Handball
Siege versöhnen
Raunaus Landesligateam rehabilitiert sich gegen Ismaning für zuletzt schwache Spiele Von Pius Waldmann
Nach der schwachen Leistung zuletzt gegen Trudering hatten die Fans ein Protest-Plakat aufgehängt: „In Trudering wolltet ihr nicht, heute wollen wir nicht.“ Mit dem Sieg gegen den TSV Ismaning versöhnte die Mannschaft die Anhänger wieder und am Ende wurde wieder gefeiert.

Niederraunau Ein hochdramatisches Handballspiel mit einem glücklichen 24:22-Ausgang für den TSV Niederraunau sahen die mehr als 300 Zuschauer am Samstagabend. In der ansehnlichen Landesliga-Partie, die in der zweiten Hälfte die Zuschauer von den Sitzen riss, war der TSV Ismaning der erwartet starke Gegner.
Anfangs herrschte noch Gespensterstimmung in der Halle. Die Fans waren enttäuscht über die schwache Leistung der Mannschaft in Trudering. Das dauerte allerdings nicht lange und das Spiel nahm Fahrt auf. Bis zum 4:2 hatten Boris Matzner und Mathias Waldmann alle Tore von beiden Außenpositionen erzielt. Danach sollten beide zu Pechvögeln werden. Entweder war der stark haltende Keeper der „Isis“, wie sie sich selbst nennen, oder der Pfosten im Weg. So musste ab dem 5:6 schon aufgeholt werden.
Der wie immer unermüdlich rackernde Michael Thalhofer erzielte in dieser Phase das wichtige Unentschieden. Nach dem 8:8 legten die Raunauer dann einen Zwischenspurt ein, der einen sicher scheinenden Drei-Tore-Vorsprung brachte. Doch genau so schnell wie dieser erreicht war, zerrann er auch wieder. Nur durch eine Energieleistung von Julian Waldmann konnte das 12:12-Unentschieden zur Halbzeit gesichert werden.
In der zweiten Hälfte war es weiter das taktisch geprägte Spiel mit einem sensationell haltenden Maxi Jekle im Tor der Raunauer. Die offensive Abwehr hatte alle Hände voll zu tun mit der technisch hervorragend ausgebildeten jungen Gästemannschaft. Die schnellen Rückraumspieler aus Ismaning konnten immer wieder Überzahlsituationen schaffen und ihre Außenspieler einsetzen. Aber dann war da immer noch Maxi Jekle, der mit unglaublichen Reflexen Raunau im Spiel hielt.
Raunaus Trainer warnte vor den Gegenstößen der Gäste
Im Angriffsspiel dagegen musste Raunau immer auf der Hut sein. Jeder Fehler wurde gnadenlos von den Ismaningern mit einem schnellen Gegenstoß beantwortet. Trainer Bene Thalhofer hatte sein Team ausdrücklich vor unbedachten Abschlüssen gewarnt.
Mit dem 15:14 durch Michael Thalhofer ging Raunau wieder in Front. Dann folgten ein Siebenmetertor und drei sensationelle Einzelaktionen von Julian Waldmann auf der halblinken Seite, der neben Jekle zum Matchwinner werden sollte. Aber auch das 19:16 war noch keine Sieggarantie, beim 20:19 war wieder alles offen. Danach zeigten die Pechvögel der ersten Halbzeit Nervenstärke. Zuerst sicherte Mathias Waldmann mit einem Konter, dann zweimal Boris Matzner von Rechtsaußen den knappen Vorsprung.
Die Stimmung in der Halle kochte dann endgültig nach dem von Julian Waldmann verwandelten Siebenmeter zum 24:22 über. Überschwänglich wurde die Mannschaft, allen voran Keeper Maxi Jekle, gefeiert.
Torschützen TSV: Julian Waldmann 7/2, Mathias Waldmann 5/2, Michael Thalhofer 4, Boris Matzner 4, Thomas Wildt 2, Matthias Mayer 1, Reinhard Müller 1.
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