Später Schlussspurt macht den Heimsieg deutlich

Von Benno Halbig am 20.10.2026 in Herren, Herren 1

TSV Ismaning – ASV Dachau 26:17 (15:9)

Vor gut gefüllten Rängen in der Isarena feierte der TSV Ismaning in der Oberliga Männer Süd einen am Ende deutlichen 26:17-Heimsieg gegen den ASV Dachau. Dabei entwickelte sich zunächst eine umkämpfte Partie, in der die Gastgeber nur schwer ihren Rhythmus fanden. Erst ein starker Schlussspurt vor der Halbzeit und eine beeindruckende Schlussphase nach dem Seitenwechsel sorgten für klare Verhältnisse. Für Max Högl war es das erste Heimspiel als Trainer des TSV Ismaning. Aufseiten der Gäste kehrte Tobias Burgmair erstmals an seine frühere Wirkungsstätte zurück.

Die Ismaninger taten sich zu Beginn schwer, ins Spiel zu finden. Im Angriff fehlte zunächst die nötige Durchschlagskraft, während Dachau seine Chancen konsequent nutzte und früh vorlegte. Nach elf Minuten lagen die Gastgeber mit 4:5 zurück. Auch in der Folge fand der TSV zunächst keine entscheidenden Lösungen und scheiterte wiederholt am Torhüter der Gäste. Beim Stand von 5:6 nahm Max Högl in der 17. Minute schließlich die erste Auszeit.

Diese zeigte Wirkung: Ismaning drehte die Partie und ging beim 7:6 erstmals in Führung. Doch Dachau ließ sich nicht abschütteln und glich zum 8:8 aus. In der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es den Hausherren jedoch zunehmend, das Spiel an sich zu reißen. Aus einer knappen 10:9-Führung machten sie einen beeindruckenden Fünf-Tore-Lauf. Achhammer verwandelte kurz vor dem Pausenpfiff einen Siebenmeter zum 15:9. Damit blieb Dachau nahezu zehn Minuten ohne eigenen Treffer.

Nach dem Seitenwechsel schien Ismaning zunächst an die starke Schlussphase der ersten Hälfte anknüpfen zu können. Doch die Gäste gaben sich keineswegs geschlagen und kämpften sich Tor um Tor zurück in die Partie. Die Gastgeber agierten zunehmend fahrig und ließen im Angriff die nötige Konsequenz vermissen. So schmolz der Vorsprung immer weiter zusammen, bis Dachau in der 49. Minute beim Stand von 18:17 wieder bis auf ein Tor herangekommen war. Die Partie drohte damit erneut zu kippen.

In der entscheidenden Phase bewies der TSV jedoch Nervenstärke und unterstrich, warum die Mannschaft in dieser Saison bislang so erfolgreich auftritt. Die Ismaninger erhöhten das Tempo, stabilisierten ihre Defensive und ließen in den letzten zehn Minuten keinen einzigen Gegentreffer mehr zu. Gleichzeitig lief die Offensive nun auf Hochtouren: Mit einem beeindruckenden 8:0-Lauf machten die Hausherren den Heimsieg endgültig perfekt und stellten auf 26:17. Teschner und Köhler setzten mit ihrem Tempo wichtige Impulse, ehe Jockel in der 60. Minute den Schlusspunkt setzte.

Fazit: Der deutliche Endstand täuscht über den lange Zeit umkämpften Spielverlauf hinweg. Ismaning benötigte einige Minuten, um im Angriff seinen Rhythmus zu finden, und ließ Dachau nach der Pause noch einmal gefährlich nahe herankommen. Umso beeindruckender war die Reaktion in der Schlussphase: Mit einer stabilen Abwehr, höherem Tempo und einem 8:0-Lauf sicherten sich die Gastgeber letztlich einen klaren Heimsieg. Damit bleibt der TSV Ismaning auf Erfolgskurs und kann auf einer überzeugenden Schlussphase aufbauen.

 

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