Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewannen die Ismaninger Damen am Samstag bei der HSG Fichtelgebirge mit 20:28 (5:14).
Nach dem schlechten Start ins neue Jahr musste in der vergangenen Woche eine kleine Krisensitzung vom Trainergespann Matthias Schwer und Manfred Königsmann einberufen werden. Die Defizite waren allen klar, doch musste bis zu diesem Wochenende hauptsächlich an der Einstellung gearbeitet werden. Im Training wurde bereits der Grundstein für die Kehrtwendung gelegt.
Im Fichtelgebirge angekommen zeigten sich die Isis als geschlossenes Team und präsentierten sich ab der ersten Minute als hochkarätige Bayernligamannschaft. Aus der starken Abwehr heraus spielten die Damen mit Tempo nach vorne und verwandelten die gegebenen Chancen sicher. Vor allem Paulina Spurk konnte bei ihrem dritten Spiel für die Isis glänzen und war bis zum 1:5 bereits drei mal erfolgreich.
Bis zur Halbzeit änderte sich nichts an der Dominanz der Ismaningerinnen. Die HSG war sichtlich ratlos. Schafften sie es einmal die Abwehr zu überwinden scheiterten sie an den Torhüterinnen, die beide durch ihre Paraden glänzten.
Mit einem sehr guten 9-Tore-Vorsprung ging es in die Kabine.
In der zweiten Hälfte legten die die Gastgeberinnen nochmal eine Schippe drauf und machten klar, dass sie sich in eigener Halle nicht kampflos geschlagen geben. Bereits von der ersten Minute an spielten sie in der Defensive mit einer doppelten Manndeckung auf den beiden Halbpositionen. Die Isis ließen sich aber zunächst nicht aus der Ruhe bringen und nutzen die ihnen gegebenen Räume aus. Bis zum 11:19 schien alles perfekt zu laufen. Doch dann häuften sich die Ereignisse. Innerhalb von Minuten hagelte es strittige Zwei-Minuten-Strafen auf Seiten der Isis. Das Spiel in Unterzahl wurde bis kurz vor dem Ende zum Dauerzustand. Die HSG Fichtelgebirge mobilisierte noch einmal alle Reserven und zog im Angriff zudem das Tempo an. Nun waren es die Ismaningerinnen, die durch das Tempospiel der Gegner in die Bredouille gerieten. Das Spiel wurde hektisch und die Damen verloren durch einige unclevere Aktionen die Bälle im Angriff. Zehn Minuten vor Ende war das Halbzeitpolster bis auf drei Tore geschrumpft.
Beim Stand von 19:22 schien da Spiel zu kippen. Durch eine Auszeit gab Trainer Matthias Schwer seiner Mannschaft noch einmal einen Tritt in die richtige Richtung. Mit der richtigen Präsenz zurück auf dem Platz zeigten die Isis den lang verschollenen Siegeswille. Mit Ruhe und Geduld spielte man die nächsten Chancen heraus und wurde am Ende immer mit einem Tor belohnt. Die Ismaninger Abwehr schien wie auch in der ersten Hälfte unüberwindbar. Der HSG gelang bis zum Ende nur noch ein Treffer. Mit dem Schlusspfiff und einem 20:28 Endstand stand der Mannschaft die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben. Was für ein toller Start in die Rückrunde!
Auch in der Tabelle hatten die zwei Punkte eine erfreuliche Auswirkung. Von Rang 6 ging es einen Platz nach oben.
Die Isis werden in den nächsten Wochen weiterhin hart an sich arbeiten um zu alter Stärke zurückzufinden.
Es spielten:
Elisabeth Gschwendter, Janine Völkl (beide im Tor) Jana Schöffmann (4), Lisa Frank, Melanie Leitl (2), Steffi Oberhuber (3), Judith Müller (1), Paulina Spurk (9/5), Franzi Lang (2), Kiki Walter (3), Franzi Benick (4), Isabel Dulias
Bericht von Franzi Lang