Am 29.7. traten unsere Isibeachers in Königsbrunn zu ihrem 2. Turnier in diesem Sommer an.
Mit 10 Spielerinnen trat man die Sache heran. In der Vorrunde traf man auf Königsbrunn, Schongau, Niederraunau und Vöhringen.
Erster Gegner war Schongau die man klar mit 2:0 besiegte. Der Gegner war zum Aufwärmen genau richtig und stellte uns vor keine Probleme.
In der 2. Partie traf man auf Niederraunau, welche körperlich uns überlegen waren. Das beeindruckte unsere Flamongos (unser Beachname) jedoch in keinster weise. Wir waren immer den Schritt schneller (manchmal sogar zwei oder drei) und kombinierten den Gegner ein ums andere mal aus. Klarer Sieg 2:0
Der erste wirklich starke Gegner war Königsbrunn. Hier trafen 2 Mannschaften aufeinander die Beachhandball wirklich spielen können. 1. HZ ging klar an uns. Doch man fühlte sich zu sicher und es kam das was man häufig im Sandhandball sieht. Die 2. Hälfte ging voll in die Hose und man musste ins Penaltywerfen. Das gewann man glücklich und somit gingen die Punkte an uns.
Letzter Gruppen Gegner war Vöhringen. 1. HZ 16:8. Wie kam man zu dem Ergebnis? Der Gegner hat zwar gleich viele Tore wie wir geworfen, doch haben sie wohl nicht mitbekommen, dass es für technisch anspruchsvolle Tore 2 Punkte gibt. Unsere Mädels hingegen schlossen ihre Torwürfe nur mit Kempa und Dreher (tatsächlich 360 Grad in der Luft) ab. Somit hat man doppelt so viele Tore auf dem Konto. Eben Beachhandball. In der 2. HZ kam es aber wieder mal anders. Die Schiris -auf das Thema komme ich später noch mal zurück-hatten ihre eigene Philosophie der Beachregeln. Somit gewann Vöhringen völlig unverdient diese HZ mit 13:12. Wieder mal Penaltywerfen. Je drei Würfe und ein klares 2:1 für uns. Gruppensieg.
1/4 Finale gegen Mering, 4. der anderen Gruppe. Klare Sache 2:0. Kräfte schonen für die weiteren Partien.
1/2 Finale wieder gegen Vöhringen. Aber diesmal gingen die jungen Damen konzentrierter an die Sache ran und gewannen beide Hälften klar.
Finale gegen Königsbrunn. Das entwickelte sich zu einer körperbetonten Begegnung. Der Beachfachmann stellt sich jetzt die Frage warum ein Spiel im Sand körperbetont ist. Die Erklärung ist ganz einfach? Die Schiedsrichter ließen das einfach zu. Somit hat die technisch versierte Mannschaft einen deutlichen Nachteil und das Ergebnis von 2:0 für Königsbrunn klingst erst einmal deutlich, jedoch war es das nicht.Beide Hälften gingen knapp verloren. Schade, trotz großem und leidenschaftlich Kampf unserer Isimädels. Am Ende steht ein verdienter 2. Platz auf unserem Konto. Herzlichen Glückwunsch von unserer Seite an Königsbrunn zum Turniersieg.
Da dieses Turnier ein Teil der bayerischen Beachmeisterschaft war, gab es am Ende einen Beachmeister zu küren. Erster der Tour wurde Schleissheim. Sie standen schon vor dem Turnier als Sieger fest. Auch hier herzliche Glückwünsche.
Leider spielten wir nur 2 Turniere in dieser Tour. Leider deswegen, weil sich die Ergebnisse die wir erzielt haben, durchaus sehen lassen können. Es wäre evtl. mehr drin gewesen, als unser 2. Platz den wir heuer errungen haben. 2. Platz?? Hey Mädels, was ein toller Erfolg. Glückwunsch!!
Das was ihr hier im Sand gezeigt habt ist wirklich eine Augenweide. Technische Schmankerl im 10 Sekundentakt. Tolle Kombinationen vor dem gegnerischen Tor. Körperlose Abwehr, und das wirklich ohne Foulspiel. Ballsicherheit im Passpiel, Tempo bei 30 Grad im Schatten. Lady’s ihr ward toll.
Das Spiel ist ein Mannschaftssport, aber ich möchte hier noch eine Spielerin erwähnen: Letzte Woche in Ismaning zur besten Spielerin des Turniers der weibl. C gewählt hat sie hier in Königsbrunn gezeigt, dass diese Auszeichnung berechtigt ist. Denn wer ca 25-30 Dreher und Kempa in einem Turnier macht hat den Sport verstanden. Super Krissi!!
So, jetzt möchte ich gerne meine Sichtweise der BBT noch anfügen.
Die Idee eine Meisterschaft im Beachhandball in einer Turnierserie zu spielen ist nicht schlecht. Die Insider wissen das Beachhandball Olympisch wird. Daher kann man nicht früh genug damit anfangen. Jedoch müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Und davon sind wir weit entfernt. Das einfach Turniere abgesagt werden ist das geringere Übel. Aber das was wie ein Damoklesschwert über der ganzen Sache schwebt sind die Schiedsrichterleistungen. Es gibt klare Beachregeln nach denen gepfiffen werden muss. Es geht hierbei nicht um das Thema sind 4 Schritte im Blickwinkel des Schiri nur 3 und somit erlaubt. Nein es geht um wichtige Basics.
Körperloses Spiel. Wechselfehler und ihre Folgen. 2 Torewertung.
Diese Themen stoßen nicht nur mir persönlich immer wieder auf, sondern auch anderen Teams die sich mit der Sache richtig befassen. Ich stehe seit 10 Jahren im Sand und pfeife Spiele. Aber das was ich da teilweise auf Beachplätzen sehe geht gar nicht. Hier muss sich dringend was ändern, denn sonst ist das zum scheitern verurteilt. Meine Meinung ist, dass die BBT ihren Sinn verfehlt und ich würde das ganze Beenden. Lasst die bayerische Meisterschaft in Ismaning denn hier sind die Rahmenbedingungen in 10 Jahren geschaffen und verbessert worden und auf einem super Niveau. Die Mädels und Jungs sollen unter optimalen Bedingungen spielen und sich weiter entwickeln. Natürlich sollte es 3 Turniere im Vorfeld geben, um sich fürs Finale zu qualifizieren. Hier gibt es gute Ansätze die man nutzen sollte. Denn der Sport hat es verdient gefördert zu werden. Bei den Erwachsenen ist das gelungen, bei den Jugendlichen nicht.
Gebt dem Jugendbeachhandball eine Chance.
Klaus Krecken, Trainer und begeisterter Beachschiri (wenn man ihn lässt)