TSV Podiumsdiskussion - Bürgermeisterkandidaten mit unterschiedlichen Ansichten

Von am 11.02.2014 in Allgemein, Archiv

Die Podiumsdiskussion des TSV Ismaning war mit über 150 Zuhörern sehr gut besucht. Die Ismaninger Sportlandschaft wollte von den drei Bürgermeisterkandidaten ihre Vorstellungen zu einer neuen Halle und weiteren Ideen hören. Unter den Augen von Michael Sedlmair sowie den Vorständen anderer Sportvereine führte Stefan Galler von der SZ durch den Abend.

Eingangs konnten Günter Glasner, Alexander Greulich und Josef Zettl ihre Beziehungen zum Ismaninger Vereinsleben und besonders zum Sport darlegen, sowie wurde das Thema Gymnasium behandelt. Inhaltlich waren alle Kandidaten vom Gymnasium begeistert, wie auch von der Nachricht, dass die neue Bildungseinrichtung ins Telekom Tagungshotel einziehen könnte. Vom Auftreten und Präsentieren der Kandidaten bemerkten die Zuhörer aber sofort Unterschiede.

Dann stieg Stefan Galler in die Sporthallenthematik ein und befragte die anwesenden TSV Vertreter auf dem Podium über den Status Quo. TSV Chef, Stephan Schäffler berichtete aus den letzten 10 Jahren der Sporthallendiskussion und dass man sich beim TSV jetzt nicht mehr hinhalten lassen möchte. Er bekam für diesen Satz viel Applaus. Alexander Novakovic, der Initiator der Podiumsdiskussion, war als Handball Abteilungsleiter anwesend und stellte fest, dass die TSV Sportler zwei große Problembereiche hätten. Zum einen die Trainingszeitenbaustelle, zum anderen die, der mangelhaften Infrastruktur vor allem für die Handballheimspieltage. Eine Kloschüssel für 300 weibliche Fans, ein Hallenverkauf ohne geeignete Zubereitungsflächen, keine Lagerplätze für Getränke, fehlender Platz für Zuschauer etc. waren hier die Beispiele. Bei den Trainingszeiten hat Novakovic seit Jahren immer wieder einen Aufnahmestopp im Kinderbereich. "Das Komische ist, wir haben mit jeder Ismaninger Schule Partnerschaften, müssen jedoch den meisten absagen, weil wir keinen Platz haben! Der hohe Aufwand wird so zur Farce!" Er berichtete aber auch von den anderen Ballsportlern, wo Volleyball eine ganze Mannschaft wegen einer fehlenden Zeit verloren hat, oder dass die teils erst 10jährigen U12 Basketballer nach 19:00 Uhr trainieren müssen. Leichtathleten, Kampfsportler und Tischtennis bräuchten auch mehr Platz, die Kellerräume der Osterfeldhalle reichen meist nicht mehr aus.

Ingrid Meier von der Turnabteilung stellte auch klar. "Auch wir haben immer wieder Aufnahmestopp beim Kinderturnen."

Novakovic schätzte die Mitgliederzahl, die seinem Verein wegen den Aufnahmestopps verwahrt bleiben bisher bei über 150 Kinder und Jugendliche.

Die Politiker antworteten darauf unisono, dass der Hallennotstand dringend behoben gehört. In der laufenden Diskussion kamen dabei 2 verschiedene Denkansätze heraus. Alexander Greulich (SPD) und Josef Zettl (CSU)  sehen die Sporthalle am neuen Gymnasium für den TSV, insbesondere für den Ballsport. Günter Glasner (FWG) brachte eine zweite, neue Halle am Sportpark parallel zum Gymnasium auf den Tisch. Laut Glasner, muss geprüft werden, ob eine zweite Halle am Sportpark möglich wäre. Diese noch sehr vage Aussage entkräftete der TSV Vorsitzende Schäffler prompt, denn solange könne sein Verein nicht mehr warten, er wolle schnell Gewissheit. Auch Fragen zur Finanzierbarkeit beantwortete Glasner nur vage und Greulich fügte hinzu, dass eine zweite Halle, neben der Gymnasium-Sporthalle schwer durch den Gemeinderat zu bringen wäre. Glasner bekam aber mit seinem Vorschlag große Aufmerksamkeit der TSV Sportler. Josef Zettl könnte sich eine neue Halle sehr gut vorstellen, die schwerpunktmäßig auf den Ballsport ausgelegt wird. Er schlug vor, die Sporthallen den Vereinen zuzuordnen und "Heimaten" zu schaffen.

Das eine Halle für den TSV notwendig ist, da waren sich alle Kandidaten einig. Letztlich wollte sich aber keiner zu 100% festnageln lassen, dass insbesondere die Handballer eine neue Heimat bekommen sollen. Die Formulierungen unter den Politikern ließ dies zwar verstehen, letztlich könnte man es aber auch anders sehen. Wahlkampf eben.

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