Bayerliga Herren | Bitterer Tiefschlag für die Ismaninger Handballer bei 25:37 (9:19) Heimniederlage gegen Haching

Eigentlich ist das letzte Heimspiel in einer Saison immer etwas besonderes und sollte auch etwas besonders schönes sein. Das letzte Mal vor eigenem Publikum spielen, das letzte Mal mit der aktuellen Mannschaft in der eigenen Kabine sitzen und sich aufs Spiel vorbereiten, das letzte Mal nach dem Spiel mit den Fans abklatschen um dann gemeinsam das letzte Heimspiel zu feiern..

Auch wenn der Abstieg und somit das nicht erreichen des Saisonziel - dem Klassenerhalt - schon besiegelt war sollte man meinen, dass beim letzten Heimspiel nochmal ein Ruck durch die Mannschaft geht, allen voran wenn man den emotionalen Abschied kurz vorm Spiel von Ismaninger Urgesteinen und Leistungsträger mit erlebt hat.

Erst in der Vorwoche musste man sich im Nachbarschaftsderby in Anzing deutlich geschlagen geben. Wenn man bedenkt welchen Wert diese Spiele für die Ismanigner Herren Mannschaft in der Vergangenheit hatten konnte es ja kaum schmerzhafter kommen.
Wiedergutmachung war also angesagt. Für jeden einzelnen selbst, für die Mannschaft, die Trainer, eben besonders für die scheidenden Spieler und allen voran dem heimischen Publikum.

Wer nach dem Spiel die hängenden Köpfe aller beteiligten gesehen hat weiß, dass es nicht gelungen ist. 

Das Spiel geht am Ende mit 25 zu 37 verloren. Die Hachinger feiern in unserer Halle den Klassenerhalt. Man selbst kann nur phasenweise in der 2. Halbzeit - als das Spiel schon längst entschieden war - zeigen wozu man in der Lage ist. Was am Ende, so ehrlich muss man sein, in diesem Jahr nicht für die Bayernliga reicht.
Das die Aufgabe im letzten Heimspielderby keine leichte war ist klar. Unterhaching musste gewinnen um den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft zu schaffen. Die Verletztensituation im Kader der Ismaninger ist nach wie vor maximal angespannt. Auch das fehlende Selbstvertrauen aufgrund der letzten Ergebnisse mag ein Grund sein. 

Das alles mögen eben Gründe sein, dürfen aber einen solchen Auftritt niemals rechtfertigen. Im Nachgang kann sich die Mannschaft nur bei den Fans und Unterstützer für die gezeigte Leistung entschuldigen und versprechen, dass im ersten Heimspiel in der nächsten Saison 14 Spieler auf der Platte stehen die - egal unter welchen Umständen - mit Herz und Leidenschaft antreten, in der Abwehr kämpfen und dann mit höchstem Tempo nach vorne spielen, eben genau so, wie es für einen selbst Freude macht Handball in Ismaning zu spielen.