Damen 2 und 3: Team Schee - was bisher geschah...

2020 - ein Jahr, an das man sich wohl leider noch lange erinnern wird. Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff, und auch der Handballalltag blieb davon natürlich nicht unbeeinflusst. Die erste spürbare Folge für den Spielbetrieb: der Abbruch der Saison 2019/20. In den letzten Spielen davor wurde jedoch noch der Grundstein für etwas gelegt, dass die kommende Saison 2020/21 maßgeblich beeinflussen sollte: die Fusion zweier bzw. dreier Teams zu einem.

Auslöser dafür war die Unterstützung der abstiegsgefährdeten Damen II des TSV Ismaning durch Spielerinnen aus dem „Team Schee“, der Ismaninger Dritten. So weit, so gewöhnlich. Dass man dabei jedoch feststellte, wie schnell und gut man miteinander harmonierte, dass man sofort gemeinsam und füreinander kämpfte, Stimmung machte und siegte - und das in allen 3 noch durchgeführten Spielen - nicht mehr so gewöhnlich. Schon hier agierten diese beiden Mannschaften wie eine einzige - und genau das sollten sie in den folgenden Monaten auch werden.

Doch ganz so einfach, wie eben beschrieben, ist so eine komplette Mannschaftszusammenführung letztlich natürlich nicht. So bedurfte es hierfür noch vieler Gespräche mit der Abteilungsleitung, Mannschaftsbesprechungen und Einzelbesprechungen, doch Anfang August war es endlich so weit: das neue „Team-Schee 2.0“ war geboren. Dieses besteht nun aus den Spielerinnen der ehemaligen Damen II und III sowie einem Teil der A-Jugend, der so schrittweise an das Damenniveau gewöhnt werden soll. Das Besondere an diesem neuen Konzept: Es werden weiterhin zwei Mannschaften in der BOL und der Bezirksliga gemeldet, doch bei den Spielen soll -  so gut es geht, und natürlich, so weit es die Festspielregel zulässt - personell durchgemischt werden.

Eine ambitionierte Zielsetzung, die vor allem für die Trainerinnen dieses neu zusammengemischten Teams, Martina Schwaiger und Gabi Krabichler, die eine oder andere schlaflose Nacht bedeutet haben dürfte. An dieser Stelle deshalb ein großes Lob an die beiden Coaches, die die schier unlösbare Aufgabe der fairen und sinnvollen Mannschaftseinteilung und -rotation dennoch auf sich genommen haben, um aus ursprünglich drei Mannschaften eine einzige zu formen, die nicht nur zusammen spielt, sondern auch zusammenhält.

Startschuss für das „Team Schee 2.0“ war dann am 8. August. In der sehr laufintensiven Vorbereitung kam jeder an seine persönlichen Grenzen, doch der schon hier aufkommende Teamspirit ließ die Spielerinnen auch die widrigsten Umstände - egal ob 400m-Sprints bei 35 Grad, Mückenplage oder die ungeliebten Krafteinheiten - zusammen überwinden.

Auch das gemeinsame Trainingslager Mitte September stärkte mit zahlreichen anstrengenden Einheiten nicht nur die Muskeln und die individuelle Ausdauer, sondern auch den Teamzusammenhalt. Und geteiltes Leid ist ja schließlich auch nur halbes Leid, richtig? FALSCH, wie sich in der letzten Einheit beim Personal Training mit Fitnesstrainerin Eva (vielen Dank an dieser Stelle nochmal!) herausstellte, bei dem alle sehr sehr viel und lange leiden mussten. Aber naja, immerhin zusammen, oder? Und dass den Mädels auch danach weder das Lachen vergangen noch die Kraft komplett abhanden gekommen war, stellten sie beim anschließenden Trainingsspiel gegen den SV Pullach, das mit einem Sieg den krönenden Abschluss eines gelungenen Wochenendes darstellte, unter Beweis. 

In vier weiteren Trainingsspielen konnte man sich dann schließlich noch aufeinander einspielen und verschiedene Formationen ausprobieren. Alles in allem eine erfolgreiche und gut durchdachte Vorbereitung, durch die die beiden Trainerinnen nicht nur ein körperlich fittes, sondern auch ein bereits eng zusammengewachsenes Team geformt hatten, das nun hochmotiviert in die Saison 2020/21 startete.

Doch Corona machte den Ismaningerinnen auch hier erneut einen Strich durch die Rechnung: Aufgrund der rasant ansteigenden Infektionszahlen und der derzeitigen Pausierung des Spielbetriebs konnte die BOL-Mannschaft bisher nur in einem Spiel ihre Leistung zeigen. Mit einem Unentschieden gegen den Vorjahresdritten Süd/Blumenau ließ man trotz zahlreicher Fehler bereits erahnen, dass durchaus Potential für weitere Leistungssteigerungen und damit eine spannende Saison vorhanden wäre. 
In der Bezirksliga hingegen konnten bereits insgesamt 3 Spiele absolviert werden. Davon wurde ein Spiel unentschieden gespielt, die beiden anderen Spiele konnten gewonnen und somit sogar die vorübergehende Tabellenführung erobert werden. Schon diese wenigen Partien haben zudem gezeigt, dass das das Konzept des Trainergespanns Schwaiger/Krabichler komplett aufgegangen war: Auf dem Spielfeld zwar zeitweise getrennt, doch daneben immer vereint. EIN großes, buntes „Team Schee 2.0“ eben.



P.S. Obwohl Handball während einer Pandemie definitiv nur Nebensache ist (zugegebenermaßen eine der schönsten überhaupt!), hofft das „Team Schee 2.0“ natürlich, die aktuelle Saison zu gegebener Zeit fortsetzen zu können, sofern die Umstände dies zulassen und eine Fortsetzung auch sinnvoll und vertretbar ist. Bis dahin: Masken auf und bleibt‘s gesund!