Sieg in Dachau: Damen 1 setzen dickes Ausrufezeichen im Kampf an der Tabellenspitze
Mit einem 24:23 Erfolg beim ASV Dachau haben die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning bewiesen, dass der Weg zur Meisterschaft nur über sie führt. Damit halten die „Isis“ den Druck auf Tabellenführer Bergtheim aufrecht und Dachau vorerst auf Distanz.
Die Ausgangslage und vor allem die Bedeutung des Spiels war für beide Teams gleich: ein Schlüsselspiel; keine Partie wie jede andere. Dafür steckte zu viel Brisanz aufgrund der Tabellenkonstellation in diesem Aufeinandertreffen. Dank einer geschlossenen und kämpferisch hervorragenden Mannschaftsleitung konnte der TSV Ismaning dieses Spitzenspiel für sich entscheiden und somit ein klares Statement an die Konkurrenz schicken. „Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen. Aber dieser Sieg war natürlich ein ganz wichtiger“ befand Rosi Hascher.
Auch Trainerin Aniko Keczkone wusste ganz genau, wie dieser Erfolg einzuordnen ist: „Hier werden nicht viele gewinnen. Denn der ASV ist zu Hause sehr stark.“ Für Dachau war es die erste Heimpleite der Saison und somit ein Dämpfer, doch Coach Bernhard Karg versuchte zu relativieren: „Dass wir auch mal Punkte lassen, damit musste gerechnet werden. Wir wollen oben dran bleiben, aber befassen uns nicht mit Meisterschaftstheorien.“
Mitte der ersten Hälfte schien es allerdings noch in die richtige Richtung für den ASV zu gehen. Fehler im Spielaufbau und Konzentrationsschwächen bei den „Isis“ sorgten dafür, dass sie mit 4:8 hinten lagen (15. Minute). Dann allerdings war Rosi Hascher die Initialzündung für die Wende. Sie brachte Ismaning mit drei Toren in Folge auf 7:8 heran (20. Minute). „So eine Serie gibt ein gutes Gefühl und auch die nötige Sicherheit. Dann wird dir klar, dass man es trotz Rückstand schaffen kann.“ Der TSV kam jetzt immer besser in Fahrt. Franzi Lang sorgte für den 8:8 Ausgleich und zur Pause hatte sich das Team von Aniko Keczkone eine 13:11 Führung erspielt.
Nach dem Seitenwechsel baute Amelie Bayerl mit drei Toren nacheinander den Vorsprung auf 16:12 aus (38. Minute). Dachau schaffte es zwar, sich auf 15:16 heran zu kämpfen (42. Minute). Ismaning jedoch ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, hatte die passende Antwort parat und zog wieder auf 22:17 davon (51. Minute). „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Der TSV hat gute Deckungsarbeit geleistet und das Umschaltschaltspiel hat auch funktioniert“, analysierte ASV-Trainer Karg.
Dennoch wurde es nochmals spannend, als Dachau rund 30 Sekunden vor dem Ende auf 23:24 verkürzte, am verdienten Sieg für Ismaning änderte dies jedoch nichts mehr. „Es war ein sehr schnelles Spiel, das haben wir erwartet“, so Hascher. „Dachau hat stark gespielt und uns alles abverlangt. Aber wir waren clever genug, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen.“
Damit hat Ismaning nach dem Sieg gegen Bergtheim (28:22) nun die zweite Partie gegen einen direkten Konkurrenten an der Tabellenspitze für sich entschieden. Ein wichtiger Faktor, zumal Bergtheim und Dachau noch nicht gegeneinander angetreten sind. Die „Isis“ haben als Tabellenzweiter (15:3 Punkte) ihre Ansprüche damit untermauert und bleiben am Führenden HSV Bergtheim dran (16:2 Punkte). Der ASV Dachau steht weiterhin auf Platz 3 (12:4 Punkte).
Für den TSV Ismaning geht es nun mit dem letzten Heimspiel des Jahres weiter. Am Samstag ist die HG Zirndorf zu Gast (17:30 Uhr).
Für den TSV Ismaning spielten und trafen:
Elisabeth Gschwendtner, Magdalena Frey (beide im Tor), Rosi Hascher (6), Amelie Bayerl (5), Franzi Lang (4), Kathi Tischler (3), Steffi Oberhuber (2), Andrea Keczko (2), Melanie Leitl (1), Helena Lorenz (1), Kathleen Braun, Lisa Frank, Kirsten Walter, Sophie Pramberger