Isibabies oder Ismaninger Handballteufel? – Damen 1 gewinnen in Mintraching

Nach dem knappen Sieg im Hinspiel (die Isis gewannen gegen Mintraching/Neutraubling zu Hause mit einem Tor) wollten die Isis sich nun auch in der zweiten Begegnung die Punkte sichern. Angekommen in Mintraching trafen die Ismaningerinnen bei ihrem Spaziergang vor dem Spiel einen Fan der Gastgeberinnen, der sich aufgeregt erkundigte, ob sie denn die „Isibabies“ seien. Allein um zu beweisen, dass mehr ein wahrer Handballteufel als ein wehrloses Baby in ihnen steckt, gingen die Damen entschlossen in die Partie.

Das Spiel startete jedoch nicht im Sinne der Ismaningerinnen, die erst in der 8. Minute ihr erstes Tor zum erzielten (1:3). Während in anderen Spielen die Chancenauswertung das größte Manko der Isis war, stellte sich in dieser Partie das Herausspielen der Torchance als schwierig heraus. Doch dank einer gut stehenden Abwehr ihrerseits und drei gehaltenen 7-Metern machten die Ismaninger Damen nach und nach den Rückstand wett und glichen in der 14. Minute zum 5:5 aus. Kurz sah es danach aus, als würde das Spiel nun permanent hin und her wogen, aber die Gastgeberinnen von Mintraching/Neutraubling schafften es vor dem Halbzeitpfiff noch eine drei-Tore-Führung herauszuarbeiten.

In der Halbzeitansprache insistierte Coach Bernd Dreckmann darauf, jetzt keinesfalls die Köpfe wegen des Rückstands hängen zu lassen, sondern weiter konsequent und vor allem wieder konzentrierter in der Offensive und Defensive zu spielen.

Das nahm sich die Mannschaft offensichtlich zu Herzen, denn mit einem schnell gespielten Angriff, der von Torerfolg gekrönt war, konnten die Isis bereits 8 Sekunden nach Wiederanpfiff den Rückstand verkürzen. Nach einem Doppelpack von Lotta Rohmert und einem verwandelten 7-Meter durch Ella Kohde gingen die Ismaningerinnen in der 39. Minute das erste Mal in Führung (13:12). Von hieran entwickelte sich ein enges Spiel und die nächste Zeit konnte sich keine Mannschaft einen nennenswerten Vorteil herausspielen. Obwohl sich bei den Ismaninger Damen, die ersatzgeschwächt nur mit 12 Spielerinnen angereist waren, langsam die fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar machten, kämpften alle Spielerinnen weiter und in der 49. Minute stand erstmals eine Führung von zwei Toren auf der Anzeige. Nach einer Auszeit gelang es der Heimmannschaft sieben Minuten vor Spielende noch einmal zum 19:19 auszugleichen. Was nun folgte war ein nervenstrapazierender Kraftakt für beide Seiten. Trotz einer Auszeit durch ihren Trainer und zwei aufeinanderfolgenden Überzahlsituationen, die die Ismaingerinnen gut zu Ende spielten, konnten sich unsere Damen nur auf zwei Tore absetzen, da sie kurz vor dem Torerfolg immer wieder scheiterten. Die Abwehrreihe der Isis machte in dieser Phase einen super Job, lies keinen Gegentreffer mehr zu und legte so den Grundstein für den knappen Sieg von 21:19. Nach dem Schlusspfiff der beiden Unparteiischen, die das Spiel wohlgemerkt sehr gut führten, war die Freude bei den Ismaningerinnen riesig, war ihre letzter Sieg ja Mitte November gewesen.

 

Es spielten: Leicher, V.Wittmann (beide Tor); Köbrich, Lang (1), Kohde (6/2), Frank (6/2), Rohmert (4), Tischler (2), Pfründer (1), Pieperjohanns, Berz (1), Filz