Bundesligaspielerin Annika Schmid und Sabrina Duschner, ebenfalls bereits in der 2. Liga aktiv, hatte weiter kein Mitleid, 2:16, kurz vor der Halbzeit, ein Debakel bahnte sich an - obwohl die Gastgeberinnen bis zum Seitenwechsel noch zwei Mal erfolgreich waren.
Auch wenn die Partie nach 30 Minuten entschieden war, schenkte das junge Ismaninger Team das Spiel nicht ab, riss sich zusammen, Durchgang Zwei fast auf Augenhöhe. elf Treffer gelangen, zwölf kassierte man, plötzlich zeigten auch die Gastgeberinnen Spielzüge, gelangen auch das ein oder andere Mal schöne Anspiele an den Kreis oder auf die Außen. Am Ende hieß es 15:28 - die höchste Pleite in dieser Spielzeit, weil in Durchgang Eins einfach nichts klappen wollte. Der bayerische Rivale, in seiner 2. Saison in der Dritten Liga, gab Anschauungsunterricht, wie es geht, jetzt müssen die Isis schnell lernen. Am Sonntag reist man nach Nellingen, wie Ismaning ein Aufsteiger, der nach zwei Pleiten zum Auftakt am dritten Spieltag zu einem knappen Auswärtserfolg in Albstadt kam. In der Tabelle bleibt Ismaning Vorletzter, die Erkenntnis des Derbys: Eine gute Halbzeit pro Spiel reicht wohl nicht, um das Saisonziel, den Klassenerhalt, realisieren zu können.
Für den TSV spielten und trafen: Chioato - Tischler 1, Pramberger 2, Brehm 2, Edlbauer 2, Keczko 1, Königsmann 1, Schweinsteiger 4/1, Oertel 1, Laipple 1, Neckar, Hascher.
Den Spielverlauf zum Nachlesen gibt es
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