Am vergangenen Sonntag reiste die erste Damenmannschaft des TSV Ismaning zum Auswärtsspiel in das entlegene Fichtelgebirge zur HSG und konnte dort nach einer turbulenten Partie mit 27:23 (15:13) als Gewinner vom Platz gehen. Durch diesen Sieg schieben sich die Isis in der Tabelle weiter nach vorne auf den nun zweiten Platz.
Die Begegnung bei der HSG Fichtelgebirge nahm teilweise chaotische Züge an und nach dem Abpfiff wurde in und zwischen beiden Lagern nur noch über die extrem harte und schwankende Linie der Unparteiischen diskutiert, die dem Spiel durch zahlreiche Zeitstrafen eine unnötige Turbulenz bescherten. Am Ende sollte aber das Sportliche entscheiden und gerade in einer solchen Begegnung kann man individuell sowie mental nur wachsen und Nervenstärke wie auch Geschlossenheit demonstrieren.
Weg von der Bühne der Makulatur hin zum eigentlichen Spiel begann dieses für die Gäste aus Ismaning relativ erfreulich und abgesehen von anfänglichen Schwächen in Abwehr und Angriff auch nahezu fehlerfrei. Über ein 2:0 in der dritten Minute sowie dem zwischenzeitlichen Ausgleich der HSG zum 2:2 in der siebten Minute spielten sich die Isis bis zur 10. Minute einen komfortablen 6:2 Vorsprung heraus. Als dann die turbulente Phase begann, konnten die Gastgeberinnen die Unruhe nutzen und in der 18. Spielminute den Ausgleichstreffer zum 8:8 erzielen. Auf Ismaninger Seite waren hierbei zahlreiche technische Fehler im Angriff die Einladung zu den gegnerischen Gegenstößen. Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit war die Partie dann sehr ausgeglichen und erst die beiden Treffer von Wiebke Orth zum 12:11 (26. Min) bzw. 13:11 (27. Min) verschaften dem TSV wieder etwas Luft. Diesen Vorsprung konnte Ismaning dann auch beim Halbzeitstand von 15:13 mit in die Kabine nehmen.
In Unterzahl aus der Pause kommend und mit mangelnder Konzentration im Angriffsspiel gelang den Isis ein schlechter Start in die zweite Hälfte, was der gastgebende Aufsteiger zu nutzen wusste und innerhalb weniger Minuten mit 15:16 in Führung ging. In einer erneut schwierigen Phase des Spiels gelang es den Gästen von der Isar lange Zeit nicht, wieder zurück in die Partie zu finden und nach 43 gespielten Minuten mussten die Ismaninger Damen beim 17:20 den deutlichsten Rückstand in dieser Begegnung hinnehmen. Um seinen Spielerinnen die nun dringend notwendigen aufbauenden Worte mitgeben zu können, nahm TSV-Trainer Lohmann umgehend das ersehnte Team-Timeout, welches auch den erhofften Effekt hatte. Schnell gelangen den Isis durch eine starke Leistung in der Abwehr die Anschlusstreffer zum 18:20 (44. Min) bzw. 19:20 (45. Min) und nach 48 gespielten Minuten klappte es auch mit dem Ausgleich zum 20:20. Jedoch erst knappe zehn Minuten später, während denen die Spannung nicht mehr zu toppen war, setzten die Damen des TSV Ismaning zum entscheidenden Endspurt an und erzielten zwischen der 57. und 59. Minute vier Treffer. Am Ende konnten die Gäste mit dem 27:23 Siegtreffer und dem darauf folgenden Abpfiff den gelungenen Ausgang einer unfassbaren Partie feiern, die so hoffentlich keine Wiederholung erleben wird.
Es spielten: Ute Becker und Janine-J. Völkel (beide Tor), Kathrin Tischler (2), Sabine Krause (2), Isabel Dulias, Stephanie Oberhuber (2), Carolin Elbert (1), Rosmarie Hascher (5/4), Alexandra Lorenz, Helena Hertlein (5), Carola Störch (1), Claudia Schöfbeck (4), Wiebke Orth