In der Theorie – Damen 1 verlieren gegen HC Erlangen

Am letzten Heimspieltag ging es für unsere Damen 1 gegen die Mannschaft aus Erlangen, die derzeit auf dem zweiten Platz der Bayerliga steht. Im Hinspiel hatten die Ismaningerinnen bei der 7 Tore Niederlage in Erlangen nichts zu melden. Doch nach dem unnötig verlorenen Spiel in Fichtelgebirge und dem Wissen, dass zu Hause auch gegen Spitzenteams viel möglich ist, wollten die Damen des TSV wieder vor heimischer Kulisse zeigen, was in ihnen steckt. In seiner Ansprache vor dem Spiel gab Coach Bernd Dreckmann der Mannschaft mit, dass alles möglich ist – also in der Theorie.

Die erste Hälfte startete unglücklich für die Ismaningerinnen, die im Angriff ideenlos spielten und den Damen aus Erlangen einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle ermöglichten. Vor allem in der Rückzugsbewegung waren die Isis unsortiert und die Absprachen fehlten. Schafften sie es die Gäste in den gebundenen Angriff zu zwingen, taten auch die sich schwer die Abwehrreihen ihrer Gegner zu durchdringen. Während die Abwehr und das Rückzugsverhalten immer stabiler wurden, mussten die Ismaningerinnen im Angriff weiterhin hart für ihre Tore arbeiten. Bis zur 25. Minute liefen sie immer einem 2 Tore Rückstand hinterher, den die Damen vom HC Erlangen nach einem Timeout auf 5 Tore ausbauen konnten. So wechselten die Teams beim Stand von 10:15 die Seiten.

Zuschauer, die gehofft hatten, dass die Ismanignerinnen gestärkt aus der Pause zurück kommen, wurden leider enttäuscht. Die ersten Minuten spielten die Damen komplett kopflos und ermöglichten ihren Kontrahentinnen nach unnötigen Ballverlusten leichte Tore. Doch plötzlich fing sich die Mannschaft und angetrieben von drei aufeinanderfolgenden Toren durch Ella Kohde, begann eine spannende Aufholjagd. Bis zur 50. Minute legten die Isis einen 7:3 Lauf hin und so sah sich der Trainer der Gäste 10 Minuten vor Schluss gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Ein paar unglückliche Pfiffe gegen unsere Damen führten dazu, dass trotz der guten Stimmung und dem Momentum auf Seiten der Ismaninger Mannschaft das Spiel nicht ganz kippen konnte. In den letzten Minuten setzten die Ismaningerinnen alles auf eine Karte und brachten eine zusätzliche Feldspielerin. Das Risiko zahlte sich leider nicht aus und das Spiel endete 18:21.

Auch wenn es sich direkt nach dem Schlusspfiff mehr nach 2 verlorenen Punkten angefühlt hat, muss man auch die Ausgangslage im Hinterkopf behalten. Vor allem die Abwehr in der zweiten Hälfte ist hervorzuheben, die es in der zweiten Hälfte geschafft hat nur sechs Tore durch den starken Erlanger Angriff zuzulassen. Den Spielerinnen und den Trainern zeigt es mal wieder, dass mit dieser Mannschaft alles möglich ist – zumindest in der Theorie.

 

Es spielten: Leicher, V.Wittmann (beide Tor); Köbrich, Lang (1), Kohde (3), Frank (4), Roveta, Rohmert (4), Tischler (2), Pfründer (3/3), Pieperjohanns, Berz (1), Filz