Zuversicht in schweren Zeiten

Von Manfred Bamberger am 15.11.2016 in Allgemein, Archiv

Ungern verlieren wir Spiele. Und auch ein Unentschieden kann eine gefühlte Niederlage sein. Darum ist der Erfolg gegen Taufkirchen für die Stimmung in der weiblichen B so wichtig.


Der Reihe nach: das Auftaktprogramm der weiblichen B-Jugend kann man nur als große Herausforderung bezeichnen. Nach Dietmannsried/Altusried gleich Haunstetten und dann Schleißheim und dann Gröbenzell. Die großen Namen in der Landesliga Süd also. Dietmannsried auswärts geschlagen, Haunstetten konnte das Team um Veri Weber und Manfred Bamberger kontrollieren, das Unentschieden zu Hause hätte auch ein Sieg sein können. Schleißheim eine Woche später war aber schon eine Nummer zu groß für die Ismaninger und wieder eine Woche danach zeigte Gröbenzell Trainern, Spielerinnen und Zusehern schonungslos auf, wo Verbesserungsbedarf besteht. Einige Spielerinnen gingen mit Handicap in dieses Spiel, darum fiel die Niederlage zu hoch aus. Das ändert aber nichts an den Lehren, die zu ziehen sind. Eigentlich willkommen also das Spiel gegen PSV München, abgeschlagen schon am Tabellenende. Ein Sieg musste her. Danach sah es auch lange aus, bis PSV einen 5-Tore-Rückstand ausgleichen und sogar in Führung gehen konnte. Das Unentschieden zum Spielende fühlte sich schlecht an, richtig schlecht. In jeder schlechten Erfahrung steckt aber auch ein Körnchen Verbesserung: erste Anzeichen für verbessertes Umschalteverhalten konnten beobachtet werden. Die Abwehr war weiter zu passiv, auch zu offensiv ausgerichtet, dafür gab es eine Fülle von Torchancen, auch aus Gegenstößen resultierend. Licht am Ende des Tunnels also, noch kein Scheinwerfer, eher so ein Lichtstreif.     
Soviel zur Ausgangssituation gegen Taufkirchen nach zwei wirklichen und einer gefühlten Niederlage.
Verlieren kommt in den Gedanken des Teams nicht vor. Veri Weber ist leider verhindert, sie muss die Strapazen des Jugendbundesligaeinsatzes vom Vortag ausgleichen. Also stimmt Trainer Manfred Bamberger die Mädels alleine ein. Ein Ziel wird vereinbart. Um den Erfolg in der Abwehr messbar zu machen, gibt sich das Team eine maximale Anzahl von Gegentoren. 18 sollen es höchstens sein, Alle folgen dem Vorschlag von Anna-Lena, auch nach kritischen Nachfragen. Lisa Felsner ist wieder dabei, sie prüft, ob ihre Schulter hält. Als die gegnerische Trainerin überraschend den Harztopf auf die Bank stellt, lächelt Lisa. Sie kennt das ja. Die anderen aus Ismaning aber nicht und in vielen Szenen des Spieles wird man den Einfluss des ungewohnten Klebers sehen. Die häufigen technischen Fehler gibt es jedoch nicht nur bei den Isis. Komisch. Der Schiedsrichter startet das Spiel und es dauert eine ganze Weile, bis sich die Nervosität auf beiden Seiten legt und Ismaning den ersten Treffer markiert. Kathi führt klug Regie, setzt Rückraum Links, Maria, und Rückraum rechts, Kristin, immer wieder gut in Szene. Und auch die Schnellangriffe funktionieren. Gut, das könnte noch besser sein, aber im Vergleich zu den letzten Spielen ist das schon ok. „Es wogt hin und her“ sagt man, so ist es auch. Weder die Isis noch Taufkirchen können sich entscheidend absetzen. Kurz nach dem 8:8 kommt Lisa aufs Feld, in die ungewohnte Kreismitte-Position und gemeinsam mit Kathi zaubert sie ein ums andere Mal, scheitert aber auch am guten gegnerischen Torwart. In die Halbzeit geht es mit einer 10:12 Führung für Ismaning.
Gleich mit dem Wiederanpfiff wird klar, dass Taufkirchen sein Heil verstärkt in Übergängen zum 4:2 sucht und dann aus dem Rückraum von Links über die Abwehr den Torerfolg sucht. Das gelingt auch einige Male, bis die starke Jule immer mehr den Zugriff auf ihrer Vorne Mitte Position gewinnt und die starke RL zurückdrängt. Der Abstand in der zweiten Halbzeit schwankt zwischen zwei und drei Toren und besonders Energiebündel Kristin kann sich in der wichtigen Phase zwischen Minute 35 und 45 immer wieder durchsetzen. In Folge erzielt sie drei wichtige Tore. Beim 16:19 für die Isis kurz vor Schluss ist das Spiel entschieden, noch einiges Hin und Her erfreut die Zuseher, hat aber am Erfolg der Ismaninger weiblichen B nichts mehr zu ändern. Der Endstand von 18:21 ist ok.


Fazit: in der flacheren Formation ist die Abwehr stärker. Das Umschalteverhalten – Abwehr/Angriff=Gegenstoß und umgekehrt- Angriff/Abwehr = Zurücklaufen, hat sich verbessert. Potential liegt weiter in Würfen aus dem Rückraum und im persönlichen Abwehrverhalten (1:1, Stellungsspiel, Bereitschaft zu Körperkontakt, Konsequenz). Die Schulter hält.


Jule, Kathi 5, Maya, Franzi 1, Sophia 4(2), Maria 5(2), Vroni (Tor), Anna-Lena, Kristin 5, Lisa, Lea 1.
Wir zählen hier immer die Tore auf, übersehen dabei aber die wichtigen Beiträge unserer Torspielerin Vroni, die viele gute Bälle gehalten hat und von Spiel zu Spiel besser wird.
            
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