Es war eine Sache der Einstellung, der Motivation, der Bereitschaft vor allem in der Abwehr Handball spielen zu wollen. Doch zur Verteidigung der Mannschaft ist zu sagen, dass dies alles andere als leicht war am vergangenen Wochenende beim Heimspiel gegen Unterhaching. Die normalerweise zahlreichen Fans waren durch Christkindlmarkt, durch Auswärtsspiele der Damenteams oder durch Weihnachtsfeiern verhindert, so wurden die Männerakteure durch eine Negativkulisse überrascht. Hinzu kam, dass mit Andreas Heilmeier (Langzeitverletzt) und Jörg Feinauer (Prellung Rippe), wichtige Spieler angeschlagen waren und eigentlich nicht eingesetzt werden sollten. Hinzu kam, dass Christoph Ilg auf einer Weihnachtsfeier beruflich unterwegs war, die A-Jugendlichen Michael Bähr und Christoph Kellner zeitgleich ein Spiel hatten und somit ihre Tore fehlten. Unter diesen Vorzeichen dann eine entsprechende Einstellung zum Spiel gegen einen "Back-Banger" (engl. Wort für "Hinterbänkler" in der Schule) zu finden, ist trotz Vorwarnungen durch Trainer Heiss nicht leicht gewesen. In der ersten Hälfte wurde diese Einstellung vergeblich gesucht. In der Abwehr agierte man zu passiv, spielte gegen die Halbakteure Hachings zu defensiv und auch in der Rückwärtsbewegung schafften es die nicht besonders schnellen Gäste zu 3 Kontertoren. Man war zwischenzeitlich mit 3 Toren im Rückstand (7:10) und erster Unmut machte sich breit. Die 6:0 Abwehr wurde nach einigen Auswechselungen dann aktiver und auch im Angriff wuchs jetzt die Trefferquote der unzähligen Kontermöglichkeiten, sodass es zur Halbzeit ausgeglichen 14:15 stand. Die Halbzeitansprache des Trainers war kurz und laut - es folgten weitere laute, motivierende Worte von einigen Spielern und man hatte begriffen, dass es heute kein Spaziergang werden würde. Nach dem Pausentee ging die Suche nach der Einstellung bei einigen Spielern weiter, sodass es zur Seltenheit kam, dass auch ruhige Abwehrspieler ihre Nebenleute mit deutlichen, lauten Worten wachrütteln mussten. Nach 15:17 platze dann endlich der Knoten und über ein 21:20 drehte man das Spiel zum 28:20. Hier stachen als Goalgetter vor allem Ingemar Pohl und Tomek Rolka heraus, die mit ihren zusammen 12 Toren - meist durch Konter oder 2.Welle für eine Vorentscheidung sorgten. In der Abwehr wurde nun auch aggressiver gespielt, sodass an dem dann verdienten Sieg keine Zweifel mehr aufkamen. Endstand 33:25. Mit der Leistung in HZ 2 können die Jungs zufrieden sein, hier stimmte Einstellung und Laufbereitschaft - doch ist es wichtig, dass genau hier für das kommende Spiel gegen Milbertshofen angeknüpft wird und sich jeder Einzelne versucht zu überlegen, wie er mit einigen Änderungen vielleicht beim Aufwärmen, vielleicht woanders etwas beitragen kann, dass in den kommenden Partien - auch gegen "Bank-Bangers" - die richtige Einstellung schneller gefunden wird! In der letzten Woche noch heftig im Feuer der Kritik, erwiesen sich die Schiedsrichter Thomas Wichmann (SG Süd Blumenau) sowie sein regulärer Partner Isidor Perstorfer (TSV Ebersberg) als gute Spielleiter und glänzten mit einer unauffälligen, souveränen und sympathischen Schiedsrichterleistung. Sehr gute Entscheidungen waren im Stürmerfoul, bei Schritte und beim Siebenmeter eine Häufigkeit, sodass das Team die Leistung aus der Vorwoche mehr als wieder gut machen konnte - was in diesem Bericht auch seine Erwähnung bei einer Niederlage gefunden hätte! Team & Tore: Franz Deimel & Michael Haeffner (Tor), Christopher Leber (2/1), Sebastian Haeffner (3), Jörg Feinauer (2), Ingemar Pohl (5), Tomek Rolka (7), Philipp Mock (2/1), Alexander Novakovic, Roland Heilmeier (1), Andreas Heilmeier, Matthias Schwer (3), Markus Mundl (5) und Frank Zeman (3) Bericht von Alexander