Bayernliga | Beim Heimspielauftakt mit 27:31 gegen den Favoriten Waldbüttelbrunn teuer verkauft …

Dass der Saisonstart für die Isis kein einfacher werden würde musste jedem beim Blick auf den Spielplan von Anfang an klar sein. Nach der ersten Partie in Friedberg hatte man nun am vergangenen Samstag mit der DJK Waldbüttelbrunn gleich den nächsten Meisterschaftskandidaten vor der Brust.
Dennoch wollte man auch hier, gestärkt durch die durchaus ordentliche Leistung der Vorwoche um jeden Zentimeter kämpfen und den Unterfranken so lange wie möglich das Leben schwer machen. Gestützt auf eine gut vorbereitete und aggressive Abwehr sowie einen treffsicheren Yannick Teschner im Angriff erwiesen dich die Männer von Tom Eck von Beginn an als ebenbürtig. Zwar konnten die Gäste das erste Tor markieren, doch gelang es den Hausherren immer wieder auszugleichen oder sogar vorzulegen. So entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch beider Mannschaften in dem kein Team nachlassen wollte. Über ein 4:4 nach zehn Minuten hin zu einer knappen 11:10 Führung nach 20 lagen die Mainfranken kurz vor der Halbzeit beim 14:15 mit einem Tor vorne. Grund genug für Eck 20 Sekunden vor dem Pausenpfiff noch eine Auszeit zu nehmen und den Angriff nochmals zu ordnen. Der finale Spielzug wurde besprochen und man wollte unbedingt mit einem Unentschieden in die Kabinen gehen. Leider verpuffte diese Maßnahme in der Gästedeckung.

Auch nach der Pause auf Augenhöhe
War man in der letzten Partie noch etwas zu spät aus der Pause gekommen, gelang es dem Team diesmal wieder gleich von der ersten Minute an präsent zu sein und den Favoriten gar nicht erst davonziehen zu lassen.
Wie bereits in Halbzeit eins wogte das Spiel hin und her. Keine Mannschaft war in der Lage sich um mehr als ein Tor abzusetzen. Über ein 13:13 und 20:20 bis hin zum 24:24 nach 48 gespielten Minuten ließ man sich von den Würzburger Vorstädtern nicht abschütteln. Und gerne hätte man auch am Ende etwas Zählbares mitgenommen. Leider jedoch kam es nun zum Bruch im Spiel. Nach einer mehr als unglücklichen 2-Minuten Strafe für Olaf Neumann nutzten die Gäste ihre Chance und setzen den Ambitionen des Aufsteiger mit einem vier Tore Lauf ein Ende. Mit 27:31 musste man Waldbüttelbrunn ziehen lassen. Tom Eck musste hier anerkennen: „Eine Unterzahl in solch einer Phase des Spiels können wir noch nicht ausreichend kompensieren. Aber wir sind auf einem guten Weg. Man hat klar eine Entwicklung im Vergleich zur letzten Woche gesehen und gemerkt, dass meine Männer an sich und das was sie können glauben.“

Am Ende doch keine Punkte auf dem Konto
Doch trotz der Leistungssteigerung und der erneut mehr als ansehnlichen Leistung gegen eine Top-Mannschaft der Bayernliga bleibt der fade Geschmack, nichts auf der Haben-Seite verbuchen zu können.
„Hätte man mir noch vor zwei Wochen gesagt, dass wir mit solchen Ergebnissen in die Runde starten, hätte ich sie wahrscheinlich mit Kusshand genommen“, konnte man Eck bei seinem Resümee sagen hören. Dennoch, es wäre eventuell noch ein wenig mehr drin gewesen für die Isis. Deshalb heißt es in der kommenden Woche wieder hart arbeiten und auf die nächste schwere Aufgabe vorbereiten, wenn es nach Günzburg geht. Einem jungen, ambitionierten Team, dass zum Saisonstart in Waldbüttelbrunn einen Punkt und am vergangenen Wochenende dann auch den ersten Sieg feiern durfte.

Einfacher wird es deshalb nicht wirklich, da sich die Personalsituation in Ismaning noch nicht deutlich verbessert hat. „Uns fehlen immer noch ein bis zwei Alternativen im Angriff. Und auch das Defensivverhalten sowie das Zusammenspiel mit den Keepern könnte noch deutlich besser sein“, gibt sich Abwehrchef Geserer kritisch.
Dennoch darf man auch am kommenden Samstag um 19:30 Uhr in Günzburg wieder eine Mannschaft erwarten, die kämpft und alles dafür geben wird, die nötigen Punkte zum großen Ziel Klassenerhalt schnellstmöglich zu sichern.

Aufstellung (Tore / davon 7m)
Murgg, Zimmermann
Neumann (5), Neuhaus (1), Simon (1), Dietrich, Teschner (8), Kellner, Elsinger (5), Geserer (3/3), Schmalz (2), Stoiber (2)