Hart erkämpfter Sieg im ersten Spiel - SG Süd/Blumenau II 22:23 TSV Ismaning III

Wenn man derzeit den Namen „Cordula“ hört, dann meist in einem Bierzelt auf dem Oktoberfest - gesungen von zahllosen Menschen, die den Wiesn-Hit „Cordula Grün“ lauthals mitgrölen. Die Damen III des TSV Ismaning verbinden mit diesem Namen jedoch etwas ganz anderes: Schweißtreibende Fitnesseinheiten, Ausdauertraining und einen Kraftzirkel, der es in sich hatte und die Spielerinnen an ihre Grenzen brachte. Dass sich das anstrengende Trainingslager mit Fitnesscoach Cordula gelohnt hat, hatte die Mannschaft schon bei den zahlreichen Vorbereitungsspielen erahnen lassen - sowohl gegen Pullach als auch beim Spiel gegen Jahn München und bei einem Turnier in Garching, aus dem das Team sogar ungeschlagen als Sieger hervorging.

Doch am vergangenen Sonntag stand mit dem ersten Saisonspiel nach diesen mehrfachen „Generalproben“ der erste richtige Härtetest an. Und das gegen einen Gegner, mit dem man in der vergangenen Saison in beiden Spielen so einige Probleme hatte. So machte sich die Mannschaft also auf nach Blumenau - hochmotiviert, zu beweisen, dass sich die intensive Vorbereitung auch gelohnt hat.

Die Partie begann jedoch mit einigen Startschwierigkeiten auf Ismaninger Seite. In der Abwehr agierte man anfangs zu zögerlich und nicht konsequent genug gegen die wuseligen Gastgeberinnen, und auch offensiv scheiterte man zu Beginn sowohl an der eigenen Unkonzentriertheit als auch ein einer recht gut aufgelegten Keeperin im gegnerischen Tor. Folgerichtig lagen die Gäste aus Ismaning binnen 3 Minuten bereits mit 0:3 zurück. Dieser schnelle Rückstand schien die Mannschaft schließlich wachzurütteln. Die Defensive fand nun immer mehr zu gewohnter Sicherheit zurück und es gelang den Isis endlich, den Ball ein ums andere Mal im Netz zu versenken. Nach 15 Spielminuten hatte man sich so bereits wieder auf ein 6:6 herangekämpft. Dann übernahmen die Damen III für einige Zeit das Zepter, gingen ihrerseits mit einigen schön herausgespielten Toren in Führung und ließen sich auch von einer Auszeit des Heimteams nicht aus dem Konzept bringen. Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit schien es deshalb, als hätten die Ismaningerinnen endlich in ihr Spiel gefunden. Doch Handball wäre nicht Handball, wenn sich ein Spiel nicht innerhalb weniger Minuten wieder um 180 Grad drehen könnte. Man ahnt es schon: Genau das passierte auch in dieser Partie. 11:11 lautete der Spielstand schließlich beim Pausenpfiff, die hart erarbeitete 3-Tore-Führung der Isis war dahin. So startete man also nach einer motivierenden Halbzeitansprache der Coaches Martina Schwaiger und Gabi Krabichler quasi wieder bei Null. Dass beide Mannschaften entschlossen waren, die wieder offene Partie zu ihren Gunsten zu wenden, merkte man direkt nach Wiederanpfiff. Die Teams schenkten sich nichts und kämpften sowohl offensiv als auch defensiv um jeden einzelnen Ball und jeden Torerfolg. Das Spiel entwickelte sich immer mehr zu einem nervenaufreibenden Schlagabtausch, bei dem es lange keiner Mannschaft gelang, sich entscheidend abzusetzen. Die Ismaningerinnen gingen zwar mehrfach mit zwei Toren in Führung, doch Blumenau hielt dagegen, erzielte ebenso oft wieder den Anschlusstreffer. In den entscheidenden Schlussminuten war die Anspannung in der Halle fast greifbar. 58. Spielminute, die Gäste erzielen erneut die 2-Tore-Führung, lauter Jubel auf der Ismaninger Bank und bei den mitgereisten Fans. Etwas über eine Minute hält die vorsichtige Euphorie an. Dann jubelt die andere Bank, wieder der Anschlusstreffer von Blumenau. Die Anspannung ist zurück. 59:17 gespielte Minuten zeigt die Uhr, als sich der Spielstand erneut ändert - zugunsten der Isis. 21:23 ist dort nun zu lesen. Doch Blumenau ist im Ballbesitz, und es passiert, was passieren musste - die Gastgeberinnen treffen erneut, 22:23, noch 21 Sekunden, Krimi perfekt. Ein klug eingesetztes Time-Out 11 Sekunden vor Schluss nutzen die Isi-Trainerinnen, um ihren Spielerinnen eine einzige Anweisung mit in die spannendsten Momente des Spiel zu geben: Um jeden Preis in Ballbesitz bleiben. Doch der erwartete harte letzte Kampf um den Ball bleibt aus. Blumenau agiert im entscheidenden Augenblick zu zaghaft, hält zu viel Abstand zu den Ismaninger Spielerinnen und stellt die Mannschaft somit vor keine richtigen Probleme mehr. Mit dem Abpfiff kommt die Erleichterung, dann die Freude über diesen hart erkämpften, aber auch verdienten Sieg, der wohl alle Beteiligten einige Nerven gekostet hat. Damit im nächsten Spiel nicht noch mehr davon verloren gehen, haben sich die Damen III vorgenommen, aus den Fehlern dieser Partie zu lernen und sich gegen den nächsten Gegner besser zu präsentieren. Dies wird am ersten Heimspieltag am Samstag, 12. Oktober, der TSV Milbertshofen sein. Die Mannschaft freut sich wie immer über jede Unterstützung von der Tribüne!

 

Es spielten: Ela Wimmer (Tor), Manu Lombardo (2), Therry Ismair (1/1), Sara Lutz (3), Vane Wittmann (1), Manu Brosig (2), Natti Jörges (6), Isi Schömig (1), Lisa Lutz (3), Juli Steinkohl (1), Carina Reiter (3)