Das Risiko sich zu verletzen, begleitet jeden Sportler, ganz besonders Handballer. Es gibt viele Faktoren, die das Verletzungsrisiko verkleinern oder vergrößern.
Eine Studie der Universitätsklinik Regensburg, deren sportwissenschaftliches Institut ein FIFA-Medizinzentrum ist, soll nun einige der Risikofaktoren für Sprunggelenk und Knie früh erkennbar machen.
Die A-Jugendteams der ISIS nehmen an der Studie teil.![]()
Mit einer Unzahl von Kameras, Lichtschranken, einem elektronischen Wackelbrett und mindestens drei PCs kam am Freitag Dr. Lenny Achenbach, ein guter Freund und Bekannter von Flo und Manfred Bamberger in die Ismaninger Realschulhalle. Mit zwei weiteren Ärzten baute er vier Stationen auf, mit deren Hilfe der Zustand der unteren Extremitäten der A-Jugendlichen gemessen werden konnte: eine Sprintstrecke, zwei Sprungpunkte und ein elektronisches Wackelbrett.
Den Sinn dieser besonders spannenden Aufgabe erklärte Lenny den Teilnehmerinnen und Teilnehmern so: „stell Dir vor Du bist in den letzten Minuten des Spiels. Du bist müde. Während eines Sprungwurfes bekommst Du einen Stoß in der Luft und musst nun auf einem Fuß „notlanden“. Es ist enorm wichtig, dass Dein Gehirn über die Stellung Deines Fußes richtig Bescheid weiß. Glaubt Dein Gehirn, er stünde gerade, während er aber abgewinkelt ist, kommt es zur Landung auf der Außenkante, umknicken und einer eventuellen Verletzung. Das Gerät misst die Geschwindigkeit, mit der Du auf Lageveränderungen des Fußes reagierst. Wenn Du das schnell kannst und andere langsam, könnte ein Zusammenhang mit entsprechenden Verletzungen bestehen. Das wollen wir herausfinden.“
Die Spielerinnen und Spieler absolvierten alle vier Stationen und Dr. Achenbach und seine Kollegen notierten die Ergebnisse. Jedes Team erhält eine entsprechende Auswertung, ebenso wie die Spieler. Sollte unerwartet eine Verletzung auftreten, kann man mit Hilfe dieser Werte ermitteln, was in der Rekonvaleszenz zu tun ist, um diesen Zustand wieder zu erreichen, ob man zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder in das Training oder Wettkampfspiele eintreten kann oder besser noch wartet. ![]()
Am Ende der Saison wird die Messung wiederholt und dann können Trainer und Spielerinnen feststellen, wie sie sich entwickelt haben.
Eine gelungene Aktion, die nicht nur eine große Hilfe für die Studie ist, sondern auch den Ismaninger A-Jugendlichen viel Information über ihren körperlichen Zustand und ihre Fitness gibt.