Ismaninger Herren verlieren Derby und Trainerteam

Die Isar Devils haben vergangen Wochenende eine deutliche 17:30 (6:16) Heimniederlage im Derby gegen Anzing hinnehmen müssen. Trainerduo Ilg/Nortz trennt sich von der Herren 1 Mannschaft des TSVs. Nächstes Wochenende steht Auswärtsspiel gegen den TSV Haunstetten auf dem Plan.

Die Formkurve der Isar Devils fährt zuletzt auf und ab wie eine Achterbahnfahrt. Starke Leistungen wechseln sich mit überraschend schwachen Leistungen ab. Vergangenes Wochenende kam es erneut zu einer enttäuschenden Leistung der Ismaninger Herrenmannschaft. Die Nachricht, die den Spielausgang allerdings überdeckte, war der abrupte Abschied der beiden Ur-Ismaninger Christoph Ilg und Florian Nortz von ihren Posten als Chef- und Assistenztrainer. Laut offiziellem Pressebericht erreichen die beiden die Mannschaft nicht mehr und erhoffen sich für den Verein und die Spieler, mit ihrem Abschied einen frischen Wind für die kommenden Aufgaben der Isar Devils zu ermöglichen. Dies teilten sie im Anschluss an die Partie Spielern und Vereinsoffiziellen mit. Damit endet ein langjähriges Kapitel des TSVs. Ilg war beispielsweise seit 5 Jahren im Traineramt tätig, manövrierte das Team durch turbulente Corona-Zeiten und feierte zusammen mit Nortz Erfolge wie den letztjährigen Aufstieg in die Bayernliga, sein langjähriger Co Nortz, der darüber hinaus auch das Beach Team des TSVs, den „THC EhDrin! Ismaning“, coacht, war ebenfalls fest in Ismaning verankert und ist in der Gemeinde wohnhaft. Ihnen beiden gilt ein Dank der TSV-Herrenmannschaft für ihr großes Engagement der letzten Jahre, das weit über die ausschließliche Tätigkeit eines Trainers hinausragte.

Die Sportliche Leitung bemüht sich nun, zeitnah eine geeignete Lösung zu präsentieren. Von Seiten der Spieler ist zu vernehmen, dass man aus der aktuellen Situation stärker zurückkommen und den Blick klar nach vorne richten möchte. Denn, so Kapitän Elsinger: „Wir haben zwei schwere Spiele vor uns und wollen jetzt alles reinwerfen. Auch um für die Aufgaben im nächsten Jahr bestmöglich gerüstet zu sein.“ Vom einstigen Ziel, einen der begehrten Play-Off-Plätze zu erreichen, mussten sich die Ismaninger aufgrund der zuletzt mageren Punkteausbeute verabschieden. Dennoch haben sie weiterhin alles in der eigenen Hand und können den avisierten Klassenerhalt weiterhin aus eigener Kraft über die Play-Down Runde sichern. „Das Teamgefüge ist weiterhin intakt“, ist sich Kapitän Elsinger sicher: „Uns hat zuletzt das nötige Selbstbewusstsein und der Schwung im Vergleich zu den Hinspielerfolgen wie gegen Landshut oder im Hinspiel gegen Anzing gefehlt.“ Den erhofft man sich nun auf Basis von Einsatz und dem nötigen Willen zurück. Köpfe in den Sand zu setzten sei nicht ihre Art, lässt sich einvernehmlich zwischen den Zeilen der Spieler entnehmen.

So bleiben an diesem Tage nicht mehr viele Worte über das Derby gegen den letztjährigen Vizemeister der Bayernliga zu verlieren. Anzing spielte cleverer, leidenschaftlicher und selbstbewusster und konnte sich bereits früh (7. Spielminute) auf einen 5:1 Zwischenstand absetzten. Ein Timeout der Ismaninger konnte an diesem Lauf nicht wirklich viel ändern. Bis zur Halbzeit mussten die Ismaninger weiterhin ihren Meister im gegnerischen Keeper und der Abwehr der Anzinger finden. Mit fünf weiteren Toren und dem überaus deutlichen Halbzeitstand von 6:16 verabschiedeten sich die Ismaninger mit leeren Blicken in die Umkleidekabine. Die zweite Halbzeit ist ebenfalls schnell zusammengefasst. Ismaning gelang es nicht, den Abstand nennenswert zu verkleinern und die Löwen aus Anzing konnten wie entfesselt weiter punkten. Kurzum: Das Spiel endete enttäuschend deutlich mit 17:30 und Ismaning stand am Samstagabend ohne Trainerteam da.

„Wir werden stärker zurückkommen. Keine Frage.“, so der Tenor der Mannschaft, die sich in der kommenden Woche zusammensetzten und alles weitere besprechen wird. So bleibt den Ismaninger Fans zwar ein schwacher Jahresabschluss in der eigenen Halle, dennoch viel Potential für die kommende Zeit, um das klare Ziel, den Bayernliga Klassenerhalt, weiter verfolgen zu können. Bereits kommendes Wochenende, Samstag um 20:00 Uhr, steht das Rückspiel gegen den Ligakontrahenten aus Haunstetten an. Da gilt es, eine deutliche Reaktion zu zeigen, denn dass der TSV Haunstetten eine starke Mannschaft ist, haben sie nicht erst beim Sieg über den VfL Günzburg eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Und dass sich Fans und Unterstützer der Isar Devils wieder auf spannende Spiele und Erfolgserlebnisse freuen können, da sind sich alle Beteiligten sicher.

Es spielten: Winkler, Zimmermann (beide im Tor), Notz (5/1), Schinkel (3), Elsinger, Nickel (beide 2), Achhammer, Baierlein, Mannel, Schwetz, Varis (je 1), Mansare, Simon, Teschner