Nach dem hart erkämpften und denkbar knappen Sieg gegen Würm-Mitte vor einer Woche wartete schon gleich der nächste echte „Brocken“ auf unsere weibliche C: auswärts gegen den ESV Regensburg! Die auf dem zweiten Platz liegenden Oberpfälzerinnen konnten bisher nur in Ebersberg („Forst United“) nicht punkten und haben mit dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg ein echtes Ausrufezeichen gesetzt.
Selbst dem geneigten Publikum war damit klar, dass es - angesichts der Leistungen unserer Mannschaft in diesem Herbst - wenig Grund für übermäßigen Optimismus gab. Und das schien sich auch nach den ersten fünf Minuten zu bestätigen, als die Eisenbahnerinnen mit 4:2 in Führung gingen.
Aber diesmal hatten die Mädels eine Überraschung parat. Völlig unerwartet knüpften sie an ihre Spielweise vor der Sommerpause an! Scheinbar ohne Mühe wurde im Angriff schnell und sicher kombiniert, uneigennützig die Chance herausgespielt und erfolgreich abgeschlossen. Wie wenn es nie anders gewesen wäre, stand die Abwehr sicher, wurde im rechten Moment ausgeholfen und beherzt zugepackt. Vier Treffer in Folge und das Blatt hatte sich gewendet (4:6)!
Die Gastgeberinnen gerieten zunehmend unter Druck, konnten die Isis mehrfach nur mit strafwürdigen Aktionen stoppen und ihr eigenes Spiel nicht konsequent aufziehen. Besonders Kristin Wimmer war in dieser Phase sowohl im Angriff als auch in der Abwehr bestens aufgelegt. Dass es zur Pause 11:16 stand, war der verdiente Lohn für ein wirklich schönes und erfolgreiches Spiel der gesamten Mannschaft.
Wer gedacht hatte, dass die Messe nun bereits gelesen wäre, wurde nach dem Wiederanpfiff leider eines Besseren belehrt. Die Regensburgerinnen wollten es jetzt genau wissen und kamen zügig bis auf ein Tor heran (18:19). „In dieser Phase ließen sich unsere Spielerinnen von der Hektik der anderen anstecken!“ so Birgit Blauschies. Statt den Sack zuzumachen, schlichen sich Unachtsamkeiten und kleinere Fehler ein, die die Gastgeberinnen gnadenlos nutzten. Die Spannung war zurück im Spiel, die Partie wieder offen!
Doch die Mannschaft ließ sich diesmal nicht verunsichern. Vor allem Kathi Krecken und Maria Koller war es zu verdanken, dass sich die Isis das Heft nicht ganz aus der Hand nehmen ließen. Bis zur Schlussphase trafen beide Teams abwechselnd. Aus Ismaninger Sicht bedeutete das, dass der Ausgleich immer wieder verhindert werden konnte. Am Ende waren unsere Mädels dann etwas konzentrierter und besonnener und entschieden die Partie mit 25:27 für sich.
Insgesamt betrachtet eine mehr als solide Partie gegen einen starken Gegner, bei dem die Isis in der ersten Halbzeit über weite Strecken richtig schönen Handball gezeigt haben. Davon wünschen sich die Fans künftig mehr!
Einziger Wehrmutstropfen in der Stunde des Sieges: Franzi Blask verletzte sich früh im Spiel und muss mit einem Bänderanriss im Sprunggelenk voraussichtlich länger pausieren. Wir wünschen ihr gute Besserung und hoffen auf eine baldige Rückkehr ins Team!
Es spielten: Veronika Mandlmeier, Anna-Lena Spitzweck (beide Tor), Katharina Krecken (5/7), Jule Braun (1), Lucia Ivinac (2), Franziska Blask, Hannah Hansch (1), Maya Rudolf, Maria Koller (6),
Laura Lemmer, Kristin Wimmer (5)
Bericht: Michael Koller
Bericht von ESV 79 Regensburg:
http://handball.esv1927.de/wj/2015/11/16/spielbericht-w-c-vs-tsv-ismaning/