Den Grand ohne vier Buben hätte man nicht verlieren müssen. Zwar fehlten Teamchef Rudi Heiss mit F. Nortz, C. Kellner, T. Rolka und P. Stumpf ein Stammkräftequartett, dennoch wäre ein Sieg gegen die Tauberstätter drin gewesen.
Wie beim Skat üblich, wurde zunächst ausgeteilt. Das übernahmen die Rothenburger, die sehr aggressiv in die Partie gingen. Mit dem körperbetonten Spiel erarbeiteten sich die Gäste gleich einen 2-Tore-Vorsprung. Ausgeteilt haben in der 2. Runde dann folgerichtig auch die Schiris. Zunächst gelbe Karten, dann hagelte es Zeitstrafen und zuletzt auch eine rote Karte. Ruhe in die zerfahrene und hitzige Begegnung konnten sie aber über die gesamte Spielzeit nicht bringen, was aber nicht spielentscheidend war.
In der Anfangsviertelstunde ließ Ismaning unglaublich viel Chancen liegen. Es war schon ein „Kreuz“. Rothenburg hingegen versemmelte einen größeren Vorsprung, durch Abspielfehler. Parallelen zum letzten Heimspiel gegen Bayreuth waren unverkennbar. Als der Coach Mitte der ersten Hälfte eine Auszeit nahm und Keeper Michi Bähr einwechselte, wurde der heimische TSV stärker. Diesmal leider nur kurzfristig. Man kämpfte sich bis zum 8:8 heran. Bis zum Seitenwechsel stand das Kräftemessen immer noch unentschieden 13:13. Nur in dieser Phase war der Trainer mit der Abwehrleistung zufrieden. Ansonsten merkte man doch wieder den Ausfall des Defensiv-Chefs Philip Stumpf. Mit dem torgefährlichen Andi Heilmeier auf der Spielmacherposition und Alex Deimel am Kreis, der einen super Tag erwischte, sind besten TSV-Akteure schnell genannt.
Nach Wiederbeginn dezimierten sich die Rothenburger mehrfach selbst. Aber anstatt das Überzahlspiel zur eigenen Führung zu nutzen scheiterte man immer wieder am starken Tormann der Mittelfranken und lag plötzlich sogar in Rückstand. „Pik“antes am Rande: bei einer 6:4 Überzahl kassierte man 3 Tore bei nur einem eigenen Treffer. Ismaning schloss meist überhastet ab und über die Abwehrleistung haben wir schon gesprochen. Da war es sicherlich nicht förderlich, dass Ingemar Pohl mit einer Kopfplatzwunde ausgewechselt werden musste (siehe Titelbild). Rothenburg war irgendwie cleverer und hatte auf alles postwendend eine Antwort. Das zermürbte die Isis Stück für Stück. 3 Minuten vor dem Ende stellte Coach Rudi Heiss noch einmal auf Manndeckung um, da man 4 Treffer hinten lag. In kurzer Zeit kamen die Gelb-Schwarzen noch einmal auf 29:31 heran. Man spielte zwar mit „Herz“ aber ohne Glück. Als 50 sec. vor dem Ende eine Siebenmeterchance vergeben wurde, um auf 1 Tor zu verkürzen, war die Begegnung zugunsten der Gäste, die immer dagegen hielten und genauso viel Kampfgeist zeigten wie die Krautgemeindler, entschieden. Wer beim Skat keine 30 Punkte erzielt ist Schneider. Beim Handball hast du die Begegnung verloren, wenn der Gegner 33 Treffer erzielt und du nur 29. Aber wenn ein Bayer schon den preußischen Skat drischt...
Hab ich schon erwähnt, dass die Ismaninger Torwarttrainerin „Caro“ Brosig heißt?
TSV Team und Tore:
Josh Murgg und Michi Bähr (Tor), Alex Deimel (6), Josy Stumpf (6/4), Markus Mundl (5), Andi Heilmeier (5), Tobi Stoiber (3), Fabian Stoiber (2), Ingemar Pohl (1), Markus Neubauer (1), Benjamin Krämer, Maxi Stumpf, Jörg Feinauer
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