Nord gegen Süd – Damen 1 starten in die Play-Offs

Dieses Wochenende war der Start für die nächsten Wochen, die wahrscheinlich die anstrengendsten der letzten Jahre sein werden. Jedes Wochenende geht es für unsere Damen 1 Samstag und Sonntag jeweils im Hin- und Rückspiel gegen insgesamt vier Mannschaften aus der Nordstaffel der Bayernliga.

Für die Isar Devils ging es als erstes gegen den HBC Nürnberg, der in der Nordstaffel den zweiten Platz belegt hatte. Los ging es am Samstagabend vor heimischer Kulisse, vor der die Ismaningerinnen nichts anbrennen ließen. Trotz verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle legten unsere Damen 1 los wie die Feuerwehr und führten nach etwas mehr als zwei Minuten bereits mit 3:0. Die Verletzung von Abwehrchefin Birgit Surauer kompensierten die übrigen Spielerinnen gut und nach einer Viertelstunde Spielzeit konnten die Gäste aus Nürnberg erst zwei Treffer für sich verbuchen, während bei den Ismaningerinnen aufgrund einiger Inkonsequenzen im Angriff „nur“ sieben Tore zu Buche stehen hatten. Die erste Halbzeit verlief weiter gut für die Isar Devils und beim Stand von 13:7 wechselten die Mannschaften die Seiten.

Coach Bernd Dreckmann ging in seiner Ansprache auf die vergebenen Chancen im Angriff und Optimierungsmöglichkeiten für die Abwehr ein. Seine Worte nahmen sich seine Spielerinnen wohl zu Herzen denn sie starteten konzentriert in die zweite Hälfte und verwandelten weiter Torchancen im Angriff, obwohl das körperliche Spiel der Gäste zunahm. Das zeigte sich dann in der beherzten Aktion einer Nürnberger Spielerin im Gegenstoß der Ismaningerinnen, für welche sie mit der roten Karte bestraft wurde. Wenn die Teams und Zuschauer in der Halle glaubten, das war es – falsch gedacht. Denn in einer konfusen Situation mit Angriff-Abwehr-Wechsel kam Verena Weber einen halben Schritt zu spät und erwischte eine Nürnberger Spielerin beim Torwurf. Eine rote Karte, diesmal für die Ismaninger Mannschaft, war gerechtfertigt, doch das Schiedsrichtergespann bewertete die Aktion harscher als es selber die gefoulte Spielerin hatte , zog zusätzlich noch die blaue Karte und schickte unsere Veri nicht nur für das restliche Spiel, sondern auch das am Sonntag und eventuell weitere Partien, das wird vom BHV noch entschieden, auf die Tribüne. Die letzten Minuten vergingen ohne weitere Aufreger und das Spiel endete 30:18.

Wenn sich die Mannschaften nach dem Spiel normalerweise nur abklatschen, hieß es diesmal „Bis morgen dann“.

Es spielten: Hangleiter, Wittmann, Gschwendtner (Tor); Grötzinger, Köbrich (1), Kohde (1), Leitl (2), Filz (6), Pfründer (3), Pieperjohanns (2), Rohmert (9/2), Berz (4), Weber (2)

Weniger als 24 Stunden später hieß es wie im Lied von Howard Carpendale „Hello Again“. Diesmal auf Nürnberger Terrain. Das bedeutete nicht nur ein Spiel ohne Harz, sondern auch eine wunderbar rutschige Halle – das eine bedingt bekanntlich das andere. Diesmal erwischten die Nürnbergerinnen den besseren Start und führten nach kurzer Zeit mit 3:0. Bei ein paar Zuschauern machte sich das Gefühl eines Déjá-Vu’s breit. Die Ismanignerinnen taten sich nicht nur bei Torabschlüssen dank des fehlenden Harzes schwer, sondern kämpften auch mit den guten Kreisanspielen der Gastgeberinnen. Zur Halbzeit stand es 11:5 für Nürnberg.

Die zweite Halbzeit wollten die Isar Devils beherzter angehen, was vor allem Viola Pieperjohanns in Angriff nahm, die von der, für sie ungewohnten, Rechtsaußen-Position ein Tor nach dem anderen machte. Während unsere Damen im Angriff immer geschlossener und erfolgreicher wurden, agierten sie auch in der Abwehr konsequenter. Durch ihr neuntes Tor in der zweiten Halbzeit schaffte es unsere Viola die Mannschaft wieder auf 17:15 in Schlagdistanz zu bekommen. Doch die Isar Devils schafften es nicht den Anschlusstreffer zu verwandeln und Nürnberg zog wieder etwas davon. In dieser Zeit häuften sich auch die durchaus interessanten Pfiffe der Schiedsrichter – unter anderem eine doppelte Zeitstrafe gegen Meli Leitl und einer zusätzlichen 2-Minutenstrafe für den Ismaninger Coach kurz vor Schluss. Das Spiel gewann Nürnberg 23:18 – so wie übrigens alle anderen Heimspiele ohne Harz. Manche nennen es Heimvorteil, andere Wettbewerbsverzerrung. Doch an den Gedanken mit Spielen ohne das gewohnte Harz aus der Südstaffel müssen sich die Isar Devils anfreunden, denn mit Stadeln und Zirndorf stehen den Ismaningerinnen den nächsten Wochen noch zwei Teams bevor, die sich diesen Vorteil allein für die Play-Offs sichern wollen.

Es spielten: Hangleiter, Wittmann, Geschwendtner (Tor); Grötzinger, Köbrich (1). Kohde (2), Leitl, Filz (2), Pfründer, Pieperjohanns (9/1), Rohmert (3/1), Berz (1)

Nächste Woche geht es für unsere Damen Samstag um 19 Uhr zu Hause gegen Bergtheim und am nächsten Tag um 15 Uhr in Bergtheim um die nächsten Punkte. Die Mannschaft freut sich über jede Unterstützung, ob zu Hause in der Isarena oder auswärts am Sonntag (Abfahrt Isarena 9:15).