Update: Den Isis winkt Tabellenplatz 2 - Franzi Lang verletzt

Von am 06.03.2014 in Allgemein, Archiv

 

Im Heimspiel gegen den HSV Bergtheim wollen sich die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning für die deutliche Niederlage aus der Vorrunde revanchieren. Die Chancen auf das Comeback von Steffi Oberhuber stehen bei 50 – 50.


Daran erinnert sich keiner gerne zurück im Lager der Isis. Die Partie beim HSV Bergtheim Anfang Oktober des vergangenen Jahres markiert den bislang schwächsten Auftritt Ismanings in dieser Saison. Der TSV kassierte eine bittere 17:30 Packung. „Wir hatten nicht den Hauch einer Chance“, weiß Steffi Oberhuber noch heute. „Die waren so motiviert und bei uns ging einfach nichts. Wir haben absolut nichts auf die Reihe bekommen.“ Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass es damals das dritte Spiel binnen vier Tagen für die Isis war.


Dennoch ist dieses Aufeinandertreffen nach wie vor präsent bei der Mannschaft von Trainerin Aniko Keczko. Erst recht, nachdem genau dieser Gegner, der HSV Bergtheim, nun am Sonntag zum Rückspiel in Ismaning zu Gast ist (14:30 Uhr, Realschulturnhalle). Auch für den Trainer der Unterfranken, Stephan Dinkel, steht zweifelsohne fest: „Ismaning wird alles daran setzen, die damalige Niederlage in einen deutlichen Sieg umzuwandeln. Wenn Ismaning vollzählig ist wird es für uns schwer, die Punkte mit nach Hause zu nehmen.“


Einen breiten Kader wird Ismaning nach der knapp zweiwöchigen Spielpause wohl schon zur Verfügung haben, wenngleich nach wie vor ein Fragezeichen hinter Steffi Oberhuber steht. Seit ihrer erlittenen Schulterverletzung im Spiel in Bayreuth wird die Rückraumspielerin schmerzlich vermisst. Immerhin konnte Oberhuber in dieser Woche wieder mit der Mannschaft trainieren. „Beim Aufwärmen habe ich aber gemerkt, dass noch was da ist. Vom Kopf her ist es aber kein Problem für mich, wieder zu spielen.“ Letztendlich wird es auf eine kurzfristige Entscheidung hinauslaufen, ob sie gegen Bergtheim einsatzfähig ist. Verkraften müssen die Isis hingegen den definitiven Ausfall von Franzi Lang, einer weiteren Rückraumspielerin. Sie hat sich im Training einen Außenbandriss zugezogen, das Syndesmoseband könnte ebenfalls beschädigt sein. Es droht eine vierwöchige Ausfallzeit.


Ismaning hat ungeachtet dessen die große Chance, sich mit einem Sieg wieder auf Platz 2 zu schieben und den TSV Winkelhaid so zu verdrängen, da dieser kein Spiel bestreitet am kommenden Wochenende. Vielmehr geht es für Ismaning jedoch darum, jetzt, da die Saison langsam aber sicher in die Endphase geht, noch einmal einen positiven Lauf zu bekommen. Und der soll eben gegen den Zehnten der Tabelle eingeleitet werden. Wenngleich es ein Aufeinandertreffen zweier völlig entgegengesetzter Trends ist. Während Bergtheim fünf der sechs Rückrundenspiele gewonnen hat, mussten sich die Isis im gleichen Zeitraum viermal geschlagen geben. Deswegen ist für Steffi Oberhuber auch klar: „Die stehen zwar noch in der unteren Tabellenhälfte, aber unsere vergangenen Spiele waren eben nicht gut. Wir müssen schauen, dass wir uns wieder zusammenraufen.“


Bergtheims Stephan Dinkel sieht in diesem Spiel eine weitere Bewährungsprobe für seine Mannschaft. Warum es zuletzt stetig bergauf ging beim HSV begründet der Trainer damit, dass er seit der Rückrunde auch wieder auf Sandra Hämmerlein und Lisa Lichtlein zurückgreifen kann. „So sind wir flexibler und können das bekannt hohe Tempo über die gesamte Spielzeit gehen.“ Beide hatten beim zurückliegenden 22:19 Heimsieg gegen Herzogenaurach auch entsprechenden Anteil am Erfolg. Hämmerlein erzielte fünf Tore, Lichtlein traf viermal. „Um aber in Ismaning erfolgreich zu sein, muss bei uns mehr als nur das schnelle Spiel funktionieren“, fügt Dinkel noch hinzu. „Abwehr und Torhüterinnen müssen an die sehr gute Leistung gegen Herzogenaurach anknüpfen und im Positionsangriff gilt es, Lösungen gegen die gute Abwehr von Ismaning zu finden.“


Und bei den Isis sitzt ja auch der Stachel aufgrund der klaren Vorrundenniederlage noch tief. Genau diesen Spieß wollen sie jetzt umdrehen.


Voraussichtliches Aufgebot TSV Ismaning:


Ute Becker, Elisabeth Gschwendtner (beide im Tor), Andrea Keczko, Kathi Tischler, Rosi Hascher, Christine Königsmann, Susanne Pramberger, Sophie Pramberger, Isabel Dulias, Kathleen Braun, Kirsten Walter, Lisa Frank

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