Bayernliga | TSV-Herren müssen sich dem TSV Friedberg mit 28:23 geschlagen geben

Einen fulminanten Start legten die Isis am vergangenen Samstag in der Sporthalle des TSV Friedberg hin. Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten sah sich der Trainer der Gastgeber beim Stand von 2:6 gezwungen, sein Time-Out zu nehmen und seine Männer wieder in die Bahn zu lenken.
Der Grund hierfür war ein couragiert aufspielender Aufsteiger aus Ismaning, der in der Defensive um sprichwörtlich jeden Millimeter kämpfte und im Angriff klug und konsequent abschloss. „Man hat gesehen, dass meine Jungs heute richtig heiß waren und hier in der Bayernliga von Anfang an Vollgas geben werden“, freute sich Coach Eck über den ordentlichen Auftritt im Schwäbischen, musste jedoch auch einräumen: „Uns fehlt wegen der holprigen Vorbereitung und einiger Verletzter noch etwas die Tiefe um über 60 Minuten konstant auf hohem Niveau agieren zu können. Das wird aber sicherlich von Spiel zu Spiel besser werden.“
Nach dem Time-Out fingen sich nun auch die Hausherren und schafften es so in den folgenden zehn Minuten den Spielstand beim 8:8 zu egalisieren.
Zeit für Eck, die grüne Karte auf den Tisch zu legen und seine Mannschaft neu zu ordnen.

Mit zwei Toren Rückstand in die Kabine
Leider war der Eingriff des Trainers nicht vollends von Erfolg gekrönt. Zwar war man auf ismaninger Seite in der Lage den Lauf der Friedberger zu stoppen, dennoch musste man mit eine zwei-Tore Defizit in die Pause.
Die Defensive funktionierte in der ersten Hälfte über weite Strecken sehr ordentlich und was die Männer um Mannschaftssenior Jan Geserer nicht abwehren konnten, war oft Beute des gut aufgelegten Josch Murgg im Tor der Gäste. Das Offensivspiel war leider noch zu ausrechenbar für Tom Eck: „Hier fehlen uns derzeit noch etwas die Alternativen. Auf dem Flügel mussten sich Youngster Bene Simon und Fabi Stoiber alleine mühen und auch im Rückraum fehhlt noch der ein oder andere Spieler. Das wird sich aber in den nächsten Spielen sukzessive verbessern.“

Start in Hälfte zwei etwas verschlafen
Im Kopf waren die Isis dann wohl noch etwas länger in der Kabine, denn in den folgenden zehn Minuten gelang es den Hausherren sich Tor um Tor abzusetzen und sich bis Mitte der Halbzeit eine sieben-Tore Führung herauszuarbeiten – die höchste im gesamten Spiel.
Doch an Aufgabe dachte in Gelb-Schwarz niemand. Mutig und engagiert warf man sich angeführt von Neu-Spielmacher Olaf Neumann in der Offensive weiter in die Zweikämpfe und auch defensiv fand man wieder zu mehr Stabilität.
So konnte man am Ende trotz einer 28:23-Niederlage zu Saisonauftakt erhobenen Hauptes die Heimreise aus dem Schwäbischen antreten. „Wir haben noch viel Luft nach oben. Heute hat sicherlich noch nicht alles so funktioniert, wie wir uns das wünschen würden. Aber der Wille, ebenso wie das Talent ist da. Jetzt heißt es also weiter arbeiten und die nächsten Möglichkeiten noch kaltschnäuziger nutzen,“ freut man sich in der Mannschaft auf die kommenden Aufgaben in der Bayerliga.

Und schon am kommenden Samstag, 23.09.2017 bietet sich die nächste Gelegenheit zu zeigen was in diesem jungen Team steckt. Zu gewohnter Zeit um 19:30 Uhr gastiert mit der DJK Waldbüttelbrunn einer der Top-Favoriten auf die Meisterschaft in der Hölle Süd. Und die Mannschaft von Trainer Dusan Suchy steht bereits nach dem ersten Spieltag unter Druck. Konnte man doch den Saisonauftakt zu Haus mit einem Unentschieden gegen Günzburg nicht wie gewünscht gestalten.
Die Isis können also jede Unterstützung gebrauchen, wollen sie diese Mal die Nase vorn behalten.

Aufstellung (Tore / davon 7m)
Murgg, Zimmermann
Neumann (5), Prottung (1), Simon, Dietrich (1), Teschner (4), Kellner (2), Elsinger (3), Geserer (2/2), Schmalz (1), Stoiber (4/2)