2 Halbzeiten – 2 Gesichter – Damen 1 gewinnen in Freising

Die Vorzeichen für das Derby in Freising standen denkbar schlecht. Mit nur einem sehr dezimierten Training unter der Woche und einem abwesenden Coach Bernd Dreckmann gingen die Damen 1 des TSV mit nicht gerade optimalen Vorzeichen in die Partei. Co-Trainer Till Heinrich und Seba Scovenna taten ihr Bestes, um die Mannschaft auf das Spiel einzustellen.

Der Start in die Partie misslang dann leider phänomenal. Nach 4 Minuten sahen sich die Isardevils 3:0 im Hintertreffen, was nicht an fehlender Abwehrarbeit, sondern an Päzision im Angriffsspiel bei Pässen und Abschlüssen lag.  Bis zur 8. Minute konnten die Ismaningerinnen dann angeführt von Kohde und Rohmert zum 3:3 ausgleichen.  Die Hoffnung, dass der Fehlstart die Mannschaft genug aufgerüttelt hatte, bestätigte sich leider nicht. Konsequent arbeiteten sich die Freisingerinnen wieder einen 3-Tore Vorsprung heraus und den Damen aus Ismaning wollte irgendwie nichts so recht gelingen. Für gute Abwehrarbeit schafften sie es nicht, sich am Ende auch zu belohnen und kassierten immer wieder Tore. Der eigene Ballbesitz konnte oft genug nicht in ein eigenes Tor umgemünzt werden, was an ungenauen Anspielen oder nicht zu Ende gespielten Aktionen lag. Ging es dann mal zum Torwurf lag das Glück mit den Schiedsrichtern in der ersten Halbzeit des Öfteren bei den Gastgeberinnen. Nach den ersten 30 Minuten ging es für die Mannschaften in die Kabine – Ismaning lag zu diesem Zeitpunkt 13:8 zurück.

In der Halbzeitansprache appellierte Co-Trainer Till Heinrich an seine Mannschaft und schwor sie auf die zweite Hälfte ein. Die mitgereisten Fans der Isardevils sahen nach dem Wiederanpfiff eine völlig ausgewechselte Mannschaft auf dem Spielfeld, was nicht an personellen Entscheidungen lag, sondern vielmehr an der Einstellung der Spielerinnen. Die Abwehr stand plötzlich wie ein Bollwerk und im Angriff gelangen endlich die Aktionen und Torwürfe. Selbst eine Auszeit des HSG Coach in der 37. Minute änderte daran nichts und Ismaning kämpfte sich Tor um Tor ran und schaffte in der 40. Minute sogar das erste Mal in Führung zu gehen mit 13:14. Zu diesem Zeitpunkt hatte Freising noch kein Tor in der zweiten Halbzeit geworfen. Den Ismaningerinnen gelangen nun auch einfache Tore aus erster und zweiter Welle und mit einem verwandelten 7-Meter erzielte Lotta Rohmert die erste 3-Tore Führung für die Isardevils zum 15:18. In der Abwehr wurde das argentinische Temperament von Roveta den Schiedsrichtern dann etwas zu viel und schickten sie für zwei Minuten auf die Bank. In dieser Zeit versuchte Freising sich noch einmal gegen die Isardevils zu behaupten, doch diese hielten dagegen. Mit ihrem fünften Tor besiegelte Filz schließlich den Endspielstand von 19:23.

Es waren wahrlich zwei Halbzeiten, die nicht unterschiedlicher hätten sein können, vor allem was Kampfgeist und Einstellung betrifft. Die erste Halbzeit verlor man 13:8, was die Isardevils dann aber mit einer 6:15 gewonnen zweiten Halbzeit wettmachen konnten. So spannend eine solche Aufholjagd ist, sollte es Ziel sein, von der ersten Minute an alles in die Waagschale zu werfen. Jetzt haben die Spielerinnen und Coaches erst mal ein freies Wochenende bevor es dann am 13.11 zu Hause gegen den SV München Laim geht.

 

Es spielten: Hangleiter, Wittmann, Gschwendtner (Tor); Köbrich (3), Kohde (3), Roveta (2), Leitl, Filz (5), Pieperjohanns, N.Rohmert, L.Rohmert (6/3), Surauer (1), Berz (2), Weber (1)