Niederlage in Nürnberg (Update)

Von am 22.02.2014 in Allgemein, Archiv

Die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning haben sich beim 1. FC Nürnberg mit 20:23 geschlagen geben müssen. Damit verpasste das Team von Trainerin Aniko Keczko zudem den Sprung auf Tabellenplatz 2.


Sicherlich, schon die Vorzeichen waren alles andere als optimal, dennoch wäre deutlich mehr drin gewesen. Das wusste auch Susanne Pramberger: „Wir hätten eindeutig gewinnen können. Es sind aber viele negative Faktoren zusammengekommen“, erklärte die Kreisläuferin des TSV.


Zum einen konnte Ismaning die Reise nach Mittelfranken nur mit neun Spielerinnen antreten. Torhüterin Elisabeth Gschwendtner, sowie Christine Königsmann, Lisa Frank und Kirsten Walter spielten in der A-Jugendbundesliga, Steffi Oberhuber fehlte verletzt und Isabel Dulias fiel aufgrund einer Erkrankung kurzfristig aus. „Es kostet einfach zu viel Kraft, mit so wenigen Spielerinnen anzutreten“, so Trainertochter Andrea Keczko.


Zum anderen haben sich die Isis das Leben trotz des dezimierten Kaders selbst schwer gemacht. „Die Abwehr hat nicht gut funktioniert. Da sind wir nicht konsequent genug gewesen“, resümierte Rückraumspielerin Keczko: „Auch vorne haben wir die Angriffe nicht konzentriert genug abgeschlossen. Denn 20 Tore sind dann einfach zu wenig.“ Da half auch die gute Leistung von Susanne Pramberger nichts, die mit sechs Toren auffälligste Ismaningerin war. „Da wir ohne Harz gespielt haben, hatten wir keine Ballsicherheit und deswegen viele 100 Prozentige Torchancen verworfen. Zudem konnten wir die Ansagen unserer Trainerin nicht umsetzen“, erklärte diese.


Nürnbergs Coach Michael Fuchs wusste, dass dieser Erfolg im Abstiegskampf für seine Mannschaft nicht nur ein ganz wichtiger für das Punktekonto, sondern auch für die Moral des FCN war. „Neben den A-Jugendlichen, die nicht dabei waren, und den damit verbundenen begrenzten Wechselmöglichkeiten hat im Vergleich zum Hinspiel bei Ismaning ein bisschen der Kampfeswille gefehlt“, so die Analyse von Fuchs. „Eigentlich war ein ganz anders Team in Nürnberg. Einzig Torhüterin Ute Becker hatte Normalform.“


Trotzdem war zur Pause noch alles drin für die Isis, die lediglich mit einem knappen 11:12 Rückstand in die 2. Halbzeit gegangen waren. Nürnberg allerdings kam konzentrierter aus der Kabine. Die Folge: der TSV geriet mit 15:19 in Rückstand, was auch der ein oder anderen Zeitstrafe geschuldet war. Ismaning jedoch gab nicht auf, kam noch auf 20:21 heran. „Noch ein weiteres Tor in dieser Phase für uns, und die Partie hätte noch kippen können“, so Andrea Keczko. Das wollte jedoch nicht mehr gelingen, so dass Nürnberg den Sack letztendlich zugemacht und die 20:23 Niederlage des TSV besiegelt hat.


Damit gehen die Isis als Dritter der Tabelle in die zweiwöchige Spielpause. Bei einem Erfolg hätten sie den TSV Winkelhaid von Platz 2 verdrängt. Das nächste Spiel bestreitet Ismaning nun am Sonntag, 9. März (14:30 Uhr). Zu Gast ist dann der HSV Bergtheim.


Für den TSV Ismaning spielten und trafen:


Ute Becker (im Tor), Susanne Pramberger (6), Rosi Hascher (5/3), Andrea Keczko (3), Kathi Tischler (3), Franzi Lang (1), Sophie Pramberger (1), Kathleen Braun (1), Lena Becker

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