Presseecke: Main Post 10.11.11 Artikel über Ulla Brehm und Etwashausen

Von am 11.11.2011 in Allgemein, Archiv
Handball
Freude auf das Wiedersehen
 






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  • Foto: Andreas Stöckinger





Wiedersehen macht Freude: Carolin Straßberger (links) und Ulla Brehm.






Foto: Andreas Stöckinger






 





Wenn am Samstag die Frauen des TV Etwashausen den TSV Ismaning erwarten, dann ist die Partie vor allem für eine Spielerin ein besonderes Aufeinandertreffen. „Ich freue mich darauf, meine alte Mannschaft, die Mitspielerinnen und allgemein die Leute dort wieder zu sehen“, macht Ulla Brehm keinen Hehl aus ihren Gefühlen. Erst im August war die 24-Jährige für viele, auch für sie, überraschend zum Münchner Vorortverein gewechselt.

Dabei spielte die Liebe eine Rolle. „Ja, das war wirklich total überraschend. Mein Lebensgefährte bekam als Journalist ein Angebot bei Sky in München, ich wäre nach Aschaffenburg ins Referendariat gekommen.“ Das hätte für beide bedeutet, eine Wochenendbeziehung zu führen. Sie wäre weiter beim TV Etwashausen geblieben. „Das wäre schwierig geworden“, sagt sie. Also bewarb sich die angehende Lehrerin im Münchner Raum und wurde als Aushilfs-Lehrkraft genommen. Umzug und Wechsel folgten prompt.

Damit hat sich einiges in ihrem Leben geändert. Eine Stelle mit 24 Schulstunden pro Woche, mit Schülern von der fünften bis zur zehnten Klasse, fordert sie. „Es macht Spaß. Das sind ganz andere Verhältnisse wie auf dem Land. Ich bin an einer offene Ganztagsschule, wo auch Nachmittagsunterricht ist. Dort gebe ich hauptsächlich Französisch, aber auch Deutsch und Mathe.“

In Ismaning, am Rand von München, fand sie mit ihrem Freund eine Wohnung. „Dort ist es noch relativ dörflich. Mit der S-Bahn bin ich in 19 Minuten am Marienplatz. Man ist aber auch in zehn Minuten mit dem Fahrrad an einem See, oder in der Natur“, schätzt Ulla Brehm ihre neue Heimat. Ismaning sei Münchens Handball-Hochburg, kein typischer Großstadt-Klub, so Brehm, sondern „ein Dorf, das von Handball lebt“. Recht erfolgreich ist der Klub, der als Talentschmiede einen guten Ruf besitzt. „Von der C- bis zur A-Jugend spielen alle Nachwuchsmannschaften, männlich und weiblich, in der Bayernliga“, so Brehm. Davon könnten Etwashausen oder andere unterfränkische Vereine nur träumen.

Entsprechend jung ist der Frauen-Bayernliga-Kader. „In der Mannschaft bin ich die Viertälteste“, schmunzelt Brehm mit gerade einmal 24 Lenzen. Sie blickt zufrieden auf die ersten Wochen beim neuen Klub. „Es ist sehr gut gelaufen. Ich habe mich relativ schnell eingewöhnt. Dort spiele ich wieder Rückraum links, auf der Position, die ich gelernt hatte, nicht in der Mitte, wie in Etwashausen.“ Halblinks sei angenehmer, Mitte viel anstrengender, so ihre Erfahrung.

An Etwashausen denkt Ulla Brehm gerne und oft. „Wir haben noch Kontakt, schreiben uns nach dem Spiel mal eine SMS, oder chatten via Internet“. Vor allem der Aufstieg mit dem TVE in die Bayernliga werde ihr ewig im Gedächtnis bleiben. „Das hatte ich als Spielerin noch nie geschafft, es war das Schönste.“ Aber auch ein banger Moment mit Happy-End blieb haften, damals, als es im ersten Jahr Bayernliga am letzten Spieltag um den Abstieg ging. „Wir haben auswärts mit zehn Toren Vorsprung souverän gewonnen. Das hat uns zusammengeschweißt, es brachte viel für das Mannschaftsgefüge“, weiß sie natürlich noch.

Überrascht sei sie gewesen über den tollen Saisonstart ihrer ehemaligen Mannschaft, gibt Brehm zu. Vor allem, weil Etwashausen die Spiele zum Teil recht deutlich gewann. „Das hat mich schon gefreut. Ich bin immer noch ein Riesen-Fan vom TVE.“ Für das samstägliche Wiedersehen weiß sie, was auf sie und ihre Ismaninger zukommt. In Etwashausen sei schwer zu spielen. „Sie sind heimstark. Wir müssen über das Tempo kommen, unseren Tempo-Handball spielen“, nennt sie ein Rezept für die 60 Minuten.

Mit Ismaning wolle sie vorne mitspielen in der Bayernliga, möglichst die Aufstiegsspiele erreichen. Es soll für Ulla Brehm noch einmal in die Dritte Liga gehen ist ihr Ziel. Das Gastspiel in Etwashausen wird zum Wochenendbesuch bei Freunden genutzt. Ihre Eltern, wie auch die ihres Lebensgefährten, werden zum Spiel kommen. Das gemeinsame Ausgehen nach dem Spiel mit den alten Bekannten ist fest eingeplant.


  



Von unserem Mitarbeiter Andreas Stöckinger

 


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