Bayernliga | 11:0-Lauf der Gastgeber entscheidet das Spiel beim Spitzenreiter TV Erl.-Bruck 36:26 (17:14)

Es dauerte knapp sechs Minuten bis der TSV das erste Mal im Tor der Hausherren einnetzen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatten diese jedoch bereits drei Mal getroffen. Ein Spielverlauf also, der eigentlich zu erwarten war, wenn der souveräne Tabellenführer daheim auf den Letzten des Klassements trifft.

So überlegen jedoch präsentierten sich die Schwarz-Roten an diesem Tag zunächst nicht. Getragen von einem erneut hervorragend haltenden Georg Zimmermann und angetrieben von einem immer stärker werdenden Christopher Schmalz gelang es dem Eck-Team bis zur Mitte der ersten Halbzeit das Unentschieden herzustellen (6:6). Und auch danach, als die Brucker einen Gang zuschalteten – sie hatten wohl ihre Gäste aus dem Münchner Norden zunächst etwas unterschätzt – musste man nicht vollends abreißen lassen. Ein kleiner Bruch im Spiel nach der Verletzung von Jan Geserer konnte schnell abgeschüttelt werden und so ging man nach guten Kampf und ein paar Fehlern zu viel – das Ergebnis hätte durchaus knapper stehen können – in die Pause um mit mehr Feinschliff die Partie möglichst lange offen zu halten.

12 Minuten zum Vergessen…
Und zunächst schien auch nach dem Seitenwechsel weiterhin alles möglich. Bis auf 20:19 konnten die Gäste in Gelb-Schwarz verkürzen. Doch dann kam der Bruch. Durch eigene Fehler lud man die Hausherren zu ihrem in der ganzen Liga gefürchteten Tempospiel ein und ehe man sich versah stand es nur zwölf Minuten später 31:19 (49. Minute). Das Spiel war somit gelaufen.
„Es ist mir unerklärlich, wie wir so zusammenbrechen konnten nachdem wir eigentlich voll im Spiel waren.“, sucht ein sichtlich enttäuschter Tom Eck nach Gründen für den plötzlichen Einbruch. „Uns fehlt einfach noch die Konstanz. Irgendwann kommt ein Knick und dann geht erstmal nichts mehr vorwärts. Konzepte werden nicht eingehalten, jeder nimmt sich vorne wie hinten einen individuellen Fehler… Da läufst du ohne eine solche Torwartleistung auch schnell mal in eine noch größere Klatsche!“

Zum allem Überfluss der nächste Verletzte
Noch dazu muss Coach Eck in nächster Zeit wohl auf seinen Abwehrchef verzichten. „Jan Geserer fällt wohl mit Nasenbeinbruch eine Zeit lang aus. Genaueres wird aber der Verlauf der Woche bringen. Hier sind noch die Untersuchungen abzuwarten.“
Wir wünschen Jan auf diesem Weg zunächst alles Gute, eine positive Diagnose und einen schnellen Heilungsverlauf!
Keine Zeit jedoch, den Kopf hängen zu lassen. Bereits am kommenden Samstag um 19:30 Uhr hat man das nächste Spitzenteam der Liga, die Haspo Bayreuth in der Heimischen Hölle Süd vor der Brust. Die Oberfranken treten mit einer gnadenlos offensiven Abwehr und hervorragendem Tempospiel auf und haben sich in den vergangenen Jahren in der Spitze der Bayernliga etabliert.
Das Team um Spielmacher Donaubauer kann somit alle Unterstützung gebrauchen und freut sich über Lautstarken Support von den Rängen.

Aufstellung (Tore / davon 7m)
Murgg, Zimmermann
Neumann (3), Donaubauer (2/2), Langer, Simon (1), Stoiber T. (1), Dietrich (2), Teschner (3), Elsinger (4) Geserer, Schmalz (9/1), Rehnert (1)