3. Playoffwochenende

Die Woche war geprägt von Hiobsbotschaften. Erst wurde durch Teamarzt Flo Dreyer bestätigt, dass sich Veri Weber Kreuzband und Meniskus gerissen hat. Dann meldete sich Seba Scovenna von Trainings und Spielen ab, weil er seine Quarantäne absitzen muss.

So ging es dann für eine weiter verkleinerte Rumpftruppe, unterstützt von Lara aus der A-Jugend, am Samstag nach Stadeln. Dort angekommen fand man in der Halle Verhältnisse vor, die man aus der neuen, heimischen Isarena nicht gewohnt ist. Von den von der Decke heranhängenden Paneelen über einen gemeingefährlichen 7-Meter Strich bis zu Legionellen im Wasser war alles geboten. Eine Legionellose konnte die Mannschaft durch einen kurzen Ausflug zum Supermarkt glücklicherweise verhindern. Bei so vielen Umweltfaktoren war sogar das fehlende Harz kurz in Vergessenheit geraten.

Stadeln erwischt den besseren Tag und Start ins Spiel. Ismaning geriet schnell ins Hintertreffen und rannte das gesamte Spiel dem Rückstand hinterher. Vor allem in der Abwehr machte sich die dünne Personaldecke bemerkbar, denn Stadeln kam immer wieder zu einfach zum Torerfolg. Auch die Torhüterinnen fanden keinen Zugriff auf’s Spiel. Im Angriff taten sich die Isar Devils selbst schwer, denn hier machte sich das fehlende Haftmittel bemerkbar. Die sonst so gefährlichen Rückraumwürfe klappten nicht wie gewohnt und die Ismaningerinnen mussten hart um jedes Tor kämpfen. Beim Stand von 15:12 für Stadeln ging es für die Mannschaften in die Kabinen. Die Gastgeberinnen nutzten die zweite Halbzeit, um den Vorsprung sukzessiv auszubauen. Mit der Zeit hatten die Isar Devils immer weniger entgegenzusetzen, da es galt für den nächsten Tag Körner zu sparen insoweit es personaltechnisch überhaupt möglich war. Die positiven Noten bei der 38:25 Niederlage waren, dass sich niemand verletzt hat und dass unsere A-Jugendliche Lara sich bei ihrem ersten Damenspiel kurz vor Schluss sogar noch in die Torschützenliste eintragen konnte.

Nach dem Spiel konnten sich unsere Damen in den extra bereitgestellten, nicht mit Legionellen versuchten Containern duschen, bevor sie sich auf die Heimfahrt machten.

Es spielten: Hangleiter, Wittmann (Tor); Leohardt (1), Kohde (2), Leitl (2), Filz (3), Pfründer (3), Pieperjohanns (5/1), N. Rohmert (3), L. Rohmert (5), Berz (1)

 

Am nächsten Tag ging es dann in der eigenen, besser ausgerüsteten und beschilderten Halle wieder gegen den MTV Stadeln.

Man merkte auch in dieser Partie, dass bei den übrig gebliebenen Isar Devils die Lust raus war. Obwohl Trainer Bernd Dreckmann in diesem Spiel etwas mehr Spielerinnen zur Verfügung hatte, hier nochmal herzlichen Dank an Elle und Lara, die uns unterstützt haben, schien seine Mannschaft von Beginn an immer einen Schritt hinten dran zu sein. Den anfänglichen Rückstand bügelten die Isar Devils allerdings schnell aus und zeigten, wie so oft in der Saison, den Kampfgeist, den die Mannschaft in sich trägt. Ab der 14. Minute gelang es, in Führung zu gehen und sich zwischenzeitlich mit 3 Toren abzusetzen. Doch vergebene Chancen im Angriff und nachlässige Abwehr ermöglichten es den Gästen aus Stadeln zur Halbzeit auf 10:9 zu verkürzen.

In der zweiten Halbzeit hielten die Isar Devils lange Zeit einen kleinen Vorsprung, doch wie am Vortag zeigte sich, dass die Ismaningerinnen die Play-Offs nun mit einer „hHuptsache-nicht-verletzen“-Police spielten und nicht mehr kompromisslos in jeden Zweikampf gingen. So konnte die Stadelner 10 Minuten vor Schluss ausgleichen, schließlich in Führung gehen und davon ziehen. Die Isar Devils verloren das Spiel 22:27.

Es spielten: Hangleiter, Wittmann, Leicher (Tor); Köbrich (7), Leonhardt, Kohde (3), Krizanac, Leitl, Filz (4), Pfründer (1), Pieperjohanns (2), N.Rohmert (1), L.Rohmert (2), Berz (2)

 

Das war auch das letzte Spiel, der viel zu langen Saison, denn die zwei verbliebenen Spiele gegen die HG Zirndorf werden nicht mehr stattfinden. Nach der Partie folgten noch Danksagungen an alle Unterstützer und Verabschiedungen. Hierzu wird es nächstes Wochenende einen separaten Bericht geben, um allem Personen gebührend zu danken.