Am vergangenen Samstag, den 23. Januar 2010 bestritt die erste Damenmannschaft des TSV Ismaning in der Regionalliga Süd ihr zweites Heimspiel der Rückrunde gegen die TS Ottersweier und musste sich mit einem 25:25 (9:13) Unentschieden begnügen. Da die erste Rückrundenpartie in der Ferne bei der HSG Freiburg deutlich verloren ging, wollten sich die Ismaninger Damen wieder auf ihre Heimstärke stützen und die notwendigen Punkte gegen den Abstieg in der Hölle Süd holen. Mit dem Tabellennachbarn aus Ottersweier gastierte ein starker, aber zu schlagender Gegner, dessen 4-Punkte-Polster auf die Heimmannschaft schrumpfen sollte. Die erste Halbzeit begann für den TSV Ismaning jedoch schlechter als man sich das vorgenommen hatte. Bereits in der fünften Minute gab es die erste Strafzeit gegen Helena Hertlein, zudem konnte ein Strafwurf nicht verwertet werden. Resultierend aus einer schwachen Abwehr und einem harmlosen Angriff lagen die Isis nach acht Minuten mit 0:3 im Rückstand. Auch der erste Treffer für die heimische Mannschaft zum 1:3 in der neunten Minute half wenig, denn auf den 1:4 Treffer (11. Min) der Gäste folgte unmittelbar die zweite 2-Minuten Strafe gegen die Jugendnationalspielerin. Logische Folge war dann auch das frühe Team-Timeout durch Coach Heilmeier, welcher mit der Leistung seiner Damen nicht zufrieden sein konnte. Noch in Unterzahl verwandelte im Anschluss Ljiljana Paras den zweiten 7-Meter zum 2:4, nach einer schönen Kombination zwischen Stephanie Oberhuper und Helena Hertlein folgte in der 15. Minute der Anschlusstreffer. Mit einer jetzt besser agierenden Abwehrreihe konnten die Ismaningerinnen die TSO weiter auf Distanz halten und glichen durch Rosmarie Hascher zum 4:4 (16. Min) aus. Bis zur 30. Minute gelang den Gastgeberinnen jedoch nicht mehr viel, gegenüber fünf Treffern auf der Heimseite standen neuen Tore bei den Gästen. Ideenlos und wieder vermehrt mit technischen Fehlern im Aufbau sahen sowohl Zuschauer als auch die Isis auf dem Feld die erhofften Punkte entschwinden. Die Ansprache von Erwin Heilmeier in der Halbzeit muss wohl gesessen haben, denn mit dem Wiederanpfiff präsentierte sich der TSV Ismaning wie ausgewechselt und in der Form, der man in der ersten Hälfte noch lange nachtrauerte. Tanja Großer am Kreis eröffnete mit ihrem Treffer zum 10:13 die Aufholjagd und bereits in der 35. Minute war der Rückstand egalisiert, Claudia Schöfbeck glich zum 14:14 aus. Was sich nun den Zuschauern und Fans bot, war an Emotionen und Härte kaum zu überbieten: In der 36. Minute wurden sowohl Oberhuber als auch Schöfbeck für mit 2-Minuten bestraft, Ottersweier traf zum 14:15 und eine Minute später wurden auch die Gäste bestraft. Weiter in Unterzahl mussten die Isis dann in der gleichen Spielminute einen weiteren Gegentreffer hinnehmen und zu allem Übel noch bis zum Ende der Partie auf die stark aufspielende Helena Hertlein verzichten, die ihre bereits dritte Zeitstrafe und somit Rot bekam. Die Spannung blieb jedoch ungebrochen, denn nach dem Anschlusstreffer der Heimmannschaft zum 15:16 (38. Min) waren nun auch Gäste nur noch mit vier Feldspielerinnen vertreten. Nachdem sich alle Beteiligten wieder sortiert hatten, konnte der begeisterte Zuschauer das 18:18 in der 42. Minute feiern, musste aber auch mit ansehen, wie die TSO wieder schnell in Führung ging und diese bis zwei Minuten vor Schluss behielt. Erst in der 58. Minute gelang dem TSV der erneute Ausgleichstreffer zum 24:24 durch Paras, auf den aber schnell der Gegentreffer (24:25, 59. Min) folgte. Entscheidend für die Punkteteilung waren dann in der letzten Minute zwei 7-Meter, je einer für beide Mannschaften. Zuerst bewies Rosmarie Hascher Nervenstärke und glich zum 25:25 aus, danach parierte Ismanings Torhüterin bei abgelaufener Spielzeit den gegnerischen Strafwurf und rettete somit einen Punkt für die Isis. Am Ende des Tages hat Ismaning einen Punkt gewonnen, auch weil die erste Hälfte enttäuschend absolviert wurde. Ob zum Ende der Saison der andere Punkt fehlt, wird sicher bereits beim nächsten Spiel in Ketsch vorentschieden. Es spielten: Janine Völkel und Ute Becker (Tor), Ljiljana Paras (6/1), Sabine Krause, Helena Hertlein (2), Rosmarie Hascher (6/2), Stephanie Oberhuber (4), Cordula Block, Marina Berger, Jenny Oertel (1), Julia Steinkohl, Sophie Pramberger, Tanja Großer (2), Claudia Schöfbeck