Starke zweite Halbzeit entscheidet: Isardevils drehen JHBL-Spiel gegen Kappelwindeck/Steinach

Von Peter Graml am 26.01.2026 in Jugend, wB Jugend

Trotz weiterhin extrem angespannter Personalsituation – ganze neun Spielerinnen fehlten – zeigte die weibliche B-Jugend des TSV Ismaning in der Jugendhandballbundesliga eine bemerkenswerte Leistung. Die große Frage vor dem Anpfiff lautete: Ist man unter diesen Voraussetzungen überhaupt JHBL-wettbewerbsfähig? Die Antwort lieferten die Isardevils vor allem nach der Pause selbst.

Der Beginn der Partie war auf beiden Seiten zerfahren. Drei technische Fehler auf Ismaninger Seite standen einem frühen 1:0 gegenüber. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Ismaning insgesamt gefälliger agierte, während die SG Kappelwindeck/Steinach ihre Angriffe meist konsequent über die rechte Seite aufzog. Zwischenstände wie 3:3 (7.), 5:5 (12.) und 8:8 (15.) spiegelten den offenen Schlagabtausch wider. Die Devils waren im Eins-gegen-eins sowie über den Kreis erfolgreich, Kappelwindeck kam immer wieder über die Außen zum Torerfolg. Beim 8:9 nahm Ismaning die erste Auszeit, doch es waren zunächst die Gäste, die sich dank etwas schnellerer Abläufe erstmals auf zwei Tore absetzen konnten (9:11, 19.). Ismaning blieb jedoch kämpferisch und glich zum 11:11 aus. Nach einer überstandenen Zeitstrafe (13:13, 25.) schlichen sich bei den Devils allerdings zu viele Fehler und ungeschickte Abwehraktionen ein, was Kappelwindeck mit vier schnellen Toren nutzte. Dennoch verkürzte Ismaning noch vor der Pause – mit einem knappen 17:18 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Isardevils wie ausgewechselt. Die Abwehr wurde von 6:0 auf ein offensives 3:2:1 umgestellt, Torhüterin nahm den Außen konsequent die kurze Ecke, und mit der zur Halbzeit hinzugekommenen Louisa Wutz gewann die Defensive spürbar an Stabilität. Ismaning eroberte nun deutlich mehr Bälle und kam so zu einfachen Treffern oder zumindest in ein wesentlich besseres Tempospiel. Kappelwindeck tat sich mit den Umstellungen zunehmend schwer. Zwar blieb es bis zum 22:24 (43.) noch eng, doch dann kippte das Spiel endgültig. Auch die beiden jungen C-Jugendlichen auf den Außenpositionen fanden immer besser ins Spiel, und ein beeindruckender 7:0-Lauf brachte Ismaning bis zur 50. Minute mit 29:24 in Führung – die Vorentscheidung.

Am Ende stand ein absolut verdienter Sieg der Devils, getragen von einer starken zweiten Halbzeit und großem kämpferischem Einsatz. Nun bleibt aus Ismaninger Sicht zu hoffen, dass nach und nach zumindest einige der neun verletzten Spielerinnen zurückkehren können – auch wenn dies bei manchen noch Wochen oder sogar Monate dauern wird. An der Moral und dem Potenzial dieses Teams lässt dieser Auftritt jedenfalls keine Zweifel. 💪🤾‍♀️

Artikel Bernd Dreckmann

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