Nervöse Blicke, angespannte Gesichter - die Aufregung, sie war den Damen III des TSV Ismaning am Samstagnachmittag vor Spielbeginn deutlich anzumerken. Ob es nun am ersten Heimspieltag, den zahlreich erschienenen Zuschauern, dem als recht unangenehm in Erinnerung gebliebenen Gegner oder an allem zusammen lag - man weiß es nicht.
Allzu lange hielt sich mit dieser Frage jedoch auch kaum jemand auf angesichts der Leistung, die die Mannschaft von Minute eins an auf dem Feld zeigte. Nervosi... was bitte? Mit dem Anpfiff schien jegliche Aufregung wie weggeblasen. Konzentriert und hochmotiviert startete das Team von Gabi Krabichler und Martina Schwaiger in die Partie und konnte schon nach wenigen Sekunden den ersten Torerfolg für sich verbuchen. Besonders die Defensive stand von Anfang an sehr stabil, störte den Gegner früh beim Spielaufbau und ließ den Milbertshofenerinnen wenig Raum für deren laufintensives Angriffsverhalten. So dauerte es über 5 Minuten, bis die Gäste ebenfalls einen ersten Treffer vorweisen konnten. Da jedoch auch die Isis in der Anfangsphase trotz guter Leistung noch die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen ließen, gelang es den Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, sich erstmals entscheidend abzusetzen. Doch davon ließ sich die Mannschaft nicht beirren. Die Abwehrleistung blieb konstant auf hohem Niveau, und auch Ela Wimmer im Tor brachte die gegnerischen Spielerinnen ein ums andere Mal zum Verzweifeln. Mit fortschreitender Spieldauer gelang es den Ismaningerinnen zudem immer öfter, sich für die starke Defensivarbeit auch offensiv zu belohnen: Tor um Tor erspielte sich das Team einen immer größer werdenden Vorsprung, den Lisa Lutz direkt mit dem Pausenpfiff erstmals auf acht Tore hochschraubte. Mit der bisherigen Leistung ihrer Spielerinnen zeigten sich die beiden Isi-Trainerinnen in ihrer Halbzeitansprache mehr als zufrieden; sie mahnten die Mannschaft jedoch im selben Atemzug, sich nun bloß nicht auf der vermeintlich komfortablen 16:8-Führung nicht auszuruhen. Denn der Gegner hatte bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass er die nötige spielerische Stärke besitzt, um auch einen solchen Rückstand noch zu drehen.
Und dass sie es mit aller Kraft genau darauf anlegten, daran ließen die Milbertshofenerinnen nach Wiederanpfiff keinen Zweifel. Das bereits recht schnelle Spiel nahm noch einmal an Geschwindigkeit zu, als die Gäste das Tempo im Umschaltspiel deutlich erhöhten, und auch die Eins-gegen-Eins-Duelle gestalteten sich nun um einiges intensiver als zuvor. Doch die Gastgeberinnen gingen die Tempoverschärfung mit, kämpften ebenso leidenschaftlich wie Milbertshofen um Ballgewinne und Torerfolge, und ließen den Vorsprung zu keiner Zeit geringer als sieben Tore werden. So sehr sich die Gäste auch gegen die drohende Niederlage stemmten, so entschlossen drängten die Isis auf den Sieg - und behielten in diesem aufreibenden Kräftemessen letztlich die Oberhand. Mit einer starken, geschlossenen Mannschaftsleistung, unterstützt durch die tolle Stimmung in der Halle, erspielten sich die Damen III in einer hochklassigen Bezirksliga-Partie so schließlich einen verdienten 28:18-Sieg, der definitiv Lust auf mehr macht.
Das nächste Spiel bestreitet das „Team Schee“ bereits am kommenden Sonntag, 20. Oktober, um 18:30 Uhr auswärts gegen einen alten Bekannten, den TSV Forstenried. Die Isis würden sich freuen, wenn sie dort bei der Jagd nach den nächsten zwei Punkten erneut von zahlreichen Fans unterstützt werden!
Es spielten: Ela Wimmer (Tor), Manu Lombardo (7/4), Sara Lutz (1), Vane Wittmann (5), Manu Brosig (3), Natti Jörges (4), Lulu Müller (1), Isi Schömig (1), Lisa Lutz (6)