Drei Mannschaften können um die beiden Final Four Plätze in der Landesliga Süd spielen – und eine davon ist Forst United. Ismaning trat geschwächt an, mehrere Spielerinnen trainierten nicht oder nur eingeschränkt und gingen angeschlagen ins Spiel. In der Einstimmung war darum klar: wir müssen hier nicht gewinnen. Wir wollen uns als Mannschaft und als Spielerinnen möglichst gut verkaufen, leidenschaftlich kämpfen und nie aufgeben. Es wäre schön, wenn zum Spielende dann mehr Tore auf unserer Seite stünden, kein Beinbruch aber, wenn nicht. Hauptziel: die Moral und die Motivation stimmt, das Team hält zusammen. Keine einfache Aufgabe bei gefühlt 100 Zuschauern, von denen die Hälfte eine Trommel hatte und so die Halle lautstark auf der Seite der Ebersberger stand.![]()
In den ersten zehn Minuten gelang es der offensiven Verteidigung der Isis gut, die Schlüsselspielerinnen der Ebersberger zu stören, bis zum 7:5 konnte sie das Spiel offen gestalten. Bereits hier jedoch zeichnete sich das Hauptproblem des Spiels ab: die Verwertung der Tormöglichkeiten. Zwischen Minute zehn und Minute zwanzig zog Forst United mit einem 4:0 Lauf auf 11:5 davon, diesen Rückstand konnten die Ismaninger Mädels nicht mehr aufholen, das ganze Spiel nicht. Im letzten Drittel von Hälfte eins ging es wieder hin und her, Halbzeitstand 13:8.
Trotz des Rückstandes ließen die Mädels die Köpfe nicht hängen. Mit einer Umstellung in der Abwehr sollte versucht werden, die starken Rückraumspielerinnen noch weiter vom Tor weg zu halten. Das gelang wie geplant. Allerdings blieb auch die Torquote wie in der ersten Halbzeit schlecht. Bei Minute fünfzig kamen die Ismaninger Rookies noch einmal auf 20:17 heran und Nervosität wurde spürbar beim Gegner. Die Konzentration, die Erfahrung reichte leider nicht in dieser Phase, um noch mehr Druck aus zu üben. Mehr Abgebrühtheit, mehr Coolness fehlte den jungen Spielerinnen aus Ismaning, Ebersberg konnte nochmal dagegenhalten. Der Endstand von 23:17 fiel etwas zu hoch aus.
Im Fazit: die „weichen“ Ziele wurden erreicht, das Team gab nie auf, spielte und kämpfte leidenschaftlich und ebenso körperbetont wie die Gegnerinnen. An der Stelle ein Kompliment an die umsichtigen Schiedsrichter. Lisa vertrat Sarah beeindruckend, Lulu spielte mit viel Übersicht auf der nicht einfachen Hinten Mitte Position, Ela bestätigte ihre gute Leistung von Friedberg. Die Zuschauer sehen immer mehr, wie das Zusammenspiel zu funktionieren beginnt. In der Abwehr ist das schon ganz gut, im Angriff ist die Fehlerquote noch zu hoch. Die Absichten sind jedoch erkennbar – eigene Chancen suchen, Mitspielerinnen freispielen (einmal Lisa wunderbar auf Lulu).