Was soll man von einem Spiel erwarten, bei dem zwei Spieler noch in der D-Jugend spielen dürfen, beide Trainerinnen verhindert waren, das kurzfristig engagierte Trainerteam aus der zweiten Herrenmannschaft erst 30 Minuten vor Spielbeginn in der Halle aufschlug und die Jugendlichen und deren Eltern sich bereits um 08:30 bei Regenwetter am Hain trafen. Aber der Reihe nach...
Die Isis reisten am Sonntag ohne Auswechselspieler und Trainer nach Landau an der Isar. Dank der guten Organisation der Trainerinnen konnten kurzfristig Nicolas und Rasmus aus der zweiten Herrenmannschaft gewonnen werden, das Team während des Spiels zu coachen. Dass das ein Glücksgriff war, sollte sich in den nächsten 60 Minuten zeigen.
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Zu Beginn zeigten die Landauer ein starkes Spiel, ließen den Ball laufen und hebelten die Ismaninger Abwehr ein ums andere Mal aus, sodass deren Führung über 6:3 und 9:5 in der ersten Halbzeit nie gefährdet war und in Ordnung ging. Trotz einer körperlichen Überlegenheit, viele Landauer spielen das zweite Jahr in der C-Jugend, konnten sich die Isis auf 15:12 heran kämpfen, schließlich gingen die beiden Teams beim Spielstand von 20:16 zur Halbzeit in die Kabinen. Sowohl eine geschickt gewählte Auszeit der Coaches als auch eine Umstellung auf Manndeckung waren die Garanten der Annäherung zum Halbzeitstand.
Was genau die Coaches in der Halbzeitpause den Spielern sagten oder was sie ihnen ins Futter mischten, lässt sich im Nachhinein nicht mehr lückenlos nachvollziehen. Die zweite Halbzeit startete mit vier Punkten in Folge für die Isis, sodass es 20:20 stand. Über 22:22 und 24:24 arbeiteten sich die Isis Punkt für Punkt über 24:27 zum finalen Stand von 28:34 heran.
Was war passiert? Die Ismaninger verteidigten solider als zu Beginn, sie nutzten Angriffe aus der zweiten Reihe und waren einfach präsenter. Viele Bälle erkämpften sie sich direkt aus den Händen der Landauer und spielten diese schnell nach vorne. Die Mannschaft zog an einem Strang und wollte den Sieg, dies war auch auf der Tribüne zu spüren. Kleinere Verletzungen wurden weggesteckt. Und: Den Landauern ging in der zweiten Hälfte die Puste aus, auch sie hatten nur einen Spieler zum Auswechseln.
Die Coaches machten ihren Job souverän, spornten die Jungs an und demonstrierten den Siegeswillen auf authentische Weise. So mussten die Spieler sich nur anstecken lassen. Kompliment und ein herzlichen Dankeschön an die Coaches!
Es spielten: Lorenz (Tor), Tobias (16), Ferdinand (4), Marcel (1), Justus (1), Jonathan (8+2) und Finn (2)
Bericht: Volker Braun
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