Nach dem verpatzten Trip nach Zirndorf und der Niederlage (ohne Harz) hatten die Mädels am vergangenen Samstag im Spiel gegen Dietmannsried in der Hölle Süd Besserung gelobt.
Die Tabellenkonstellation wollte es, dass es sich hierbei um ein „4-Punkte-Spiel“ handelte, da Dietmannsried nur einen Minuspunkt weniger aufzuweisen hatte (bei einem mehr ausgetragenen Spiel).
Die Isis mussten leider auf Franzi Lang verzichten, wurden aber verstärkt durch einige Spielerinnen der A-Jugend.
Das Spiel begann sehr zäh, Tore blieben Mangelware. Die Isis hatten so ihre Schwierigkeiten in der Abwehr mit dem (Haken schlagenden) Rückraum und konnten vorne ihre klaren Chancen nicht konsequent verwerten. Man scheiterte entweder am Gästetorwart oder einfach an sich selbst. Zudem verletzte sich Steffi Oberhuber Mitte der Halbzeit bei einem Zusammenprall mit einer gegnerischen Abwehrspielerin und konnte nicht mehr weiter spielen. Gute Besserung, Steffi! So konnten sich die Isis nie mit mehr als drei Tore absetzen, gerieten aber auch nicht in Rückstand (das war im gesamten Spiel so). Symptomatisch die letzte Minute vor der Halbzeit: Die Isis sind beim Stand von 15:13 im Ballbesitz, verdaddeln den Angriff und bekommen in letzter Sekunde noch einen Gegentreffer, so dass mit Stand 15:14 (statt 16:13) die Seiten gewechselt wurden.
In der zweiten Halbzeit zeigte die Ansprache des Trainergespanns Schwer / Königsmann langsam Wirkung. Die Isis konnten sich, unterstützt durch einige gute Torwartparaden, einer nun besseren Abwehr, die sich auf die gegnerischen Angreiferinnen eingestellt hatte, sowie einer verbesserten Chancenverwertung kontinuierlich absetzen. Zudem widmete sich Kiki zeitweise per Manndeckung dem gegnerischen Rückraum, was Wirkung zeigte. Vom Stand 15:15 zu Beginn der Halbzeit über 19:16, 22:18, einen Sieben-Tore-Vorsprung beim Stand von 30:23 bis zum Schlussstand von 31:24 war schnell klar, wer an diesem Tag als Sieger vom Platz geht.
Es ist aber auch klarzustellen, dass der Gegner im Laufe der zweiten Halbzeit mit konditionellen Mängeln und einer unterirdischen Trefferquote zu kämpfen hatte. Die Isis hätten sich deutlich schwerer getan, wenn der ein oder andere Wurf der Dietmannsriederinnen im Tor statt daneben gelandet wäre.
So gilt es, bei aller Freude über den Sieg und den Anschluss an das obere Drittel der Tabelle, das Augenmerk auf die beiden letzten Spiele des Jahres nächstes Wochenende in Erlangen so wie am Wochenende drauf daheim gegen Ottobeuren zu richten, um die möglichen 4 Punkte einfahren zu können. Speziell gegen Erlangen ist hierzu eine bessere Abwehrleistung und eine konsequente Chancenverwertung notwendig.
Es spielten und trafen (in der Reihenfolge des Spielberichtsbogens):
Elisabeth Gschwendter, Janine Völkl (beide Tor), Jana Schöffmann, Elena Kohde (1), Lisa Frank (3), Leni Braun (3), Steffi Oberhuber, Patti Filz, Helena Lorenz (1), Claudia Schöfbeck (4), Marina Schwer (12/6), Kiki Walter (7/1), Franzi Benick
Bericht von Uwe Kohde