Weibl. C: Alles Ansichtssache

Von Birgit Blauschies am 16.02.2016 in Allgemein, Archiv

Am Sonntag hatte die weibliche C-Jugend gegen den 1. FC Nürnberg die Gelegenheit zur Revanche für die hohe Niederlage im Hinspiel. Die Mädels sollten zeigen, dass sie den Trainingsrückstand vom Saisonbeginn aufgeholt haben und mittlerweile wieder ein ernst zu nehmender Kontrahent sind.

Gegen den Tabellennachbarn, der bisher erst eine Partie verloren geben musste, wurde ein enger „Fight“ erwartet. Genau so kam es. Die Isis konnten dem sehr körperbetonten Spiel der Gastgeberinnen immer wieder eigene Treffer entgegen setzen. So wogte die erste Halbzeit hin und her, bis bei einem hohen 18:18 der Pausenpfiff ertönte.

Auch die zweite Hälfte war weitgehend ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften konnte sich nachhaltig absetzen. Selbst eine doppelte Überzahl half den Isis nicht, um sich einen Vorsprung heraus zu arbeiten. Mit vielen Unkonzentriertheiten in der Abwehr und schwachen Abschlüssen hielten sie die Gastgeberinnen im Spiel.
Zwei Minuten vor Schluss, beim Stand von 31:31, verschenkten unsere Mädels dann zwei Angriffe in Folge. Die Cluberinnen um die bestens aufgelegte Theresa von Prittwitz, nahmen diese Geschenke dankbar an und sicherten sich den Sieg mit 33:31.

Obwohl diese schwache Schlussphase die Entscheidung brachte, sollte dies nicht darüber hinweg täuschen, dass das Spiel bereits wesentlich früher in trockene Tücher hätte gepackt werden können und dann trotz einer Schwäche am Schluss die Punkte beim TSV geblieben wären.

Genau hier beginnt die Ansichtssache: Man kann die knappe Niederlage nach dem engen Spiel als „unglücklich“ bewerten. Dann würde im Vordergrund stehen, dass der Rückstand, den das Team im Herbst hatte, aufgeholt ist und die heutige Begegnung mit einem der beiden Titelaspiranten auf Augenhöhe stattgefunden hat. Konsequenterweise wäre die Niederlage dann auch eher ein Arbeitsunfall, nach dem es gilt, sich wieder aufzurichten und die nächste Herausforderung anzunehmen.

Eine andere Bewertung wäre weniger harmonisch. Sie beginnt bei einer Mannschaft, die gespickt ist mit Talenten und immer wieder technisch anspruchsvollen Handball zeigt, der ausreicht, um jeden Gegner der Altersklasse zu fordern. Dann jedoch wird der Ton kritischer: diese Leistungen werden leider nicht konstant genug gezeigt.
In der Folge werden dann Einzelaktionen nötig, die übermäßig viel Kraft kosten. Die Last konzentriert sich auf eine bis maximal drei Spielerinnen und das Spiel wird für die Gegner leichter berechenbar.

Folgt man dieser Ansicht, stellt sich die Frage, was jetzt für den kurzen Rest der Saison noch verbessert werden kann.
Denn am kommenden Sonntag und Dienstag finden mit den Heimspielen gegen den Tabellenführer Forst United und den direkten Konkurrenten um Platz drei aus Regensburg die beiden entscheidenden Partien statt.

Es spielten: Vroni Mandlmeier, Anna-Lena Spitzweck (beide Tor), Jule Braun (3), Katharina Krecken (5),
Nele Rohmert (1), Lucie Ivinac (5/1), Franziska Blask (9), Hannah Hansch (1), Maya Rudolf, Maria Koller (1/2),
Kristin Wimmer (1/1), Laura Lemmer (1)
Bericht: Michael Koller
Verkürzt: Das Trainergespann

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