Pokal geht nach Bayreuth

Von am 20.04.2011 in Allgemein, Archiv

Nachdem er eine Nacht darüber geschlafen habe, sagte Claus Lohmann, sei die Sache schon wieder erträglicher. Mit 'der Sache' meinte der Trainer der Ismaninger Bayernliga-Handballerinnen das Abschneiden seiner Mannschaft im Final-Four-Turnier um den Pokal des Bayerischen Handballverbandes (BHV). Pokalverteidiger Ismaning hatte das Finale gegen Gastgeber Bayreuth mit 21:26 Toren verloren, was nach Ansicht des Trainers 'sehr unnötig' war. Ursprünglich hatte sich Lohmann nicht viel ausgerechnet, zu übermächtig schien ihm der Drittligist ESV Regensburg zu sein. Aber der Topfavorit reiste ersatzgeschwächt an und verlor sein Halbfinale überraschend gegen den Bayernligisten Bayreuth nach Siebenmeterwerfen. Ismaning hatte sich in seinem Halbfinale gegen den ambitionierten Landesligisten TSG Augsburg zwar schwer getan, aber mit 27:25 Toren gewonnen. Danach beobachtete Lohmann das kräftezehrende zweite Halbfinale, was zum einen den vermeintlich leichteren Gegner brachte und zum anderen den Trugschluss, dass dieser 'platt' sein müsse. Das traf dann eher auf seine Mannschaft zu: 'Die Mädels waren am Ende, es ging einfach nicht mehr.' Bayreuth zog zur Pause auf 17:10 davon. Auch nach dem Wechsel konnte Ismaning nicht mehr zulegen, Bayreuth brachte den Sieg ungefährdet ins Ziel. 'Ich kann den Mädchen nicht böse sein', resümierte Lohmann, 'sie haben teilweise 50 Spiele in den Beinen.' Das liege daran, dass Spielerinnen wie Kathrin Tischler zusätzlich noch in der Jugend spielen, andere wie Helena Hertlein in der Jugend-Nationalmannschaft engagiert sind. Außerdem weilten in Andrea Keczkã und Cornelia Schmid wichtige Spielerinnen im Urlaub. Ein Trostpflaster gab es für Lohmann dennoch: 'Wir haben uns als Finalist für die erste Runde im DHB-Pokal qualifiziert.' Text: Süddeutsche Zeitung

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