Nach vier Wochen Spielpause setzen sich unsere IsarDevils gegen eine starke Heimmannschaft zum Ende verdient mit 26:29 (14:13) durch und nehmen die nächsten zwei Bayernliga-Punkte mit nach Hause.
Lang, lang war das letzte Spiel unserer wC1-Mädels her – ganze vier Wochen ohne Wettkampf. Natürlich mit dreimal Training pro Woche, aber auch mit Ferien, Urlaub, Auswahl und Schule und entsprechend unterschiedlichen Besetzungen. In der Woche vor dem Auswärtsspiel in Regensburg stellte sich so ein etwas komisches Gefühl ein – als wäre die Routine, die Sicherheit ein wenig weg.
Nichtsdestotrotz reisten unsere Devils mit viel Vorfreude nach Regensburg, um die nächsten zwei Punkte mit nach Ismaning zu nehmen. Mit dem Anpfiff entwickelte sich ein schnelles und umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Unsere Mädels legten immer wieder vor – Regensburg glich immer wieder aus. Keines der beiden Teams konnte sich im Verlauf der ersten Hälfte mehr als zwei Tore absetzen und keine der beiden Abwehrreihen konnte vollends überzeugen. Dennoch zeichnete sich ab der 17. Minute ein leichter Trend ab: Nach einer Auszeit der Heimtrainerin kam der ESV etwas besser ins Laufen, ging zum ersten Mal selbst in Führung und mit dieser auch in die Halbzeitpause (14:13).
So ein Ergebnis ist natürlich trügerisch…: Es läuft ja gar nicht so schlecht und mit ein bis zwei anderen Entscheidungen oder etwas mehr Wurfglück könnte man sogar in Führung liegen. Die Überlegung in der Halbzeitpause war daher: Nicht viel ändern, weitermachen und auf die eigene Stärke vertrauen – dann kippt das Spiel zum Ende auf die richtige Seite. Allerdings haben die Coaches das in der Halbzeitpause wohl entweder falsch gedacht, falsch gesagt oder falsch rübergebracht. Denn der Start in die zweite Hälfte hätte schlechter nicht laufen können. Innerhalb von vier Minuten bauen die Gastgeberinnen auf 17:13 aus und – noch viel schlimmer – irgendwie scheint die Einstellung nicht mehr so richtig zu passen.
Also schon nach vier Minuten in der zweiten Hälfte: Timeout und die Erinnerung für alle inkl. der Trainer, dass das hier nicht von allein passiert, sondern man sich gefälligst den Ar… zerreißen muss. Und tatsächlich scheint das gewirkt zu haben. Die IsarDevils laufen zwar in der Folge weiterhin einem Rückstand hinterher, kämpfen aber wie verrückt, unterstützen sich gegenseitig und schreien sich auf der Bank die Stimme heißer. Ein Einsatz, der in der 41. Minute belohnt werden sollte, denn da gleichen die Mädels zum ersten Mal wieder aus (21:21). Im Anschluss setzt sich der ESV zwar noch einmal mit zwei Toren ab (24:22 43. Minute), aber selbst das konnte unsere Mädels nicht mehr stoppen. In den letzten sieben Minuten lassen sie nur noch zwei Tore zu und werfen selbst sieben. Kein Wunder, dass der Endstand (26:29) frenetisch bejubelt wird ?.
Am Ende gewinnen die IsarDevils so gegen einen wirklich starken, breit aufgestellten Gegner, der mit Sicherheit in der Bayernliga noch einige Plätze gut machen wird. Nächste Woche geht es endlich mit dem nächsten Heimspiel weiter. Am Samstag um 17:00 gastiert dann der 3.-Liga-Nachwuchs des HC Erlangen in der Isarena.
Es spielten: Nüssel Elisabeth (Tor), Mankarious Maya (7), Klein Lara (6/3), Reiter Amalia, Malms Paulina (6), Kaufmann Charlotte, Tragl Mihret (5/2), Oberländer Enna (5), Neff Marie, Strauß Marie-Sophie, Hesse Nina, Henseleit Marie