
Nach dem gerade erst errungenen Meistertitel in der Landesliga geht der Blick schon wieder nach vorne in Richtung Quali für die neue Saison: Die wC hat die Bayernliga fest im Visier. Dass der Aufstieg in die höchste Spielklasse kein Spaziergang wird, ist allen bewusst und entsprechend ernsthaft gehen die Mädels ans Werk.
Der erste Schritt auf dem Weg war am vergangenen Wochenende die Teilnahme am Internationalen Biberacher Osterturnier IBOT, mit dem Ziel, gegen möglichst starke Gegner Erfahrungen zu sammeln und Wettkampfhärte zu trainieren. Darüber hinaus ist das hochklassig besetzte Turnier eine hervorragende Standortbestimmung und die erste Gelegenheit für Jugendspielerinnen einen internationalen Wettbewerb zu bestreiten.
Nun, die Losfee wollte es, dass alle Wünsche voll in Erfüllung gehen sollten. Bereits in der Vorrunde traf die Mannschaft neben der etwa gleichstarken JSG Hegau auf zwei harte Brocken: den BSV Sachsen-Zwickau (wC: 3. Platz der Sachsenliga, Damen 1: 2. BuLi mit Aufstiegsambitionen) und die Handballschule Valuascollege aus Holland, ein Kooperationspartner des niederländischen Handballverbandes.
Das Auftaktspiel gegen die Südbadenerinnen konnte klar und ungefährdet mit 21:15 gewonnen werden. Besonderes Highlight in diesem Spiel war der erste Auftritt von Neuzugang Nele Rohmert, die für die erkrankte Lucia Ivinac kurzfristig nachnominiert worden war und sich gleich bestens in das Spiel der Isis integrierte. Herzlich Willkommen, Nele!
Gegen den Bundesliganachwuchs des BSV Sachsen-Zwickau entwickelte sich dann ein sehr schnelles und kampfbetontes Spiel mit dem besseren Ende (21:18) für die Isis – unter anderem, weil die körperlich überlegenen Ostdeutschen mit der extrem flinken 3:3-Abwehr technisch nicht zurecht kamen. Trainer Klaus Krecken war beeindruckt von der Flexibilität seiner Mannschaft: „Wir haben das vorher gar nicht trainiert!“
Nach dem ersten Turniertag lag der TSV damit gleichauf mit den ebenfalls ungeschlagenen Niederländerinnen und das letzte Vorrundenspiel musste die Entscheidung über den Gruppensieg bringen.
Leider fanden die Isis am frühen Morgen des Ostersonntags überhaupt nicht ins Spiel. Weder im Angriff noch in der Abwehr hatten sie eine Antwort auf die konzentrierte und dynamische Spielweise der „Meisjes“. Und selbst wenn die holländische Abwehr dann doch einmal ausgespielt werden konnte, war die Torfrau zur Stelle. Mehr als ein 6:17 war einfach nicht drin. Aber viel schlimmer als die Niederlage war die Tatsache, dass das Torverhältnis der Vorrunde nicht ausreichte, um als einer der besten Zweitplatzierten ins Achtelfinale einzuziehen.
Statt dessen traf die Mannschaft in den Platzierungsspielen auf die Regionalauswahl Ost der Schweiz. Nach einem schwachen Start konnten die Isis die Partie zwar offener gestalten aber leider nicht mehr drehen. Die harte Gangart der Eidgenossinnen und das schwer zu stoppende Ausnahmetalent Nutiddha Phuong (RR) führten schließlich zu einer 12:17-Niederlage. So blieb nach dem zweiten Tag nur der Kampf um Platz 11.
Am Ostermontagsmorgen wartete dann der Traditionsverein Frisch Auf Göppingen als letzter Gegner. Die Württembergerinnen hatten jedoch von Anfang an kaum eine ernsthafte Chance. Die Isis zeigten zum Abschluss des Turniers noch einmal schönen und effektiven Handball und entschieden die Partie klar mit 21:12 für sich. In der Schlusstabelle sicherten sie sich damit den 11. Platz (von 20).
„Wir sind mit einer Mannschaft aus 12- bis 14-jährigen in einem U16-Wettbewerb angetreten. Da ist es klar, dass man zum Lernen da ist und nicht um den Sieg spielt. Dass wir im Mittelfeld gelandet sind – und sogar an den Top 8 geschnuppert haben – ist ein echter Erfolg!“ bewertet Irene Krecken das Abschneiden ihres Teams.
Für die Spielerinnen war das IBOT auf jeden Fall ein Highlight, bei dem alle viel Spaß hatten. Und selbst der Osterhase schaffte es, „auf einen Sprung“ vorbei zu kommen...
Mannschaft, Trainer, Betreuer und Eltern waren beeindruckt von der professionellen Organisation und herzlichen Atmosphäre und danken auf diesem Weg (günstiger als per Auslandstelefonat...) den Veranstaltern!
Es spielten: Janett Jäkel (Tor), Lea Maier (Tor/Feld), Katharina Krecken, Franziska Blask, Sophia Dölger, Maria Koller, Jule Braun, Lisa Felsner, Katharina Dullinger, Kristin Wimmer, Lea Haas, Nele Rohmert
Bericht: Michael Koller