Letzten Samstag haben nicht nur unsere Damen 1 ihren ersten Härtetest der neuen Saison bei der HaSpo Bayreuth bestanden, sondern auch die Funktionärskarte des Trainers musste sich einer Probe unterziehen, weil sie während einer Schwächephase im Spiel der Isis als Anti-Stress-Ball herhalten musste.
Doch alles auf Anfang.
Am Samstag-Mittag machte sich das Team auf den Weg ins mehr als 250 Kilometer entfernte Bayreuth. Im Gepäck waren nicht nur die Spielerinnen und die Trainer, sondern auch ein paar Fans, die lautstark unterstützten. Nach einem kleinen Spaziergang vor Ort richtete Trainer Bernd Dreckmann noch ein paar wohl überlegte Worte an die Mannschaft. Die Devise war das richtige Maß an Köpfchen, Kampfgeist und Coolness zu finden; sich also nicht selbst im Weg zu stehen.
Das Spiel startete gut für die Ismaningerinnen in Abwehr wie Angriff und man lag in der 6. Minute mit 1:3 in Führung. Doch kleine Nachlässigkeiten führten im Angriff zu Ballverlusten oder Fehlwürfen und in der Abwehr fehlte manchmal die letzte Konsequenz, weshalb die Gastgeberinnen in der 16. Minute zum 6:6 ausglichen. Nach einem verwandelten 7-Meter von Geburtstagskind Ella Kohde half auch eine Auszeit der HaSpo nicht und die Isis setzen sich dank einer schnellen 2. Welle und gut ausgespielten Angriffen Tor um Tor ab. Mit dem Schlusspfiff der ersten Halbzeit erzielte Kathi Tischler ein Tor und mit dem Stand von 8:14 ging man in die Kabine.
In seiner Ansprache konzentrierte sich der Trainer nicht auf die gemachten Fehler, sondern ausschließlich darauf, was die Mannschaft besser machen kann. Wichtig war es nach der Halbzeit nicht in alte Muster zurückzufallen und die ersten Minuten der zweiten Hälfte zu verschlafen, wie es letzte Saison oft vorgekommen war. Das gelang zu großen Teilen und die Isis hielten ihren 6-Tore-Vorsprung bis in die 39.Minute. Dann kam die kurze Schwächephase, die sich hauptsächlich im Angriffsspiel zeigte, während die Abwehr weiterhin stabil stand. So witterten die Bayreutherinnen ihre Chance das Spiel zu drehen, doch ein gehaltener 7-Meter und eine kurze aber präzise Ansprache des Trainers in einer Auszeit brachten die Damen wieder auf Kurs und so konnten sie über die restliche Spielzeit ihren Vorsprung halten und ausbauen. Schließlich endete das Spiel mit 16:24 für die Isis und das Team freute sich, dass es das erste Saisonspiel für sich entscheiden konnte.
Mit einem Sieg in der Tasche fuhr die Mannschaft wieder zurück nach Ismaning und feierte die ersten 2 Punkte der neuen Saison auf dem Ismaninger Weinfest.
Da das Heimspiel kommende Woche auf Wunsch der Gegnerinnen verlegt wurde, steht als nächster Gegner am 28.09. der HSV Bergtheim an. Es gilt also die nächsten zwei Wochen jede Trainingseinheit zu nutzen, um auch dort als Sieger von der Platte zu gehen.
Es spielten: Leicher, V.Wittmann (beide Tor), Weber (2), Lang, Kohde (5/2), Berz (4/2), Roveta (4), Rohmert, Leitl, Tischler (3), L.Wittmann, Pfründer, Pieperjohanns (5), Stumpf (1)