12 Tore: Mehr hatte man mit einer guten Abwehrleistung im heimischen Hinspiel gegen die SG Schwabach/Roth nicht zugelassen. Am vergangenen Samstag erwischt man einen absolut gebrauchten Tag und muss sich auswärts verdient mit 24-29 geschlagen geben.
Schon der Start in das Spiel verlief nicht nach Plan: Die Abwehr fand keinen Zugriff, schnell geriet man mit 1-4 und 5-9 in Rückstand. In einem schlechten, von vielen Fehlern geprägten Spiel kämpfen sich die Mädels etwas heran und gehen mit "nur" zwei Toren Rückstand in die Halbzeit. Leider kommen die Gastgeberinnen aber deutlich besser aus der Pause und erhöhen den Abstand innerhalb von zehn Minuten bis auf 6 Tore. Der Moment des Widerstands für die Isis ist gekommen: Angeführt von den beiden Gast-Spielerinnen Mona Hennig und Lisa Felsner, die gemeinsam sechs Tore in Folge erzielen und unterstützt von Vero mit einem Ihrer acht Tore, verkürzt man auf nur noch ein Tor. Leider unterbricht die Auszeit des Trainers von Schwabach/Roth den Aufschwung abrupt. Im Anschluss geraten unsere Mädels wieder leicht ins Hintertreffen und laufen für einige Minuten einem Abstand von 2-3 Toren hinterher. Eine Umstellung auf eine offensive Abwehrvariante führt nicht mehr zum Erfolg und sorgt für ein leicht zu hohes Endergebnis.
Das Spiel zeigt einmal mehr deutlich, dass das sehr junge Team die Konstanz in den Auftritten vermissen lässt. In Anbetracht der aktuellen Verletzungsmisere und daraus bedingter ständig wechselnder Besetzungen - sowohl im Training als auch im Spiel - ist das letztendlich wenig verwunderlich. Möglichkeiten zum Einspielen, Sicherheit finden und Vertrauen gewinnen sind praktisch nicht vorhanden - so wurde bisher kein einziges Spiel in der gleichen Besetzung absolviert. Die fehlende Konstanz als gesamtes Team sollte daher niemanden verwundern.
Andererseits muss man ehrlich resümieren, dass keine der Spielerinnen ihre individuellen Fähigkeiten ausgeschöpft hat. Obwohl man jeder einzelnen Spielerinnen das Bemühen, die eigene Leistung zu steigern, angesehen hat (bezüglich der Einstellung kann und darf man keinen Vorwurf machen), ist das im Endeffekt nicht gelungen. So steht am Ende eine Leistung, die man auf der einen Seite erklären kann, die auf der anderen Seite aber verwundert, weil in jeder einzelnen Spielerinnen soviel mehr stecken würde.