Weibliche C1: Herzschlagfinale in der Isarena: Der Glaube versetzt Berge

Von Bernd Ullritz am 16.11.2025 in Jugend, wC Jugend

Es war ein Nachmittag, den die Fans in der Isarena nicht so schnell vergessen werden. Im Duell der Regionalliga weibliche C-Jugend stand die Heimmannschaft dem HC Erlangen gegenüber – und es entwickelte sich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die von Kampfgeist und einer unglaublichen Willensstärke geprägt war.

Die schwere erste Hälfte (15:19)
Der Start war zäh. Die Gäste aus Erlangen legten ein hohes Tempo vor und erwischten die Heimmannschaft auf dem falschen Fuß. Trotz eines frühen Ausgleichs (1:1) und der ersten Führung (3:2) geriet die Abwehr der Gastgeberinnen unter Druck. Die Mannschaft geriet in einen frühen 5:9-Rückstand, was die Trainerbank bereits nach elf Minuten zur ersten Auszeit zwang.

Die Auszeit zeigte Wirkung, denn das Team kämpfte sich kurzzeitig auf 7:10 heran. Doch Erlangen blieb stark und nutzte die Fehler der Heimmannschaft konsequent aus. Zwei kurz aufeinanderfolgende 2-Minuten-Strafen gegen die Heimmannschaft in der Schlussphase der ersten Hälfte machten die Situation nicht einfacher. Zur Halbzeit lag der TSV Ismaning mit vier Toren zurück (15:19) – eine scheinbar komfortable Führung für die Gastmannschaft, aber der Funke der Hoffnung war in der Halle noch nicht erloschen.

Die Wende: Fünf Minuten, die alles veränderten
Was dann in der zweiten Halbzeit geschah, war beeindruckend. Die Mannschaft kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Angefeuert von den Fans starteten die Spielerinnen eine monumentale Aufholjagd. Die Abwehr stand nun felsenfest und im Angriff wurden die Chancen eiskalt genutzt.

Die Wende begann mit einer unglaublichen 10:2-Serie des TSV Ismaning. Tor um Tor wurde der Rückstand aufgeholt. Von der 27. bis zur 35. Minute gelang es der Heimmannschaft, den Spielstand zu drehen und von 19:21 auf eine sensationelle 27:22-Führung davonzuziehen! Diese fünf Minuten der Dominanz waren der Schlüssel zum Sieg und brachten die Isarena zum Beben.

Trotz einer Auszeit der Gäste und verzweifelter Gegenwehr hielt die Heimmannschaft den Vorsprung. Jede Spielerin auf dem Feld trug ihren Teil bei, sei es durch wichtige Paraden, konsequente Abwehrarbeit oder spektakuläre Treffer.

Der Schlusspfiff nach einem verwandelten 7-Meter-Wurf zum Endstand von 38:34 besiegelte den hart erkämpften Sieg. Es war nicht nur ein Sieg der Taktik, sondern vor allem ein Sieg des unerschütterlichen Teamgeists und des Glaubens an die eigene Stärke. Der TSV Ismaning hat bewiesen, dass er auch nach Rückschlägen zurückkommen kann.

Es spielten für die Isardevils: Louisa, Zora, Leni, Isabella, Isabella, Lotta, Hanna, Nele, Ida, Lynn, Sophia, Mia, Hannah, Antonia.

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