Steffi Oberhuber hofft darauf, dass es im letzten Heimspiel des Jahres nicht wieder zu Leistungsschwankungen kommt.
Noch einmal präsentieren sich die Bayernliga-Damen des TSV Ismaning in diesem Jahr dem heimischen Publikum, das letzte Heimspiel 2013 steht an. Eines, das sicherlich keine einfache Aufgabe werden dürfte. Zu Gast am Samstag (17:15 Uhr, Realschulturnhalle) ist mit dem TV Etwashausen immerhin der Vierte der Tabelle. Ein Gegner, den Steffi Oberhuber zwar nicht so recht einschätzen kann, dennoch feststellt. „Ihre Ergebnisse sind mit unseren kaum zu vergleichen. Aber wenn sie gewonnen haben, dann meistens mit einer größeren Tordifferenz als wir“, so die Rückraumspielerin.
Vier Punkte trennen beide Teams voneinander. Ein Gästeerfolg in der „Hölle Süd“ – und der TV würde den Ismaningerinnen auf Platz 2 also richtig auf die Pelle rücken. Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufes erscheint dies aber recht unwahrscheinlich, haben die „Isis“ doch fünf ihrer sechs Heimspiele gewonnen. Lediglich Spitzenreiter TSV Winkelhaid hat es geschafft, beim 27:25 Sieg diesen Heimnimbus zu brechen. Dennoch will Oberhuber nicht von einem Vorteil für ihre Mannschaft sprechen. „Wir müssen einfach unseren Stiefel herunterspielen und vor allem versuchen, diese Einbrüche, die uns des Öfteren schon den Sieg hätten kosten können, zu vermeiden. Wir schaffen es einfach nicht, einen Vorsprung von 5 bis 7 Toren über die Zeit zu bringen, sondern haben derzeit immer eine Phase, in der wir einbrechen, keine guten Chancen herausspielen und es zum Ende hin wieder spannend wird.“
Von der Heimniederlage gegen Winkelhaid hat sich der TSV zwar nicht aus der Bahn werfen lassen und die beiden folgenden Spiele gewonnen (26:20 in Ottobeuren, 22:19 gegen Taufkirchen). Die Leistung aber war eben nicht berauschend. Hatten die „Isis“ in Ottobeuren die Anfangsphase verschlafen, so machte es das Team um Trainerin Aniko Keczko gegen Taufkirchen trotz scheinbar komfortabler Halbzeitführung nach dem Seitenwechsel wieder spannend. „Das Problem mit den Einbrüchen zieht sich irgendwie schon durch die ganze Saison durch. Ich habe keine Ahnung woran das liegt“, grübelt Oberhuber. „Zwischendurch dachte ich, es lag daran, dass wir in vielen Spielen mit dezimiertem Kader antreten mussten. Aber gegen Taufkirchen waren wir vollzählig und konnten wechseln. Deswegen hoffe ich, dass es am Samstag nicht wieder dazu kommt. Das könnte uns gegen Etwashausen den Sieg kosten.“
Das müsste definitiv als Rückschlag gewertet werden. Etwashausens Trainer Andreas Trabold aber hat Respekt vor dem kommenden Gegner. „Ismaning hat eine starke Mannschaft aus erfahrenen Akteurinnen und sehr talentierten Spielerinnen“, lobt der Gästecoach. „Besonders Christine Königsmann hat mich im Spiel gegen Taufkirchen beeindruckt. Wir werden aber in der Abwehr auf allen Positionen hellwach sein müssen, um das Spiel offen gestalten zu können. Auch wenn wir gegen einen starken Gegner spielen ist das Ziel, unsere Chance zu suchen und zu punkten.“
Kein Sieg gegen Etwashausen – dann wäre auch die etwas aufgekommene Spannung an der Tabellenspitze wohl schon wieder dahin. Spitzenreiter TSV Winkelhaid schien nach dem Erfolg in Ismaing souverän durchzumarschieren. Bis dieser Triumphzug tatsächlich vergangenes Wochenende gestoppt wurde. Winkelhaid hat sich bei der HSG Fichtelgebirge mit 30:33 geschlagen geben müssen. Es war die erste Niederlage der Saison für den Primus, so dass die „Isis“ nun lediglich noch drei Punkte Rückstand auf Platz 1 haben. Für Steffi Oberhuber aber bei weitem kein Grund, nun von größerem Druck zu sprechen. Für sie ist es kein Ziel, am Saisonende ganz oben zu stehen. „Vor der Saison und auch jetzt ist mein Ziel oben mitzuspielen, weil wir ein gutes Team haben. Aber erster werden zu wollen wird uns von vielen nur in den Mund gelegt.“
Sollte sich der Rückstand auf Winkelhaid aber weiter verringern, könnte sich dies schon bald auch anders anhören. Doch das allerwichtigste ist es allen voran, dass die „Isis“ selbst ihre Leistung über die kompletten 60 Minuten abrufen – im letzten Heimspiel des Jahres, gegen den TV Etwashausen.
Voraussichtliches Aufgebot TSV Ismaning:
Ute Becker, Elisabeth Gschwendtner (beide im Tor), Kathi Tischler, Steffi Oberhuber, Rosi Hascher, Andrea Keczko, Franzi Lang, Christine Königsmann, Susanne Pramberger, Sophie Pramberger, Lisa Frank, Isabel Dulias, Kirsten Walter