TSV Ismaning - TSV Ottobeuren 35:25 (14:14) - Spielbericht

Von am 26.03.2014 in Allgemein, Archiv

Seit einigen Wochen hat man das Gefühl, dass die Mannschaft um Trainer Rudi Heiss jetzt richtig in der Bayernliga angekommen ist. Die Truppe geht sehr konzentriert die Aufgaben an und rackert von der ersten bis zur letzten Minute. „Da ist wieder etwas zusammengewachsen, das man hegen und pflegen sollte.“ Beim Abstiegsgipfel gegen Ottobeuren legte man zu den zuletzt gezeigten guten Leistungen noch mal eine ordentliche Schippe obendrauf. Jeder TSV-Fan, der das Spiel verpasst hat, der darf sich ruhig ordentlich ärgern. Denn nach der Partie musste man konstatieren: Absolut Bayernligatauglich. Nein, nicht nur die Mannschaft, auch die rund 430 Zuschauer. Denn diesmal sprang der Funke vom Parkett auf die Tribüne über und die Realschulturnhalle mutierte zur „Hölle Süd“. Bei so einem Rahmen sind die Gelb-Schwarzen bekanntlich zu „Großem“ fähig. Und sie riefen wirklich alles ab....

Es gelang ein Start nach Maß. Schnell lag man 4:1 vorne. Dann übernahm für rund 10 Minuten Ottobeuren das Kommando. Über die Achse Patrick Kofler im Rückraum und Mathias Hubald machten die Gäste Druck und waren nur schwer zu stoppen. Mittelmann im TSV-Abwehrblock, Benni Krämer, hatte sich Mitte der ersten Hälfte schon die zweite 2-Minutenstrafe eingehandelt. Ottobeuren lag plötzlich 6:10 in Front. Trainer Rudi Heiss stellte seine Abwehr um. Außerdem wurde der Spielmacher der Allgäuer, Patrick Kofler, durch Manndeckung aus der Begegnung genommen. Diese taktische Maßnahme brachte zwei Vorteile für die Krautgemeindler mit sich. Erstens kam der Rückraumshooter nicht mehr zu seinen gefährlichen Distanzwürfen und zweitens wurden seine Kreisanspiele unterbunden. Ab da bekamen die körperlich weit unterlegenen aber aufopferungsvoll kämpfenden Ismaninger Oberwasser. Bis zum Pausenstand von 14:14 hatte man sich in der sehr intensiv geführten Begegnung wieder herangearbeitet.

Nach Wiederanpfiff konnten die Allgäuer noch einmal 15:14 in Führung gehen, da die Isis fast 5 Minuten den Ball nicht im Gästegehäuse unterbrachten. Aber durch eine super Vorstellung in der Abwehr mit Rückendeckung durch die beiden Keeper war das zu verschmerzen. Dann ging die Post ab in der Hölle Süd. Dem druckvollen Angriffsspiel der Krautgemeindler, die eine großartige Trefferquote hinlegten, konnten die Gäste nicht mehr folgen und mussten abreißen lassen. Während der Aufsteiger die Verantwortung auf viele Schultern verteilen konnte, und ohne Leistungsabfall durch entsprechende Wechsel Kräfte sparen konnte, merkte man bei Ottobeuren doch einen gewissen Substanzverlust, wenn die Leistungsträger eine Pause brauchten. Ismaning nutzte das aus. Ottobeuren wurde in der zweiten Hälfte regelrecht überrollt. Auch eine rote Karte gegen Maxi Stumpf machte sich nicht mehr negativ bemerkbar.

In der 54. Spielminute spürte man bei den Gästen, dass sie sich mit der Niederlage abgefunden hatten. Bis dahin hatten sie leidenschaftlich versucht, den Punktverlust abzuwenden. Beim Schlusspfiff stand ein 35:25 Erfolg auf der Anzeigentafel. Damit hat man den direkten Vergleich mit Ottobeuren gewonnen. Die Höhe des Erfolges kann auch noch mal wichtig werden, wenn am Saisonende mehrere Mannschaften in der Abstiegsregion punktgleich sind.

Eigentlich sollte man an so einem Tag niemanden aus der Mannschaft hervorheben, da sie erneut so unglaublich gut als Team funktionierte.

Dennoch sind die 10 Tore von Alex Deimel und seine klasse Manndeckung auf den gegnerischen Spielmacher bemerkenswert und dürfte ihn zum Spieler des Tages avancieren lassen.

All diejenigen, die der Mannschaft gewisse Getränkestiefel bei einer Siegesserie oder Nichtabstieg in Aussicht stellten, dürfen schon mal ihre Sparschweinchen schlachten. Vor allem dann, wenn die Mannschaft weiter so zielorientiert arbeitet.

TSV-Team und Tore: Josh Murgg, Daniel Schappert (alle Tor), Alex Deimel (1o). Josy Stumpf (7/1), Philip Stumpf (6), Flo Nortz (5), Fabian Stoiber (4), Ingemar Pohl  (2), Markus Mundl (1), Benni Krämer, Maxi Stumpf, Maxi Karsten, Andi Heilmeier, Tomasz Rolka

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