Die Kurzfassung des Spiels der weiblichen A2 gegen die Mädels vom Post Sport Verein lässt sich in genau vier Worten niederschreiben: Vorne Hui, Hinten Pfui. Beide Teams wurden von Ihren B-Jugendlichen unterstützt und während die Ismaninger Jungstars wegen ihres Erfolges gegen Forst United euphorisch, aber müde die Bank der weiblichen A aufsuchten, mussten die Nachwuchskräfte der Münchner Postler in der Halbzeit weg, um ihr eigenes Punktspiel nicht zu verpassen. Von der ersten Minute an setzten die Isi-Mädels ihre Spielidee konsequent um, gelegentlich angetrieben vom Trainer: nach Ballgewinn umschalten, blitzschnell nach vorne, einen präzisen ersten Pass, von der Torspielerin oder aus der Abwehr und dann im 1:1 oder 2:2 die Gegner ausspielen. Das klappte hervorragend und schon bald stand es 8:3. Natürlich war der Spielverlauf verlockend und die auf Ballgewinn getrimmten Ismaninger kamen in der Abwehr immer weiter nach vorn. Unglücklicherweise vergaßen sie, dass sie auch wieder zurückmussten – und das nutzen die PSV-Spielerinnen mit Expresspässen und klugem Give-and-Go. Das war im Spielverlauf direkt abzulesen: von 11:8 nach 13:11 und über 18:14 ein Halbzeitstand von 18:16. Obwohl nie ein Gedanke an einen schlechten Ausgang des Spieles aufkam trotzdem überraschend. Nach dem Wiederanpfiff der klug leitenden Schiedsrichter aus Allach fiel gleich wieder ein Tor für die Mädchen aus der Münchner Vorstadt, 19:16. PSV stellte mit einem 3:1 Lauf das Ergebnis auf 20:19, immer noch kein Grund zur Nervosität. Ismaning zog das Tempo nochmals an, erzielte bei einem Gegentreffer sieben Tore zum Zwischenstand von 27:20. Man sah an den wirklich präzisen (und mutig gespielten) Langpässen der Torhüterinnen Ela und Giuli den Trainingserfolg. In dieser Phase wirkte die Abwehr stabil, den Postlern gelang nur wenig. Die bereits besprochenen Expresspässe wurden nun konsequent verteidigt und das „Diagonal-Zurück“ funktionierte ebenfalls besser. Aber auch in der A-Jugend lässt die Lust auf das Torewerfen die Abwehr vergessen und kurz vor Spielschluss kam PSV wieder auf 30:27 heran. Der Endspurt der Isi-Mädchen erbrachte den Endstand: 34:29. Vorne Hui, hinten Pfui. In der Zusammenschau: das Team ist auf einem guten Weg. Es mangelt an Disziplin und Selbstbeherrschung in der Abwehr, etwas mehr Abgeklärtheit und Coolness täte den Mädels gut. Das wird sich von alleine einstellen, alle Feldspielerinnen sind schließlich aus dem Jahrgang 1998 oder jünger. Die Bewegung nach vorne nimmt Tempo auf, auch der Übergang in den gebundenen Angriff und das folgende freie Spiel gewinnen an Struktur. In den Spielen gegen die in 2015 noch ausstehenden Teams aus Freising und Schleißheim muss die Abwehrleistung aber deutlich besser werden.
Im Tor: Ela Wimmer und Giuli Prillwitz. Joelle Korhammer (5/1), Lisa Felsner (3/2), Anni Altwein (3), Sara Lutz (1), Terry Pfründer (4), Sophia Krabichler (3/2), Tamy Milutinovic (4), Manu Brosig, Eli Huber, Luisa Müller (6), Alex Kunert (5).