Verdiente Niederlage bei der HSG Fichtelgebirge

Von am 03.10.2017 in Damen, Damen 1

In einem selten offenen und reichlich uninspirierten Auswärtsspiel verlieren unsere Damen1-Mädels verdientermaßen mit 26:18 (10:7) gegen die HSG Fichtelgebirge.

Gründe für diese Niederlage könnte man ohne Ende aufzählen: Elena Kohde – angeschlagen, Verena Weber und Veronika Wittmann– krank, Patricia Filz – operiert, Franzi Stumpf – verletzt, Lisa Frank – verletzt, Jana Schöffmann – verletzt, Sara Broß, Henriette Leicher und Lina Horstmann im (Heimat-)Urlaub. Wenn man auch noch schlechte Gründe aufführen möchte, dann zählt man das Harzverbot und ein paar andere Kleinigkeiten mit auf. Aber das würde den Kern dieser Niederlage wohl verdecken: Es war einfach ein wirklich schlechtes Spiel unserer jungen Mädels.

Davon zeugt bereits der Start in das Spiel. Während die Abwehr einigermaßen stabil steht und vor allem Lisi Gschwendtner mit einigen guten Paraden das Tor vernagelt, klappt im Angriff nichts. Das erste Tor für die Isis fällt in der 12. Minute – bis zur Halbzeit kommen nur sechs weitere hinzu. Allerdings zeigt sich nach 23. Minuten (Spielstand 9:3) immerhin ein Aufwärtstrend. Angetrieben von Kathi Tischler, die sich in nahezu jede Lücke wirft, verkürzen die Mädels bis zur Halbzeit auf 10:7. Nach der Pause machen sie weiter und kämpfen sie sich innerhalb weniger Minuten auf 11:10 heran. Zum Unentschieden reicht es dennoch nie. Für circa zehn Minuten gestaltete sich das Spiel zahlenmäßig offen bei -2 bis -3 Toren bevor die HSG Fichtelgebirge mit fünf Toren in Folge für eine (Vor-)Entscheidung sorgte. Ein Team-Time-Out in dieser Phase hatte keinen Einfluss mehr.

Entsprechend niedergeschlagen und verärgert saßen Trainer und Spielerinnen danach in der Kabine. Weniger, weil man sich in einem schweren Auftaktprogramm (Vorjahres-Zweiter Bergtheim, Titelaspirant Dachau, 3-Liga-Absteiger Zirndorf unter den ersten vier Spielen) gegen Fichtelgebirge am Ehesten Punkte ausgerechnet hatte, sondern weil man nach ordentlichen Leistungen gegen Bergtheim und Dachau, bei denen man beide Male einen Schritt nach vorne gemacht hatte, zum ersten Mal einen leistungstechnischen Rückschritt verkraften musste.

Diesen Rückschritt sollte man allerdings – bei allem Ärger und aller Enttäuschung – vor dem Hintergrund betrachten, dass ein (so) junges Team mit einem Altersschnitt von knapp 20 Jahren eben nicht konstant Leistungen bei 90-100 Prozent abrufen kann, sondern sich jeden Sieg, jedes Spiel und jede Leistung auf’s Neue hart erarbeiten muss. Dass dabei ab und zu ein „Griff in’s Klo“ dabei ist – geschenkt. Umso mehr begeistern die Mädels bei den nächsten Spielen.

Die Chance dazu bietet sich bereits am kommenden Wochenende auswärts gegen die HG Zirndorf. Aus der dritten Liga abgestiegen, blieb dem Team von Trainer Zeljko Cokesa nach zwei Auftaktsiegen gegen Bayreuth und Fichtelgebirge der dritte Punktgewinn verwehrt. Gegen den guten Aufsteiger Mintraching/Neutraubling gab es eine herbe 27:17-Klatsche, die so sicher nicht eingeplant war und am kommenden Wochenende vor heimischen Publikum wiedergutgemacht werden soll. Darauf müssen und werden sich unsere Mädels in den Trainings in dieser Woche einstellen, wenn endlich die ersehnten ersten zwei Punkte auf dem Haben-Konto landen sollen.

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