TSV 2000 Rothenburg - TSV Ismaning 27:23 (14:10) - Spielbericht

Von am 05.02.2014 in Allgemein, Archiv

Ei, ei, ei – jetzt wird’s schwer.


Die Aufsteiger aus Ismaning hielten dem Druck beim Abstiegsgipfel in Rothenburg nicht stand. Ohne Selbstvertrauen und völlig verunsichert brachte die Mannschaft nicht die erhofften zwei Punkte unter Dach und Fach.

Beiden Teams merkte man in der Anfangsphase an, dass viel auf dem Spiel stand. Hüben wie drüben wurde recht ruppig aber auch übernervös und auf mittlerem Landesliganiveau agiert. Rothenburg streifte den Hemmschuh früher ab, überraschte die Isis mit ihrer schnellen Spielweise und schlug die Gelbschwarzen in der Anfangsphase mit ihren eigenen Waffen. Nach einem 4:4 Zwischenstand  zogen die Tauberstädter, die den Kampf besser annahmen, auf 7:4 davon. Ismaning konnte keine „einfachen“ Tore erzielen. Zu langsam war der Spielaufbau, zu oft landete der Ball, der gepasst werden sollte im Nirwana. Hier machte sich die geringe Trainingsbeteiligung der letzten Wochen negativ bemerkbar. Die Ballsicherheit geht immer mehr verloren. Als Abwehrstratege Philip Stumpf bereits nach 15 Minuten die 2. Zeitstrafe auf dem Konto stehen hatte, musste er vorsichtiger agieren, um nicht mit „Rot“ vom Platz zu fliegen. Alex Deimel musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch verletzungsbedingt raus. Mit dem Pausenpfiff verkürzten die Isis den zwischenzeitlichen 5-Tore-Rückstand auf 14:10.

Eine Umstellung in der Abwehr machte Rothenburg zu schaffen. Die Krautgemeindler kamen näher. Beim 21:19 keimte noch einmal Hoffnung auf aber eine unterirdische Trefferquote verhinderten den durchaus möglichen Ausgleich. Wie so oft wurden die Big Points vergeben, während sie der Gegner machte. Rothenburg zog wieder auf 5 Tore davon. Dann verriet allein die Körpersprache der Gelb-Schwarzen den mitgereisten Zuschauern, dass man einen Punktgewinn abgehakt hatte. Es trat deutlich zu Tage, dass auf dem Feld eine Führungsperson fehlt, der wie anno 1974 Paul Breitner seine Stutzen hochzog damit das Signal zur Attacke setzte.

Von der herben Mannschaftskritik muss man zwei TSV-Akteure ausnehmen: Josy Stumpf, der bis zum Umfallen kämpfte und trotz Manndeckung 7 Tore erzielte und seinen Bruder Maxi Stumpf, der nach langer Verletzungspause eine mehr als ordentliche Leistung ablieferte. Das Ziel „Klassenerhalt wird man nicht erreichen, wenn man am Wochenende alles geben will aber nicht kann, da unter der Woche keine Grundlagen gelegt wurden.

Ach ja, das Endergebnis wollte ich noch mitteilen: 27:23 für die Rothenburger, die in der Gesamtheit mehr investierten. Jetzt kommen nacheinander mit Unterhaching und Fürstenfeldbruck der Tabellenzweite und der Klassenprimus. Da erwartet niemand was Zählbares. Vielleicht eine Chance für die Mannschaft, sich selbst wieder aufzurichten. Danke an Franz Deimel für’s Aushelfen.

TSV Team und Tore:

Josh Murgg und Franz Deimel (Tor),), Josy Stumpf (7), Markus Mundl (3), Tomasz Rolka (3), Florian Nortz (3/2), Andi Heilmeier (2), Philip Strumpf (2), Fabian Stoiber (1/1), Alex Deimel (1), Ingemar Pohl, Benjamin Krämer, Maxi Stumpf, Christoph Kellner
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