Am vergangenen Samstag, den 20. März 2010 fuhr die erste Damenmannschaft des TSV Ismaning in der Regionalliga Süd zum Auswärtsspiel beim TV Großbottwar und musste sich dabei deutlich mit 21:33 (7:15) geschlagen geben. Fast aussichtslos, dennoch mit aller Konsequenz wird vor jedem Auswärtsspiel die Hoffnung am Leben gehalten, dass es auch in der Ferne endlich gelingen muss, die ersten Punkte nach Hause zu bringen. Auch vor dieser vermeintlich letzten Chance gegen einen Abstiegskandidaten und mit der Gewissheit, das nächste Jahr in der bayerischen Oberliga zu spielen, sollte es eigentlich eine befreiende Partie werden. Bis zur siebten Spielminute der ersten Halbzeit lag in der Tat für die Isis mehr als nur Hoffnung in der Luft, denn mit Rosmarie Haschers verwandeltem 7-Meter zum 3:2 zeigten sich die Gäste gut vorbereitet und aufgestellt. Auch wenn die Heimmannschaft nach dem Ausgleich in der zehnten Minute kontinuierlich davonzog und nach 14. gespielten Minuten 3:6 führte, hielt der TSV Ismaning weiterhin dagegen und nach der Auszeit durch Trainer Heilmeier verwandelte Hascher erneut einen Strafwurf und verhalf ihrer Mannschaft zum 4:6 Anschlusstreffer. Eine Minute später vereitelte Torhüterin Ute Becker einen 7-Meter für das gastgebende Team, trotzdem hieß es für die Isis, die nächsten beiden Minuten in Unterzahl zu überstehen. Geprägt von vielen technischen Fehlern und einer unübersehbaren Nervosität auf beiden Seiten gelang dies den TSV-Damen auch, danach jedoch folgten drei Minuten der Ernüchterung. Ausgehend vom 4:7 in der 18. Minute zog Großbottwar in der 20. Minute mit dem Treffer zum 4:10 nun etwas davon. Mit dem letzten Treffer für die Gäste in der ersten Hälfte durch Sabine Krause (7:11, 26. Min) schien die Partie zu diesem Zeitpunkt noch relativ offen, drei Treffer durch den TV in den letzten beiden Spielminuten besiegelten aber den deutlichen Rückstand zum Halbzeitpfiff und die Ismaningerinnen schlichen beim Pausenstand von 7:15 in die Kabinen. Fazit nach den ersten 30 Minuten: 15 Treffer in der Abwehr zu bekommen ist absolut in Ordnung, nur sieben Tore im Angriff zu erzielen ist dagegen deutlich zu wenig. In Hälfte zwei bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie beim letzten Heimspiel der Ismaninger Damen gegen Regensburg. Es wurden auf beiden Seiten deutlich mehr Treffer erzielt, der TSV konnte seine Ausbeute sogar verdoppeln. Angesichts der mangelhaften Chancenauswertung in der ersten Halbzeit war dies aber auch dringend notwendig, letztlich aber trotzdem nicht ausreichend. Auch wenn Youngster Helena Hertlein jetzt viel besser ins Spiel fand und maßgeblichen Anteil am leichten Aufschwung der Gäste aus Ismaning hatte, waren die Angriffsversuche trotzdem nicht zwingend genug und dadurch oft nicht zu Ende gebracht. Diese fehlende Konsequenz verschaffte den Gastgeberinnen zunehmend Luft und zahlreiche Möglichkeit für kurze Angriffe über die erste und zweite Welle. Gerade die jungen Talente des Jahrgangs 91 im Team der heimischen Mannschaft, neben der herausragenden Lena Hoffmann (13/6 Treffer) waren dies Theresa Müller und Linda Mack (beide je 4 Treffer), bescherten ihren Mitstreiterinnen und Offiziellen einen deutlichen Sieg im Kampf gegen den Abstieg. Den Isis dagegen blieb eine weitere niederschmetternde Niederlage und eine entsprechend ernüchternde Heimfahrt. Es spielten: Ute Becker, Janine Völkel (Tor), Ljiljana Paras (6), Sabine Krause (2), Helena Hertlein (8), Rosmarie Hascher (3/3), Stephanie Oberhuber (1), Cordula Block, Julia Steinkohl, Sophie Pramberger, Jenny Oertel