Am vergangenen Sonntag bestritt die erste Damenmannschaft des TSV Ismaning ihr drittes Auswärtsspiel in der Regionalliga Süd beim TV Möglingen. Das Team musste dabei eine herbe Niederlage einstecken und verlor glanzlos mit 22:35 (13:18). Nachdem sich die Isis aus Bayern beim letzten Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten aus Haslach/Herrenberg/Kuppingen erst in letzten Minuten geschlagen geben mussten und in heimischer Halle erneut eine sehr gute Leistung abgaben, galt es diesmal auch auswärts zumindest bis zum Schluss dagegen zu halten und eine ordentliche Vorstellung zu bieten. In den ersten Minuten der Partie zeigten sich die Ismaninger Damen bestens vorbereitet und hoch konzentriert. Nach den Führungstreffern der Gastgeber folgte postwendend der Ausgleich und auch ein verworfener 7-Meter vermochte die Gäste aus dem Norden Münchens nicht aus dem Konzept zu bringen. In der 11. und 12. Minuten wurde über zwei sehenswerte Gegenstoßtore sogar ein zwischenzeitlicher Vorsprung (7:5) herausgespielt und auch zur 15. Minute konnten die Isis mit 9:7 trotz Unterzahl erneut in Führung gehen. Auch wenn Möglingen wiederholt den Ausgleich schaffte und in der 20. Minute mit 10:11 führte, gelang Rosmarie Hascher mit 2 Treffern hintereinander die Führung zum 12:11 (22. Minute). Zum Entsetzen der mitgereisten Fans und den Beteiligten auf der Bank fiel aber just in diesem Moment ein Schalter um und die Damen1 des TSV Ismaning schienen plötzlich das Handballspielen verlernt zu haben. Innerhalb weniger Minuten gelangen der Heimmannschaft 5 Tore aus der 1. Welle, deren Entstehung aus Pass- und Fangfehlern im Angriff der Isis resultierte. In der 26. Minute stand es bereits 12:16, zum Halbzeitpfiff flackerte ein deutlicher Rückstand von 13:18 auf der Anzeigetafel. Entgegen den Leistungen und Erfahrungen aus den letzten Auswärtsspielen nahm das Unheil in Möglingen diesmal ungehindert weiter seinen Lauf und der Rückstand vergrößerte sich zunehmend. Nach 14 gespielten Minuten in der zweiten Hälfte waren die Ismaninger Damen bereits mit 10 Toren hinten (16:26), in der 50. Minute musste der 30. Treffer der heimischen Mannschaft zum 18:30 hingenommen werden. Das Spiel gestaltete sich längst extrem einseitig und nur selten gab es einzelne Lichtblicke, die ein größeres Debakel verhinderten. Am Ende verließen die Isis mit gesenktem Haupt und einer 22:35 Niederlage das gegnerische Feld, ohne Chance es dem Favoriten zumindest so schwer wie möglich zu machen. Bereits während der Busfahrt zurück nach Ismaning versuchten alle Beteiligten Gründe für die Schlappe zu finden und erste Lehren aus dem Spiel zu ziehen. Jedoch hilft in dieser Situation letztlich nur der Blick nach vorne, denn gegen eine Mannschaft wie Möglingen vor deren heimischer Kulisse darf man verlieren, auch wenn das "Wie" hätte anders aussehen können. Anknüpfen und aufbauen müssen Trainer und Mannschaft an und auf die ersten 20. Minuten, lernen definitiv aus den letzten 40, und dies wenn möglich gleich beim nächsten Heimspiel gegen Kandidat Nummer 3 für den Aufstieg aus Albstadt. Ismaning - 26.10.2009 -