Isis erkämpfen sich die nächsten Punkte; TSV Ismaning III 26:22 PSV München II

Es gibt Spiele, in denen es wie von selbst zu laufen scheint – und es gibt Spiele, in denen jeder kleine Erfolg hart erkämpft werden muss. Die Partie Ismaning III gegen die zweiten Damen von Post SV München gehörte definitiv zu den Letzteren. Dass dies kein leichtes Spiel werden würde, war den Gastgeberinnen schon vor Beginn bewusst. Denn obwohl im Hinspiel in Post noch ein ungefährdeter 37:17-Kantersieg eingefahren wurde, so wusste das Team doch, dass man den Gegner keinesfalls unterschätzen durfte. Zudem musste die Mannschaft aufgrund mehrerer Verletzungen und sonstiger Ausfälle auf zahlreiche Spielerinnen verzichten, so dass sich der verbliebene Kader bereits darauf einstellte, dass dieses Spiel nur mit viel Kampfgeist und Einsatz zu gewinnen sein würde. Sie sollten Recht behalten.

 

Von Anfang an taten sich die Isis schwer gegen den an diesem Tag recht defensivstarken Gegner, fanden lange kein Durchkommen gegen Posts stabile 6:0-Abwehr. Erst in der 4. Spielminute gelang schließlich der erste Treffer, doch damit war der Bann noch lange nicht gebrochen. Die Heimmannschaft fand nun zwar besser ins Spiel und stellte mit einer lobenswerten Abwehrleistung ihrerseits die Offensive der Gäste vor schwierige Aufgaben - doch im Handball reicht das allein noch nicht zum Sieg. Und im Angriff biss man sich weiterhin oft die Zähne aus an gegnerischer Abwehr, Torhüterin und Torpfosten. Zu oft. So gelang es den Ismaningerinnen nie, sich um mehr als ein Tor abzusetzen. Durch die unglückliche Verletzung von Abwehrregisseurin Lulu Müller verkleinerte sich der sowieso schon dezimierte Kader noch weiter, so dass man den Isis gegen Ende der ersten Halbzeit bereits anmerkte, dass die Kräfte zu schwinden begannen. Auch die Gäste stellten dies schnell fest – und nutzten ihre Chance. Gerade noch mit einem Tor zurück, drehten sie den Spielstand zu ihren Gunsten um. Der Pausenpfiff kam den Isis hier glücklicherweise zur Hilfe und erlaubte ihnen, eine kurze Verschnaufpause einzulegen.

 

9:10 aus Ismaninger Sicht stand es zu diesem Zeitpunkt. Der Rückstand: Sicherlich kein Beinbruch, war es doch lediglich ein Tor. Doch er bedeutete auch, dass den Damen III noch ein hartes Stück Arbeit bevorstehen würde, wenn sie aus dieser Partie als Sieger hervorgehen wollten. Dass sie wollten, war klar – ob die verbliebenen Kräfte reichen würden, jedoch nicht.

 

Dass sie dennoch bis zum Schluss alles geben würden, das machten die Gastgeberinnen gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte deutlich. Nach nur 90 Sekunden hatte die Mannschaft den Rückstand nicht nur aufgeholt, sondern direkt wieder in eine Führung umgewandelt. Und dabei sollte es bleiben. Zwar glich Post gleich im Anschluss noch ein letztes Mal aus, doch das konnte die Isis nun nicht mehr aufhalten. Sämtliche Spielerinnen warfen noch einmal alles, was sie noch an Kräften, Kampfgeist und Einsatz aufbieten konnten, in die Waagschale, die sich immer mehr zu ihren Gunsten neigte. Während offensiv zunehmend bessere Lösungen gegen die schwer überwindbare PSV-Abwehr gefunden wurden, hielt die eigene Defensive weiterhin meistens stand. Und obwohl die Gäste ebenfalls nicht aufgeben wollten, obwohl die eigenen Beine schwerer und schwerer und die Köpfe müde wurden, kämpften die Isis weiter. Am Ende wortwörtlich fast bis zum Umfallen, doch letztlich erfolgreich: Mit 26:22 konnte der Gegner nach 60 spannenden, kräftezehrenden Minuten schließlich niedergerungen werden, die Isis erschöpft, aber glücklich und stolz.

Und das zu Recht – denn obwohl das Team an diesem Tag spielerisch nicht seine beste Leistung abrief, verdient der gezeigte Einsatz, der Kampfgeist und der Wille, bis zur völligen Ermüdung und darüber hinaus weiterzukämpfen, auf jeden Fall eine 1 mit Sternchen – und 2 Punkte noch dazu!

 

Einziger Wermutstropfen bleibt deshalb an diesem Tag die bereits erwähnte Verletzung von Lulu Müller, die mit einem Bänderriss voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen wird – das #TeamSchee wünscht dir nochmal alles Gute und gute Besserung Lulu, werd schnell wieder fit! Dasselbe gilt natürlich auch für die anderen Lang- und Kurzzeitverletzten der Mannschaft, die zurzeit leider immer mehr zu werden scheinen – gute Besserung Mädels!

 

Da es der Autorin widerstrebt, diesen Bericht mit traurigen/negativen Nachrichten zu beenden, hier deshalb noch eine sehr positive: Nach langer Pause durfte die Mannschaft endlich ihre Neu-Mama Moni wieder in ihren Reihen begrüßen, die bei ihrem ersten Spiel seit über einem Jahr zwar ungeplant direkt mehr Einsatzzeit bekam als ihr lieb war, sich aber super wieder ins Team einfügte und noch dazu 4 tolle Tore zum Sieg beisteuerte – Schön, dass du wieder dabei bist, Moni!

 

Es spielten: Ela Wimmer (Tor), Manu Lombardo (5), Therry Ismair (1), Isi Schömig, Manu Brosig (1), Lulu Müller, Moni Spiegelberger (4), Lisa Lutz (11/4), Juli Steinkohl (2), Steffi Felsner (2)

 

Bericht: Manu Lombardo